Politik | 24.04.2018

Freie Wählergruppe Maifeld und Andernach e. V. besucht Suez in Ochtendung

Probleme mit dem Gelben Sack vor Ort auf den Tisch gebracht

Mitglieder der FWG hatten die Gelegenheit, bei einem Treffen mit dem Unternehmen Suez die Anliegen der Bürger zu klären: (v. l.) Hartmut Dressel, Uwe Berens, Frank Breitbach, Suez Standortleiter Klaus Baumgarten, Hans-Jürgen Büma und Christian Greiner. FWG Andernach e. V.

Ochtendung. Seit über zwei Jahrzehnten dient der Gelbe Sack zur Abfallentsorgung im Kreis Mayen-Koblenz und in einzelnen Gemeinden und Städten. Ein Blick in die sozialen Medien oder ein Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern genügt um festzustellen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger nach wie vor über den „gelben Sack“ ärgern sowie Unmut und Unverständnis haben. Verstärkt wird die Diskussion durch falsche Informationen, die in der Vergangenheit teilweise auch von offizieller Seite verbreitet wurden. Daher hat sich die Freien Wählergruppen nun der Problematik angenommen und Kontakt mit dem Unternehmen Suez aufgenommen, das derzeit für die Sammlung und Entsorgung der gelben Säcke zuständig ist. In einem ersten Treffen mit Klaus Baumgarten, dem Leiter am Suez Standort in Ochtendung, erhielten die FWG`ler die Möglichkeit, die dringenden Anliegen der Bürgerinnen und Bürger zu klären und das System hinter dem gelben Sack zu verstehen. Mit dabei vor Ort waren die Andernacher Hartmut Dressel, Hans-Jürgen Büma und Christian Greiner von Frank Breitbach und Uwe Berens von der FWG Maifeld. Im Treffen mit Herrn Baumgarten wurde deutlich, dass das System „Gelber Sack“ durchaus komplexer ist. Fakt ist: Im Gegensatz zu Papier-, Rest- und Biomüll, dessen Entsorgung in öffentlicher Hand ist und durch die Abfallgebühren an den Kreis Mayen-Koblenz finanziert wird, handelt es sich beim Gelben Sack um ein privatwirtschaftliches System, dessen Kosten über die von Herstellern und Abfüllern abzuführende Lizenzgebühr – ehemals Grüner Punkt – finanziert wird. Über Lizenzgebühren als Aufschlag auf die Verpackungen zahlt der Verbraucher also die Zeche für das Gelbe-Sack-System. Das bedeutet, dass der Haushalt des Kreises und der Haushalt der Kommunen damit nicht belastet werden. Die Städte, Gemeinden und der Kreis sind folglich nicht mit der Entsorgung der gelben Säcke beauftragt und haben lediglich die Ausgabestellen für neue Säcke eingerichtet. Ebenso erfuhren die FWG Mitglieder, dass zwar mittlerweile besser getrennt, aber leider auch absichtlich Müll im gelben Sack entsorgt werde, der dort nicht hineingehöre.Abschließend sprachen die FWG Mitglieder die Probleme an, die die Bevölkerung beim Thema Gelbe Säcke besonders bewegen; die eingeschränkte Verfügbarkeit der gelben Säcke in den Ausgabestellen und deren zu dünne Beschaffenheit. Die mangelnde Verfügbarkeit erklärte Baumgarten mit Lieferengpässen der Hersteller in China und Spanien und der häufigen Zweckentfremdung der Verbraucher. Dass die Säcke so dünn seien, sei zum einen eine Kostenfrage und um einer Zweckentfremdung vorzubeugen. Da diese Antworten aus Sicht der FWG nur teilweise zufriedenstellend ausfielen, wird man zeitnah den Bereich der Suez Logistik in Neuwied kontaktieren, um Verbesserungen, beispielsweise im Bereich der Verteilung, anzusprechen. Pressemitteilung

FWG Maifeld e. V.

Mitglieder der FWG hatten die Gelegenheit, bei einem Treffen mit dem Unternehmen Suez die Anliegen der Bürger zu klären: (v. l.) Hartmut Dressel, Uwe Berens, Frank Breitbach, Suez Standortleiter Klaus Baumgarten, Hans-Jürgen Büma und Christian Greiner. Foto: FWG Andernach e. V.

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