Politik | 04.01.2021

Städtebauförderung im Westerwaldkreis

Ransbach-Baumbach erhält 350.000 Euro Förderung für Alt Ransbach

Erschließung des Wohnhofs Masselbach und des Kirchumfeldes stehen im Vordergrund

Ransbach-Baumbach. Die Stadt Ransbach-Baumbach erhält in diesem Jahr aus dem Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ weitere 350.000 Euro an Städtebaufördermitteln für die laufende Entwicklung des Stadtkerns, wie Innenminister Roger Lewentz in Mainz mitgeteilt hat. Land und Bund unterstützen seit 2011 die Entwicklung des Fördergebiets und haben seither rund 1,84 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Stadt kann mit den Fördergeldern des Bundes und des Landes städtebauliche Maßnahmen im Fördergebiet „Stadtkern Alt Ransbach“ finanzieren. „Die Stadt will die Mittel hauptsächlich für die Durchführung von weiteren Ordnungsmaßnahmen einsetzen. Neben der Verbesserung des Stellplatzangebots im öffentlichen Raum steht dabei vor allem die Erschließung des Wohnhofs Masselbach und des Kirchumfeldes im Vordergrund. Darüber hinaus ist die Unterstützung von weiteren privaten Modernisierungsmaßnahmen ebenso vorgesehen, wie die Fortsetzung des Projekts „Keramik erleben“, das auf die Erhaltung und den Umbau einer traditionellen Keramikmanufaktur ausgerichtet ist. Die Maßnahmen stärken die Innenstadt insgesamt und sind Teil einer ganzheitlichen Entwicklungsstrategie, um den Bereich langfristig voranzubringen und für die Zukunft zu stärken“, so Lewentz.

Das Programm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ unterstützt Städte und Gemeinden bei der Bewältigung des wirtschaftlichen und demographischen Wandels. Damit verbunden geht es in den geförderten Innenstädten und Stadtquartieren häufig um die Bewältigung von Leerständen oder Brachflächen, mit denen eine nachlassende Attraktivität für Bürgerinnen und Bürger einhergeht. Ziel des Programms ist es, diese Gebiete zu zukunftsfähigen und lebenswerten Quartieren zu entwickeln.

Die Städtebauförderung umfasst differenzierte Förderprogramme für unterschiedliche städtebauliche Herausforderungen. Mit den Programmen „Lebendige Zentren“ und „Sozialer Zusammenhalt“ stehen weitere Programme für die Entwicklung von Innenstädten sowie sozial benachteiligten Stadtteilen zur Verfügung. Das Angebot wird durch Investitionsprogramme für soziale Infrastruktur und Sportstätten abgerundet. „Das Fördersystem hat sich bestens bewährt, um Innenstädte aufzuwerten und sie als Quartiere zum Wohnen und Arbeiten attraktiv zu gestalten“, so Minister Lewentz. Er hob hervor, dass das Land den Städten und Gemeinden als Partner für eine attraktive, bürgernahe und zukunftsorientierte Stadtentwicklung zu Seite stehe.

Im Programmjahr 2020 können in der Städtebauförderung insgesamt rund 90 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln bereitgestellt werden. Im Zeitraum von 2010 bis 2019 profitierten rund 190 Städte, Gemeinden und andere kommunale Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz mit etwa 700 Millionen Euro von der Städtebauförderung.

Pressemitteilung

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