Politik | 13.01.2016

CDU-Kreisverband Rhein-Sieg

Rot-Grün lässt Kommunen bei Finanzierung der Flüchtlingsunterbringung im Stich

Städte und Gemeinden erhalten pauschal durch das Land zu wenig und zu spät abgerechnet

Elisabeth Winkelmeier-Becker, MdB.CDU Rhein-Sieg

Rhein-Sieg-Kreis. Die Freude währte nur kurz. Verbesserungen, die die Kommunen an Rhein und Ruhr in den Verhandlungen mit dem Land NRW über die Ausgestaltung der Flüchtlingskosten erreicht haben, stellen sich praktisch als bittere Pille heraus. Wieder einmal hat die rot-grüne Landesregierung mit gezinkten Karten gespielt. Nach Ankündigung von SPD-Innenminister Jäger ist eine Kostenerstattung von etwa 10.000 Euro pro Flüchtling durch das Land geplant, was zu spürbaren Entlastungen der Kommunen führen würde. Nun stellt sich heraus, dass Berechnungsgrundlage für 2016 nicht etwa die tatsächliche Zahl der vor Ort befindlichen Flüchtlinge sein soll, sondern veraltete Zahlen aus August 2015. Diese Zahlen sind von der Realität längst überholt worden und berücksichtigen gerade einmal 50 Prozent der tatsächlich vor Ort befindlichen Flüchtlinge. Bereits in der ersten Kalenderwoche des Jahres 2016 wurden in Deutschland rund 30.000 neu angekommene Flüchtlinge registriert.

„Erneut machen es sich die Landesregierung und SPD-Minister Jäger sehr leicht und erwecken auch an dieser Stelle wieder den Eindruck, dass vor allem nach den Vorfällen in Köln, der Überblick und das rechte Maß verloren gegangen sind“, sagt die stellvertretende CDU-Landesvorsitzende und CDU-Kreisvorsitzende, Elisabeth Winkelmeier-Becker, MdB. „Quer über die Parteigrenzen hinweg sind sich die Bürgermeister der Städte und Gemeinden einig, von Rot-Grün verschaukelt zu werden. Das Gefühl, über den Tisch gezogen worden zu sein, wird vor allem dadurch noch verstärkt, dass es für alle zusätzlich in 2016 aufzunehmenden Flüchtlinge im laufenden Haushaltsjahr keine weitere Kostenerstattung durch das Land geben wird.“

Dies trifft auch auf die Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises zu. Hier lag die Deckungsquote durch die Landesfinanzierung schon in 2015 unter 50 Prozent. Das setzt sich nun auch für 2016 fort. Die nicht gedeckten kommunalen Belastungen gehen in jeder Kommune des Kreises in die Millionen. Der Rheinbacher Bürgermeister Stefan Raetz, zugleich Sprecher der Bürgermeister im Kreis, spricht in diesem Zusammenhang von einer „Riesensauerei“. Im Gegensatz zu Bayern oder dem Saarland werden die Kosten für die Flüchtlingsunterbringung in NRW nicht spitz mit den Kommunen abgerechnet. Dies soll erst in 2017 erfolgen.

„Die pauschale Erstattung zwingt die Kämmerer unserer Kommunen dazu, entstehende Finanzierungslücke durch Kassenkredite vorzufinanzieren. Das sorgt vor Ort für neue Schwierigkeiten; und die können wir nach den Vorfällen von Köln gerade überhaupt nicht gebrauchen. Wer eine wichtige staatliche Aufgabe wie die Flüchtlingsunterbringung an die Kommunen überträgt, darf diese anschließend nicht im Regen stehen lassen. Das Land NRW wird vom Bund mit rund 570 Millionen Euro üppig alimentiert. Jetzt muss die rot-grüne Landesregierung schleunigst dafür sorgen, dass dieses Geld auch da ankommt, wo es hingehört. Die Tricksereien müssen endlich aufhören!“, fordert Winkelmeier-Becker weiter.

Pressemitteilung des

CDU-Kreisverband Rhein-Sieg

Elisabeth Winkelmeier-Becker, MdB.Foto: CDU Rhein-Sieg

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Rund um´s Haus
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Ostergruß
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Innovatives rund um Andernach
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Titelanzeige
Stellenanzeige Personalreferent/in
Empfohlene Artikel
Die Junge Union Rheinbach an ihrem Verkaufsstand
37

Rheinbach. Der verkaufsoffene Sonntag am 29. März 2026 in Kombination mit dem Rheinbacher Frühlingsmarkt lud am vergangenen Wochenende zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Rheinbacher Innenstadt ein. Bei strahlendem Frühlingswetter herrschte eine freundliche Atmosphäre. Auch der Stadtverband der Jungen Union Rheinbach brachte sich mit einem Verkaufsstand ein.

Weiterlesen

Wie bereiten sich die Abgeordneten auf ihre politische Arbeit vor?  Foto:pixabay.com
230

Region. Nach einem intensiven Wahlkampf ist die Landtagswahl entschieden; doch für die gewählten Abgeordneten beginnt die eigentliche Arbeit jetzt erst so richtig. Ein Blick auf die Stunden und Tage nach dem Wahlergebnis zeigt: Zwischen Feiern, Verarbeiten und ersten politischen Schritten liegt ein enger Zeitplan.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2240

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
130

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Essen auf Rädern
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Oster-Anzeige
Doppelseite PR/Anzeigen
Titel
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
First Friday Anzeige März
Stellenanzeige mehrere Stellen
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
PR-Anzeige
Anzeige KW 14
Ostergrußanzeige
Osteraktion
Anzeige Lange Samstage
Stellenanzeige Kita