Flächendeckende Corona-Tests in den Alten- und Pflegeheimen
Rüddel: „Beschluss ergeht im Gesundheitsausschuss“
Kreis Neuwied. „Im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages wird in dieser Woche der Beschluss ergehen, dass auch in unserer Region flächendeckende Corona-Tests in den Alten- und Pflegeheimen durchgeführt werden können“, berichtet aktuell der Ausschussvorsitzende und heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.
Der Gesundheitspolitiker weist darauf hin, dass ausreichende Testkapazitäten vorhanden sind, die aber derzeit nur zur Hälfte genutzt werden. „Wir verpflichten die Krankenkassen, diese Tests zu bezahlen. So können die Gesundheitsämter diese Tests auf Kosten der Krankenkassen durchführen. Sollten die Gesundheitsämter das nicht bewältigt bekommen, dann können sie diese Aufgabe an Ärztinnen und Ärzte in der Region delegieren, die diese Tests dann auch abrechnen können“, konkretisiert Rüddel.
Alles in allem handle es sich hier um einen längst überfälligen Schritt zur Gewährleistung der Sicherheit von Bewohnern und Mitarbeitern in den Pflegeeinrichtungen. Die dadurch verursachte logistische Herausforderung sei zum Schutz von Leben dringend erforderlich. „Finanzielle Aspekte dürfen hierbei keinesfalls eine Rolle spielen“, konstatiert der Parlamentarier. Vielmehr gehe es darum, Infektionen frühzeitig zu erkennen, um eine Ausbreitung einzudämmen oder besser noch zu verhindern. Klar festzustellen sei, dass jede Person, die vor einem Klinikaufenthalt bewahrt wird, insbesondere Pflegepersonal, dass in vorderster Front bei der Bekämpfung steht, zur Stabilität des Gesundheitssystems beiträgt.
Auch deshalb hat sich der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete vehement dafür eingesetzt, dass künftig noch mehr Corona-Tests möglich werden sollen. Dies auch bei Verlegungen von Kliniken in Pflegeeinrichtungen. Dazu werden Tests standardmäßig empfohlen. Im Umfeld besonders gefährdeter Personen – etwa in Pflegeheimen – soll verstärkt auf Corona-Infektionen getestet werden. Es gelte Infektionen früh zu erkennen und Infektionsketten effektiv zu unterbrechen.
„Mit dem in dieser Woche zum Beschluss anstehenden Gesetz schaffen wir die Voraussetzungen für eine wesentliche Verbessrung bei den Corona-Tests. Denn künftig sollen noch mehr Corona-Tests möglich werden, die die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen – auch ohne, dass jemand Symptome zeigt. Vor allem im Umfeld gefährdeter Menschen wie in Pflegeheimen soll mehr getestet werden. In der zurückliegenden Woche hat es schon einen Höchststand von insgesamt 467.000 Tests gegeben. Theoretisch möglich wären bis zu 900.000 Corona-Tests pro Woche“, bekräftigt Erwin Rüddel.
Pressemitteilung
Büro Erwin Rüddel, MdB (CDU)

(Anm. Fortsetzung) ... aufgrund des Umstandes, dass Arzneimittel, Medizinprodukte, persönliche Schutzausrüstungen und Desinfektionsmittel weltweit jeweils nur noch von wenigen Schlüsselproduzenten just-in-time erstellt werden. Weder seitens der Politik noch seitens der Medien fand die Studie große Beachtung. Schlussfolgerungen wurden erst recht keine gezogen! Zu fiktiv erschien die durchgespielte Gefahr. Tatsächlich jedoch warnen Seuchenexperten schon seit Jahren, dass das Entstehen einer Pandemie sehr real und nur noch eine Frage der Zeit ist!
Die neoliberale Kürzungspolitik der CDU-geführten Bundesregierungen jedenfalls seit 2012/2013 hat das Gesundheitswesen einer Sparpolitik mit bitteren Folgen für den Kampf gegen Covid-19 unterzogen. Da hilft alle derzeitige Omnipräsenz des Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages, MdB Erwin Rüddel, relativ wenig!
Herr Rüddel, MdB, CDU, Vorsitzender des Gesundheitsaus-
schusses des Deutschen Bundestages, ist in seiner 'Corona-Vehemenz' omnipräsent. Das muss an sich noch nicht negativ sein. Herr Rüddel sollte aber sich selbst und uns auch daran erinnern, dass die Coronapandemie auf Gesundheitssysteme trifft, die während der zurückliegenden Dekaden neoliberaler Hegemonie so zurechtgestutzt wurden, dass sie für Belastungs-
proben, wie sie eine Pandemie darstellt, immer weniger gerüstet sind. Echte Vorsorge durch die Bevorratung von Schutzaus-
rüstungen und die Sicherung schnellen Nachschubs wurde kaum getroffen. Das musste nicht so kommen. Unter Feder-
führung des Robert-Koch-Instituts (RKI) war bereits 2012 ein Pandemieszenario mit dem hypothetischen Virus "Modi-SARS" durchgespielt worden mit Unterrichtung von Bundestag und Bundesländern Anfang 2013 (Deutscher Bundestag Drucksache 17/12051). Die Studie benannte klar das Problem von Liefer-
engpässen aufgrund des Umstandes, (Anm. Fortsetzung folgt)