SPD-Fraktion im Koblenzer Stadtrat

SPD-Sozialausschussmitglieder zu Gast in Rhein-Mosel-Werkstatt

SPD-Sozialausschussmitglieder zu Gast in Rhein-Mosel-Werkstatt

V.l.n.r.: Rm und sozialpolitischer Sprecher Manfred Bastian, Betriebsstättenleiter Dirk Schaal, Sozialausschussmitglied Dennis Feldmann, Stellv. Vorsitzende des Werstattrates Michaela Steffens, Rm und Mitglied des Sozialausschusses Toni Bündgen, Geschäftsführer Thomas Hoffmann. Foto: privat

11.08.2020 - 09:42

Koblenz. Es war ein kleiner Zeitungsartikel über den neu eröffneten Bereich der Rhein-Mosel-Werkstatt für Personen mit hohem Unterstützungsgrad, der den sozialpolitischen Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Manfred Bastian, dazu bewog, die Einrichtung um einen Besuchstermin zu bitten. „Ich freue mich, dass dieser Besuch trotz der aktuellen Auflagen und Vorsichtsmaßnahmen so schnell und unkompliziert geklappt hat“, so Bastian.

Begrüßt wurden die ordentlichen Sozialausschussmitglieder Bastian, Toni Bündgen und Dennis Feldmann vor Ort vom Geschäftsführer der RMW, Thomas Hoffmann, dem Koblenzer Betriebsstättenleiter Dirk Schaal sowie der stellvertretenden Vorsitzenden des Gesamtwerkstattrates, Michaela Steffens. Nach der im hauseigenen Hygienekonzept vorgeschriebenen Registrierung der Gäste samt anschließender Fiebermessung führten die Verantwortlichen die Besucher durch die unterschiedlichen Bereiche des riesigen Geländes an der Ernst-Sachs-Straße. Auffällig dabei war die aufwendige und akribische Umsetzung der vorhandenen Corona-Auflagen. „Die Umsetzung der nötigen Maßnahmen wie etwa Spuckschutz, Einbahn- und Zugangsregelungen sind hier in beeindruckender Weise umgesetzt worden“, lobte Feldmann. Sein Ausschusskollege und Ratsmitglied Bündgen zeigte sich vor allem von der Metallwerkstatt beeindruckt, in der in Serienproduktion Zulieferaufträge u.a. auch für große Koblenzer Unternehmen von Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen bearbeitet werden: „Es ist toll zu sehen, mit welchem Eifer und welcher Hingabe hier gearbeitet wird. Die zahlreichen Zulieferaufträge zeigen, wie wichtig diese Einrichtung auch für unsere lokale und regionale Wirtschaft ist.“

Diesen Eindruck bestätigten Geschäftsführer Hoffmann und Betriebsstättenleiter Schaal in einem Gespräch im Anschluss an den Rundgang, der die Sozialdemokraten noch durch die Wäscherei, die Kantine sowie den neuen Bereich für Menschen mit hohem Unterstützungsgrad sowie führte. Hier werden mit Hilfe eines eigens eingerichteten sogenannten Snoozle-Raumes, einer eigenen Küche und einem speziellen Arbeitsbereich Möglichkeiten geschaffen, Menschen mit besonders hohen Bedarf an Unterstützung bestmöglich die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen.

„An unseren insgesamt fünf Standorten in Koblenz, Weißenthurm, Kastellaun und Simmern beschäftigen wir insgesamt etwa 860 Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Behinderungen. Die RMW bietet eine extrem große Bandbreite an Angeboten und Maßnahmen, um Menschen mit Beeinträchtigung in Arbeit zu bringen“, erläuterte Schaal und berichtete von einem Investitionsvolumen von etwa sieben Millionen Euro, die in den letzten Jahren vor allem in die Sanierung und den Ausbau des Hauptstandortes in Lützel geflossen sind.

Thomas Hoffmann nutzte die Gelegenheit, um sich bei der Stadt Koblenz zu bedanken, die größter Leistungsträger ist und zahlreiche Aufträge an die Rhein-Mosel-Werkstatt vergibt, etwa die professionelle Reinigung von Arbeitskleidung der Koblenzer Müllwerker. Dennoch gibt es auch Probleme, mit denen sich die Verantwortlichen konfrontiert sehen. So muss die RMW aufgrund der Corona-Pandemie nicht nur zahlreiche Einschränkungen auf dem eigenen Gelände und in den täglichen Abläufen durchsetzen, sondern auch immense Umsatzverluste beklagen. Thomas Hoffmann erläuterte dies am Beispiel der Essenslieferungen an die städtischen Schulen und Kitas: „Vor Corona haben wir hier 2.700 Essen gekocht und ausgeliefert. Aktuell sind es nur noch 600, die wir einzeln luftdicht verpacken. Das bedeutet mehr Aufwand und größere Kosten bei wesentlich geringeren Umsätzen. Wir leben aktuell von unseren Reserven, aber die sind fast aufgebraucht.“

Ein weiteres Problem stellt die noch ausstehende Vergütungssatzverhandlung mit dem Bundesland Rheinland-Pfalz dar, die aufgrund des neuen Bundesteilhabegesetzes notwendig ist. „Hier warten wir immer noch auf einen Termin“, so Hoffmann. Ratsmitglied Bastian versicherte, die geschilderten Problematiken mit in die Fraktion zu nehmen und auch die Landtagsabgeordnete Dr. Anna Köbberling sowie Bundestagsmitglied Detlev Pilger einzubeziehen. „Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, um diese wichtige Einrichtung hier in Koblenz zu unterstützen“, so Bastian, der sich zum Abschluss des Gesprächs noch einmal für die Möglichkeit des Besuchs bedankte.

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juergen mueller:
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juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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