Bendorfer SPD-Ratsfraktion:
SPD positioniert sich klar für das Sayner Freibad
Trotz schwieriger Haushaltslage soll die Zukunft des Bades gesichert werden
Bendorf. Dass kommunale Freibäder regelmäßig ein finanzielles Verlustgeschäft sind, liegt auf der Hand. Ein kostendeckendes Angebot zu bieten, dass zugleich auch für die Bürgerinnen und Bürger bezahlbar bleibt, ist äußerst unrealistisch. Aus Gründen der Daseinsvorsorge wird dennoch der Badebetrieb vorgehalten, um u.a. den Freizeit- und Erholungswert anzuheben. Und dennoch ist die finanzielle Ausgestaltung immer wieder ein Streitpunkt, so auch in der jüngsten Bendorfer Stadtratssitzung, in der es um die Gebührenordnung des Bades ging. SPD-Fraktionsvorsitzender Manfred Bauer plädierte dafür, der Verwaltungsvorlage zuzustimmen: „Seit 2015 wurde die Preisgestaltung im Sayner Freibad nicht mehr angepackt. Wir erhöhen die Gebühren äußerst ungern, sehr wohl wurden uns als Rat die Fesseln angelegt. Wir haben eine Haushaltsstrukturkommission aufgestellt, die die Einnahme- wie auch Ausgabesituation detailliert prüfen musste. Wenn wir auch künftig einen genehmigungsfähigen Haushalt aufstellen wollen, müssen wir auch Taten folgen lassen. Und das geht nur entsprechend der Vorlage mit einer erheblichen Erhöhung.“ Bis zuletzt zahlten u.a. Erwachsene einen Tageseintritt in Höhe von 3 Euro und Kinder in Höhe von 1,50 Euro. Nach der Verwaltungsvorlage sollte der Eintritt für Erwachsene auf 5 Euro und für Kinder auf 3 Euro erhöht. SPD-Fraktionsmitglied Haakon Herbst ergänzte: „Wir bezuschussen mit unserer gegenwärtigen Preisgestaltung jeden Schwimmbadbesucher unabhängig, ob die Personen tatsächlich aus Bendorf oder aus anderen Kommunen kommt, mit ca. 14 EUR pro Person. Und dass bei unserer finanziellen Situation! Die Kommunalaufsicht hat klare Worte in ihrer letzten Genehmigung gefunden, eine erhebliche Erhöhung der Preise gefordert und dieser Forderung kommen wir mit der Erhöhung auf 5 Euro bzw. 3 Euro nach. Zugleich wurden mit der Anschaffung einer Wärmepumpenanlage Investitionen getätigt, die ebenso wieder finanziert werden müssen.“ Den vorgenannten Argumenten folgend, stimmte die SPD-Ratsfraktion geschlossen für die Verwaltungsvorlage, um die Zukunft des Sayner Freibads zu sichern. Auch die angestoßene Umgestaltung des Toiletten- und Umkleidegebäudes spricht für die Zukunftsfähigkeit des Bades.
Pressemitteilung Bendorfer SPD-Ratsfraktion
Die SPD-Ratsmitglieder (v.l.n.r.) Dominik Pretz, Manfred Bauer und Haakon Herbst. Foto: Bendorfer SPD-Ratsfraktion