Politik | 17.02.2026, 10:47 Uhr

Udo Klein, Beigeordneter der Gemeinde Grafschaft

Schaden von der Gemeinde abwehren

Grafschaft. Der Hauptausschuss befasste sich bereits zum zweiten Mal mit dem Thema Beitritt zum Gewässerzweckverband und empfahl nach intensiver Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt nicht beizutreten.

Der für Finanzen zuständige Hauptausschuss bemängelt dabei, dass für die Gemeinde Grafschaft in dem kreisweiten Milliardenprojekt die finanziellen Auswirkungen aufgrund der noch fehlenden Aussagen des Bundes und/oder der EU zu einer eventuellen Mitfinanzierung nicht absehbar sind und somit eine Zustimmung in eine finanzielle „Black Box“ nicht erfolgen sollte.

Auch nach der Vertagung und einem Gespräch mit der Landrätin gibt es diesbezüglich keine neuen Erkenntnisse, die zu einer Änderung dieser Position führen könnten.

Empfehlung wurde nicht leichtfertig ausgesprochen

Die Abläufe bei der Entscheidungsfindung im Rat der Gemeinde Grafschaft sind in der Gemeindeordnung und unserer Geschäftsordnung klar geregelt und haben sich in der Vergangenheit stets bewährt. Danach wird je nach Aufgabenstellung in den jeweiligen Fachausschüssen durch die Ausschussmitglieder vorberaten.

Hierbei wird der Sachverhalt im Detail geprüft, die Stellungnahme von Sachverständigen und der Verwaltung gewürdigt, verschiedene Positionen der Fraktionen diskutiert und dann eine Beschlussempfehlung für den Gemeinderat formuliert. Somit ist auch diese Empfehlung des Fachausschusses geprägt von gewissenhafter Prüfung der Fakten, hoher fachlicher Kompetenz und ihre Empfehlung wurde bisher zum überwiegenden Teil vom Rat in einem abschließenden Beschluss unverändert bestätigt.

Udo Klein: „Es gilt Schaden von unserer Gemeinde abzuwehren.“

„Als vereidigter Beigeordneter bin ich der Gemeinde Grafschaft und den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber verpflichtet. Es ist auch meine und die Aufgabe unserer gemeindlichen Gremien Grafschafter Interessen zu vertreten und Schaden von unserer Gemeinde abzuwehren. Das vorliegende Zahlenwerk lässt befürchten, dass mittel- und langfristig Belastungen in Millionenhöhe auf die Gemeinde zukommen, die nur durch Steuer- und Beitragserhöhungen zu finanzieren sind und/oder durch Kürzungen anderer Haushaltspositionen realisiert werden müssten. Es bleibt fraglich, ob der Beitritt zum GZV für die Grafschaft einen wirklichen Nutzen darstellt oder sich nicht eher kontraproduktiv auf die Projekte auswirkt, die bereits im Grafschafter Hochwasserschutz-Konzept (Stark Gegen Starkregen) vorgesehen sind und sukzessive abgearbeitet werden.“ Alle diese geplanten Projekte würden an den GZV übertragen und damit der gemeindlichen Steuerung und Verantwortlichkeit komplett entzogen. Das ist nicht zielführend.

„Ich bin zuversichtlich, dass der Gemeinderat den Empfehlungen des Hauptausschusses folgen wird.“

Pressemitteilung Udo Klein, Beigeordneter der Gemeinde Grafschaft

Weitere Themen

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Moonlight Concert 27.11.26
Herbstbunt
Herbstbunt in Bad Neuenahr-Ahrweiler
3. musikalische Weinprobe
Heimat aktiv AW
Heimat aktiv AW
Heimat aktiv AW
Empfohlene Artikel
177

Altenahr / Bad Neuenahr-Ahrweiler. Mit großem Verwundern haben die CDU-Fraktionen im Verbandsgemeinderat Altenahr und Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler, vertreten durch die Fraktionsvorsitzenden Ute Gabriel, Julius Knieps und Peter Ropertz, nun den erneuten Brief von Landrätin Weigand an Bundeskanzler Merz zur Frage der Finanzierung der geplanten Regenrückhaltebecken im Ahrtal aufgenommen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
8006

Astrologische Vorschau für die KW 44: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 26. Oktober bis 1. November – Zwischen Neuanfang, Gefühlschaos und Erfolgsmomenten

Die Tage werden kürzer, die Abende gemütlicher und mit der Umstellung auf die Winterzeit am Sonntag, dem 25. Oktober, beginnt die dunklere Jahreszeit endgültig. Die zusätzliche Stunde Schlaf klingt verlockend, doch der veränderte Tagesrhythmus kann auch die Stimmung beeinflussen. In der Kalenderwoche 44 stehen die Zeichen auf Veränderung: Während in der Liebe längst überfällige Gespräche für Klarheit sorgen können, verlangen berufliche Herausforderungen nach Geduld und klugen Entscheidungen.

Weiterlesen

Symbolbild.
411

Verkehrsbehinderungen auf der B 9: Umleitung über Urmitz/Rhein

Schutzplankenreparatur am 26.10.: Sperrung der B 9 bei Weißenthurm

Weißenthurm. Am 26. Oktober 2026 wird die Auffahrt auf die B 9 in Richtung Köln bei der Anschlussstelle Weißenthurm wegen Reparaturarbeiten an den Schutzplanken vorübergehend gesperrt. Diese Arbeiten sind Teil einer Tagesbaustelle und sollen voraussichtlich zwischen 9 und 15 Uhr durchgeführt werden. Verkehrsteilnehmer, die in dieser Zeit auf die B 9 in Richtung Köln fahren möchten, müssen die Umleitung über die Anschlussstelle Urmitz/Rhein nutzen.

Weiterlesen