Politik | 12.05.2023

SPD Oberbieber

Situation der evangelischen Kita Oberbieber

Mitglieder im Ortsbeirat Oberbieber Ingrid Ely-Herbst, Maren Dümmler und Lana Horstmann. Foto: privat

Oberbieber. Nachdem die GSG bereits 2016 das Gebäude der evangelischen Kindertagesstätte Oberbieber erworben hat, warten alle seit langem gespannt auf die angekündigten Neubaupläne. Drei Entwürfe wurden seitdem vorgelegt und wieder verworfen. Nun steht fest, dass man erneut am Anfang ist. Das Gebäude ist marode, die Eltern berichten von einer nassen Wand und tropfender Decke bei starkem Regen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Kita die Dauer eines Neubaus nicht ohne erheblichen finanziellen Aufwand überstehen würde, so die Aussage des Eigentümers; daher muss dringend eine möglichst wirtschaftliche Zwischenlösung gefunden werden. Verwundert über diese drastische Einschätzung ist hingegen die Kita-Leitung, allen voran Herr Fuchs, dem die nasse Wand natürlich bekannt ist und der etwa 20 cm große Riss, der dafür verantwortlich ist. Dass weitere Mängel am Dach bestehen und dieses die nächsten Jahre nicht überstehen würde ist ihm nicht bekannt. Hinzu kommt, dass Eltern und Leitung den dritten und letzten vorgelegten Plan begrüßt hatten und die Enttäuschung entsprechend hoch ist.

Die jetzige Suche nach einem geeigneten Gebäude für den Übergang ist die sprichwörtliche „Suche der Nadel im Heuhaufen“ und daher wird über eine Zwischenlösung mit Containern nachgedacht. Nach all dem Verdruss über den enormen Zeitverlust sollte man als Vorteil zumindest wahrnehmen, dass man das jetzige Gebäude abreißen und das Gelände frei überplanen könnte. Es wäre somit deutlich leichter, die verschiedenen Bedürfnisse von Kindergarten, Schule, aber auch der Vereine - insbesondere des Burschenvereins und der Kirmes - zusammenzufügen. Die Eltern haben bereits signalisiert, dass sie mit dem bisherigen Standort in der Dorfmitte und in direkter Nähe zur Schule zufrieden sind.

In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates wurde öffentlich über die Situation berichtet und von Seiten der FWG neue Vorschläge eingebracht. Sowohl alternative Standorte als auch alternative Kita-Formen wurden diskutiert. Sicherlich wäre es wünschenswert, ein geeignetes Baugrundstück in Oberbieber zu finden, jedoch steht ein solches derzeit nicht zur Verfügung. Das Wunschdenken Freiflächen zwischen dem Ort und dem Industriegebiet Oberbieber zu nutzen (Vorschlag 1 der Freien Wähler), würde einen enormen Zeitaufwand bedeuten, da es sich nicht um Bauland handelt und ein Bebauungsplan aufgestellt werden müsste. Im weiteren Verlauf der Ortsbeiratssitzung wurde zudem intensiv über einen Waldkindergarten diskutiert. War man von Seiten der FWG der Meinung, dies ließe sich gut im Aubachtal etablieren, wusste Maren Dümmler, dass die vorgeschlagene Fläche bereits durch das Bauamt abgelehnt worden war. Zudem führte sie weiter aus „ein Waldkindergarten wäre eine tolle Bereicherung, jedoch sind solche Gruppen betreuungsintensiv und es ist derzeit bereits der Fall, dass Kita-Plätze noch frei sind, wegen Personalmangel derzeit aber nicht vergeben werden können“. Eine Lösung für die Oberbieberer Kita wäre es ohnehin nicht, wenn während der Abrisss- und Bauphase Platz für 80 Kinder gefunden werden muss.

Die SPD Oberbieber begrüßt, dass weiterhin an dem derzeitigen Standort festgehalten wird. Eltern mit Kindern in der Grundschule und im Kindergarten haben einen Weg und dieser ist von vielen Teilen Oberbiebers fußläufig zu erreichen. Dass nun Geschwindigkeit in die weitere Planung kommen muss, ist selbstredend und allen Beteiligten bewusst. Die SPD würde es auch begrüßen, wenn im Zuge der Kita-Neuplanung das weitere Vorgehen zum Thema „alte Schule“ an Fahrt aufnehmen würde. Von Seiten der GSG als Eigentümer hieß es ganz klar, dass in das Gebäude nicht mehr investiert wird. Vereine, die Räume im Gebäude gemietet haben, sind gekündigt und es wird nach einer Lösung für die städtische Altentagesstätte der AWO gesucht. Dieser Platz im Herzen des Aubachdorfes sollte jedoch nicht über Jahre dem Verfall überlassen werden. Denkbar wäre beispielsweise ein zügiger Abriss, der zudem Platz für eine Übergangslösung (Container) für die Kita, in direkter Nähe des alten und neuen Standortes, schaffen könnte. Von Seiten der SPD Oberbieber besteht der konkrete Wunsch an die Stadt noch einmal detaillierter über Container-Konzepte zu informieren, um Ängste, die bei den Eltern bezüglich dieser Lösung bestehen, frühzeitig zu beruhigen. Der Kita-Träger und die Elternvertreter sollten im weiteren Verlauf deutlich stärker involviert werden als es in der Vergangenheit der Fall war.Pressemitteilung der

SPD Oberbieber

Mitglieder im Ortsbeirat Oberbieber Ingrid Ely-Herbst, Maren Dümmler und Lana Horstmann. Foto: privat

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