Politik | 15.12.2017

Viele Bestattungsvarianten sind auf den Remagener Friedhöfen möglich

Stadtrat stimmt der neuen Friedhofssatzung zu

Wasser- und Abwasser sind in Remagen für 2017 günstiger, Wasser auch für die kommenden zwei Jahre

Nun gibt es auch die neue Bestattungsform unter den Bäumen. -AB-

Remagen. Einer Vergünstigung des Wasser- und Abwasserpreises stimmte der Stadtrat auf Empfehlung des Werksausschusses in der jüngsten Sitzung zu. Sowohl der Wasser- als auch Abwasserpreis wird um 10 Cent pro Kubikmeter zu senken. Der Wasserpreis wurde um 10 Cent pro Kubikmeter auf 2,20 Euro pro Kubikmeter gesenkt, rückwirkend für das Jahr 2017 und für die beiden folgenden Jahre. Auch bei der Abwasserbeseitigung gab es eine Senkung um 10 Cent rückwirkend für das Jahr 2017. Ab 2018 wird dann wieder der vorherige Preis von 2,25 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser fällig. Die Senkung der Preise war möglich geworden durch Jahresüberschüsse. Für die SPD zeigte sich Jürgen Blüher froh über die stabilen und nun auch günstigeren Preise in Remagen für Wasser und Abwasser. Es sei sehr gut, dass nun sogar von den Vorausleistungen für das Jahr 2017 Beträge zurückgezahlt werden können. Bei einer vierköpfigen Familie mit einem Verbrauch zwischen 140 und 150 Kubikmeter bedeute das eine Einsparung von 30 Euro. Auch für die „Häuslebauer“ in Remagen sei der gleichbleibende einmalige Beitrag attraktiv und günstig. Der Dank galt der Betriebsführung des Wasser- und Abwasserwerks in Remagen, der EVM für die geleistete Arbeit. Für die Grünen betonte Fraktionsvorsitzender Dr. Frank Bliss erneut die sehr gute Trinkwasserqualität in Remagen. Das Trinkwasser sei besser, wie das, was teilweise in Flaschen angeboten werde, besonders der Kalziumwert. „Wir sollten darüber sehr froh sein und das gute Trinkwasser in Remagen mehr nutzen“, so Bliss.

Viele weitere Möglichkeiten

Auch bei den Friedhofsgebühren müssen die Remagener Bürger keine Erhöhung fürchten. Sowohl für das Ausheben und Schließen der Gräber als auch für die Nutzung der Leichenhallen bleiben die Gebühren unverändert. Positiv ist vor allem, dass die Bürger nun viel mehr Möglichkeiten für eine Bestattung haben. Neben den Wahlgrabstätten, Urnengabstätten und Reihengrabstätten gibt es inzwischen, auf Initiative der SPD, auch Rasenreihengrabstätten, Urnenreihengrabstätten, Rasengrabstätten mit Grabplatten, Urnenstelen oder einem zentralen Gedenkstein, auch anonym. Ähnlich wie im Friedwald ist in Remagen auch die Bestattung mit Urnen unter Bäumen möglich. Erworben werden kann auch ein Familienbaum, unter dem bis zu zwölf Urnen beigesetzt werden können. Bei den Urnengrabstätten können inzwischen bis zu vier Urnen beigesetzt werden. SPD-Fraktionsvorsitzende Christine Wießmann, die sich im Vorfeld sehr für diese neuen Bestattungsformen eingesetzt hatte, betonte zum Punkt Friedhofsgebührensatzung: „Nachdem auf Antrag der SPD hin, drei wichtige Punkte in die Friedhofssatzung aufgenommen wurden, nämlich vier Urnen in einem Urnengrab zuzulassen, die Ruhezeit für Aschen auf 15 Jahre zu reduzieren und ganz besonders hervorgehoben - einen Friedwald, das heißt Urnenbestattung direkt unter den Bäumen auf unseren Friedhöfen zuzulassen – muss jetzt eine Anpassung der Gebühren an die neuen Bestattungsformen vorgenommen werden.

Wir möchten aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass außer neuen Bestattungsformen auch eine ständige Pflege unserer Friedhöfe nötig ist, denn für viele ältere Menschen ist der Friedhof der Stadtpark, an dem sie sich gerne aufhalten und wenn genügend Bänke vorhanden sind – auch ein Kommunikationsort“. Auch sollte man nicht zu bürokratisch mit den Bitten der Bürger umgehen, die unter einem bestimmten Baum begraben werden wollen. Wenn das von den äußeren Umständen her, wie Wuchs des Baumes möglich sei, solle man dem Wunsch auch nachkommen und nicht erst abwarten bis unter Baum eins 12 Urnen begraben sind. Walter Köbbing hob für die CDU hervor, dass die Bestattungsformen in Remagen nun sehr vielfältig seien. Der Flyer für die Bestattungsmöglichkeiten solle nun um die neuen Gegebenheiten angepasst werden. AB

Nun gibt es auch die neue Bestattungsform unter den Bäumen. Foto: -AB-

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