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Mittelstandsvereinigung Regionalverband Linksrheinisch

Sternstunde zu einem komplexen Thema

Sternstunde zu einem komplexen Thema

Prominente Gäste (von links): Leonhard Müller, Stefan Lütke (beide MIT-Regionalverband Linksrheinisch), Andre Anders (JU Rhein-Sieg), Norbert Nettekoven, Andreas Stolze (beide MIT Rhein-Sieg), Emmerich Müller (Bankhaus Metzler), Ingo Hellwig (MIT Rhein-Sieg) und Thomas Oster (JU Rhein-Sieg).Foto: privat

30.11.2016 - 12:13

Miel. Rhein-Sieg-Gespräche, veranstaltet von der Jungen Union und der Mittelstandsvereinigung (MIT) Rhein-Sieg sowie in diesem Jahr vom MIT-Regionalverband Linksrheinisch (Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal, Wachtberg), fanden im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis im historischen Schloss Miel statt.

Die Europäische Zentralbank will die Märkte weiterhin mit billigem Geld fluten, weshalb die Zinsen bei einem Leitzins von 0,05 Prozent quasi abgeschafft sind. Der Brexit verursacht einen weiteren Vertrauensverlust. All das bereitet Anlegern Kopfzerbrechen. Sie fragen sich, welche Strategien sie bei der Anlegung ihres Vermögens verfolgen sollen und was die Konsequenzen sein werden.

Dieses hochaktuelle Thema griffen die Rhein-Sieg-Gespräche, organisiert von Andreas Stolze, Leonhard Müller und André Anders, auf. Die Veranstalter hatten mit Emmerich Müller einen hochkarätigen Finanzexperten gewinnen können. Müller ist Vorstand und persönlich haftender Gesellschafter des 1674 gegründeten größten deutschen Privatbankhauses Metzler in Frankfurt am Main. Sein Vortrag traf mit „Europa in der Krise - Konsequenzen für unser Vermögen heute und morgen“ den Nerv der über 50 älteren und jüngeren Gäste.

Im stilvollen Ambiente des 1772 erbauten Schlosses Miel konnten der Vorsitzende des MIT-Regionalverbands Linksrheinisch, Stefan Lütke, und der Vorsitzende der Jungen Union Rhein-Sieg, Thomas Oster, zahlreiche Gäste begrüßen, unter ihnen auch den Landtagskandidaten für den linksrheinischen Wahlkreis, Oliver Krauß, und den Kreiswirtschaftsförderer Dr. Hermann Tengler.

Emmerich Müller zeichnete zunächst die Entwicklung von Bankenpleiten, weltweiten Finanz- und Währungskrisen, die zunehmende Staatsverschuldung sowie deren Folgen auf und stellte die Frage: „Was mache ich konkret in einer solchen Situation mit dem eigenen Vermögen?“ Die Antwort darauf, so Müller, sei einfach und schwierig zugleich. Es gelte besonders, die Risiken zu verteilen. In einer solchen diversifizierten Vermögensstruktur wären Sachwerte wie Immobilien, Gold und besonders Aktien von großer Bedeutung. Das gelte auch und gerade für Kleinsparer. „Aktien sind nicht so teuer wie Immobilien und immer noch niedrig bewertet. Diese dürfen aber nur in dem Maß im Vermögensportfolio vertreten sein, wie der Sparer auf den Betrag nicht dringend angewiesen ist. Das Risiko von Kursschwankungen muss für die bessere Rendite in Kauf genommen werden“, so sein Statement.

Wie groß das Interesse an diesem hochkomplexen und aktuellen Thema war, zeigte die anschließend lebhafte Fragerunde: Wie viel soll ich in Aktien anlegen? Ist in Deutschland eine Immobilienblase zu erwarten? Wie baue ich eine solide Altersvorsorge auf? Welche Konsequenzen haben der Brexit, die Wahl von Donald Trump sowie die Politik der EZB? Diese und viele weitere Fragen wusste Müller kenntnisreich und für alle verständlich zu beantworten.

„Wir freuen uns sehr, dass wir heute Abend mit Emmerich Müller einen Top-Mann der deutschen Wirtschaft bei uns zu Gast haben durften. Das war ein toller und sehr informativer Abend auf hohem Niveau“, zog der Vorsitzende der MIT Rhein-Sieg, Norbert Nettekoven, das Resümee einer gelungenen Veranstaltung. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Veranstaltung eine Sternstunde zu diesem komplexen Thema war.

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Kommentare
Uwe Klasen:
"Der drohende Klimakollaps" ---- Für die Durchsetzung freiheitsfeindlicher Ziele werden die Lügen, zu einer möglichen Klimaänderung, sei es etwas wärmer oder kälter, immer dreister!
Uwe Klasen:
Und so radelt Herr Oster durch ein Land, welches beinahe die höchste Steuer und Abgabenquote auf dem Planeten hat und wofür? Ein baufälliges Straßen- und Bahnsystem, baufällige Schulen, schlechtes Telefonnetz, die höchsten Strompreise, zunehmend mangelnde Sicherheit, Ausweiskontrollen vor Freibädern, eine immer rudimentärere Form der medizinischen Versorgung, einhergehend mit sinkendem Rentenniveau. Das ganze gewürzt mit Klimahysterie! Willkommen in ihrem Wahlkreis 2019!
Uwe Klasen:
Vielleicht möchte Herr Metzler mehr solcher Aussagen, wie von Elfriede Handrick (Vorstand der SPD-Wustermark) im ZDF geäußert, hören: „Ich finde es nicht richtig, dass man immer die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ernst nehmen muss. Was haben die denn für Sorgen und Nöten? Ich kann das nicht verstehen!“
Martin Esser:
Sehr geehrter Herr Metzler, als demokratische und rechtsstaatlicher Partei hat die AfD wie jede andere Partei das Recht, Pressemeldungen zu aktuellen Themen zu verfassen. Das hat nichts mit Werbung zu tun, sondern dient der Information der Bevölkerung. Mit freundlichem Gruß Martin Esser (Fraktionsvorsitzender der AfD-Stadtratsfraktion)
Hagen Metzler:
Das Thema ist in der Tat ein sehr ärgerliches und die Zumutung an die Bürger wird auf die Probe gestellt. Aber seit wann ist der Blick aktuell eigentlich zu einer Werbezeitung für die AfD geworden? Schöner hätte es die AfD selber auf ihren Facebook-Seiten nicht formulieren können.
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