Politik | 09.02.2021

SPD kritisiert Einstellung ohne Beteiligung des Gemeinderates

Teurer persönlicher Referent

Gemeinde Wachtberg. Kaum im Amt stellt Jörg Schmidt zu seiner Entlastung und ohne Beteiligung des Gemeinderates einen persönlichen Referenten ein. Das kostet die Gemeinde jährlich rund 50.000 Euro und verklärt seinen Nimbus als Verwaltungsfachmann.

Jörg Schmidt hat im Wahlkampf seine Expertise als Verwaltungsfachmann und Manager gegenüber seinen Mitbewerbern besonders herausgestellt. Kaum im Amt entlastet er sich von ureigenen Aufgaben eines Bürgermeisters, die er in einer kleinen Gemeinde wie Wachtberg nun mal selbst zu erledigen hat. Die Geschäftsführung des Verwaltungsvorstandes wäre seine Aufgabe gewesen. Für die Aufbereitung und Vorbereitung von anstehenden Themen hat er seine Verwaltungsmitarbeiter. Für die Umsetzung der Beschlüsse des Gemeinderates hätte er seine Fachbereichsleiter in die Pflicht nehmen können. Mit diesen Aufgaben betraut er nun das CDU und Stadtratsmitglied von Sankt Augustin, den Studenten Benedikt Bungarten. Ob der Bürgermeister seinen Referenten ohne Beteiligung des Gemeinderates dauerhaft unter Verweis auf während der Elternzeit freie Stellen hätte einstellen dürfen, wird noch zu klären sein. Entgegen den mit seiner Wahl als Verwaltungsfachmann verbundenen Erwartungen macht sich der Bürgermeister nun einen schlanken Fuß und verhilft gleichzeitig einem Studenten und CDU-Mitglied zu Arbeit und Brot. Dass Herr Schmidt für das Anschieben, die Prüfung und Bearbeitung von strategischen Aufgaben, die Expertise von Herrn Bungarten braucht überrascht schon. Auch seinen Herzenswunsch, die Digitalisierung der Gemeindeverwaltung voranzubringen, hätte er sich möglicherweise mit der Expertise von externen Sachverständigen günstiger erfüllen können. Warten wir also ab, durch welche Aktivitäten unser neuer Bürgermeister sonst noch auffällt und inwieweit die Grünen sein Handeln für Gut heißen. Der Fraktionsvorsitzende der Wachtberger SPD Andreas Wollmann sagte dazu: „Wir haben uns in der Causa ‚Impfung des Bürgermeisters‘ mit vorschnellen Kommentaren sehr zurück gehalten. Wir wollten und wollen erst alle Fakten prüfen. Hier ist es aber so, dass der Bürgermeister Schmidt den Bogen überspannt hat, dies stellt sowohl seine menschliche und fachliche Befähigung in Frage und muss Konsequenzen haben.“

Pressemitteilung
SPD-Fraktion Wachtberg

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