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Stadtratsfraktion Bündnis90/Die Grünen Koblenz

Unattraktiv, verwirrend und gefährlich

Verkehrsknotenpunkt an der Kurt-Schumacher-Brücke

Unattraktiv,
verwirrend und gefährlich

Dr. Carolin Schmidt-Wygasch (Ratsmitglied), Martin Schmidt (Kreissprecher Grüne Koblenz), Dr. Ulrich Kleemann (Ratsmitglied), Gregor Höblich (Vorstand Grüne Koblenz) und Carl-Bernhard von Heusinger (Fraktionsvorsitzender) bei einem Ortstermin. Foto: privat

07.07.2020 - 09:54

Koblenz. Die von der Stadtverwaltung für die Stadtratssitzung am 2. Juli 2020 vorgelegte Planung für den Knotenpunkt Kurt-Schumacher-Brücke stellt für Radfahrende eine erhebliche Verschlechterung gegenüber der jetzigen Situation dar. So soll eine bestehende, vom PKW-Verkehr getrennte Verkehrsverbindung für Radfahrende in Richtung Kurt-Schumacher-Brücke und Moselufer zurückgebaut und der Radverkehr auf einen gefährlichen Umweg geschickt werden. Davon überzeugten sich Ratsmitglieder bei einem Ortstermin.

„Ich bin fassungslos, dass im Jahr 2020 eine solche fahrradunfreundliche Planung durch die Verwaltung vorgelegt wurde. Wir fordern daher dringend Nachbesserungen, um den Radverkehr in Koblenz zu fördern und nicht zu behindern“ so Fraktionsvorsitzender Carl-Bernhard von Heusinger. Problematisch ist aus Sicht der Grünen Fraktion, dass der Radverkehr zwischen Verwaltungszentrum und Koblenzer Straße gleich dreimal die Vorfahrt des Autoverkehrs beachten soll und teilweise auf dem Kreisverkehr mitgeführt wird. Der Saarkreisel zeigt, dass ein solcher Kreisverkehr eine gefährliche Hürde für Radfahrende darstellt.

„Hier wird eine neue Verkehrsanlage geplant mit einer uneindeutigen Radverkehrsführung, eng aufeinander folgenden Querungssituationen und vor allem einer gefährlichen Mitführung auf der Straße bei erwartbar hohen Kfz- und Schwerlastzahlen,“ so Gregor Höblich, Mitglied des Kreisvorstandes „Das ist nicht nur hochgradig unattraktiv, es ist sogar anzuzweifeln, dass diese vermurkste Planung überhaupt den gesetzlichen Anforderungen entspricht.“

Die Grünen verweisen darauf, dass die Stadt Koblenz im neuen Klimaschutzkonzept eine Verdopplung des Radverkehrs bis 2030 auf ca. 16 % anstrebt. „Mit einer solch schlechten Planung wird dieses Ziel nicht zu erreichen sein“ so Stadtratsmitglied Dr. Ulrich Kleemann. Das Bürgerpanel 2019 zeigte eine hohe Unzufriedenheit der Koblenzer Bürgerinnen und Bürger mit der Verkehrssituation für Radfahrende. Der Zustand von Radwegen erreichte eine Zufriedenheit von nur 27 Punkten (von 100 Punkten, d.h. überhaupt nicht zufrieden) und bei der Sicherheit von Radwegen im Straßenverlauf sogar nur 23 Punkte. Um den Radverkehr nachhaltig zu fördern, sind daher nach Meinung der Grünen sowohl mehr als auch sicherere Radwege erforderlich. „Wir fragen uns, wann Herr Baudezernent Flöck endlich zukunftsweisende und sichere Radwege planen will, damit die Verkehrswende gelingen kann, die in anderen Städten längst begonnen hat“, so Carl-Bernhard von Heusinger.

Pressemitteilung

Stadtratsfraktion

Bündnis90/Die Grünen Koblenz

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10.07.2020 19:02 Uhr
juergen mueller

Mich wundert nix mehr.
Hauptsache man hat ein Klimaschutzkonzept in der Schublade.
Die kann man ja zumachen, abschließen und solange warten, bis eine Überarbeitung des Klimaschutzkonzeptes erforderlich wird, weil man eine Umsetzung wissentlich mal wieder "verpennt" hat.
KOBLENZ - eine Stadt, die gerne auf fremde Züge aufspringt, aber vergisst an der richtigen Haltestelle wieder auszusteigen.



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Kommentare
Tobias S.:
Herr Schmidt, in welcher Welt leben Sie? Gehen Sie raus und schauen sich die Wälder an. Das die Fichten sterben sieht man von weiten. Ja ich weiß, Fichten gehören hier nicht hin und wurden ihrer Meinung nach nur aus Profitgier gepflanzt. Es sind aber die Laubbäume in Mischwäldern die massiv leiden. Buche, Eiche, Birke, Kirsche alle zeigen mittlerweile Schäden in den Kronen. Was mich wirklich erschreckt, es passiert nicht nur dort wo es wirklich zu trocken ist, Hänge des Rhein- und Ahrtals, sondern auch auch in der Nähe zu Flüssen. Hier sollte der Grundwasserspiegel für eine ausreichende Wasserversorgung ausreichen, trotzdem lichten sich die Kronen und man sieht vermehrt welke Zweige. Den Bäumen wird es wohl einfach zu warm... Also hören Sie auf Waldsterben, Klimawandel, Dürre als Lobbyismus zu bezeichnen.
Titus von Unhold:
Da hat mal wieder ein Spezialexperte keine Ahnung. Das "Waldsterben 1.0" konnte verhindert werden weil binnen fünf Jahren weltweit(!) bei allen Industrieanlagen Entschwefelungsanlagen nachgerüstet werden mussten.
S. Schmidt:
Es gab noch nicht einmal ein Waldsterben 1.0, immer dieser Lobbyismus, hier spricht nur die Gier nach noch mehr Steuergeld. Den Wäldern ginge es Prima, wäre diese nicht Gnadenlos auf Profit (Holzernten) ausgelegt. (Ur)-Wäldern machen Trockenzeiten und Schädlinge bedeutend weniger aus!
Jesko:
Bloß kein Stück zur Normalität zurückkehren und den Bürgern in den harten Zeiten etwas zum Thema Freizeit oder Unterhaltung bieten. Stattdessen Investoren Gespräche und neue Gewerbegebiete fordern. Wie man die CDU kennt und liebt. Lobbyarbeit vor Bürgerinteressen stellen.
Gabriele Friedrich:
Wenn der Mann eine Sauftour durch Melsbach gemacht hat, war er in Kneipen und man kennt sich.Also haben andere ihn auch fahren "lassen". Das ist heute kein Kavaliersdelikt mehr. Ein Taxi gerufen, Schlüssel abgenommen- so macht man das. Schön doof- trotzdem.
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