Politik | 03.02.2015

Grünfläche hinter dem Alten Kloster in Heimerzheim wird vorerst nicht angetastet

„Untere Erft“ wird nicht verkauft

Investor hat sein Angebot zurückgezogen

Heimerzheim. Die Grünfläche hinter den Gebäuden der „Unteren Erft“ und des Alten Klosters in Heimerzheim wird jetzt doch nicht verkauft. Das beschloss der Swisttaler Hauptausschuss einstimmig in seiner jüngsten Sitzung. In der Dezember-Sitzung des Gemeinderates hatte Bürgermeister Eckhard Maack noch von einem Angebot berichtet, auf dem 1800 Quadratmeter großen Gelände zwei altersgerechte Wohnhäuser mit jeweils sechs barrierefreien Wohnungen zu bauen. Doch mittlerweile habe der private Investor sein Angebot förmlich wieder zurückgezogen. Daraufhin hatte die FDP-Fraktion beantragt, für das Gelände, auf dem noch das alte Verwaltungsgebäude des früheren Landhandels „Untere Erft“ steht, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, das die gesamte Umgebung mit einschließen solle. Dabei solle auch eine andere Nutzung geprüft werden, beispielsweise mit einer Nahversorgung. Man könne sich auch vorstellen, die Bevölkerung beispielsweise im Rahmen eines Ideenwettbewerbs an der Konzeption zu beteiligen.

Verkaufsaktivitäten sofort einstellen

Doch dazu wird es vorerst nicht kommen, denn sowohl Günter Tappeser (CDU) wie auch Joachim Euler (SPD), Udo Ellmer (Grüne) und Karl Heinz Peters (Bürger für Swisttal) waren sich darin einig: „Wir sollten die Verkaufsaktivitäten sofort einstellen.“ Es gebe keinen Grund für übermäßige Eile, darüber hinaus sei die Grünfläche für die Bewohner der umliegenden Häuser und für die Heimerzheimer insgesamt zu wichtig. Schließlich würden dort immer noch eine Reihe von dörflichen Aktivitäten, wie bis vor Kurzem das Junggesellenfest, abgehalten.

Bau eines Seniorenwohnheims

Abgesehen davon entstehe schon bald in direkter Nachbarschaft ein größeres Seniorenwohnheim, was ohnehin städtebauliche Auswirkungen auf diesen Bereich habe. Man wolle deshalb zuerst abwarten, bis das fertig sei, um die neue städtebauliche Situation zu begutachten und dann zu entscheiden, wie man weiter vorgehen wolle. Wenn man der Ansicht sei, auf der Grünfläche müsse etwas geschehen, könne sich dann immer noch der Ausschuss für Umwelt, Wirtschaftsförderung und Energie mit dem Thema befassen. Andererseits habe der Pächter der Klosterstuben auch schon ein gewisses Interesse signalisiert, der damit seinen Biergarten erweitern könnte.

Arbeitskreis möchte Museum einrichten

Mittlerweile hat auch der „Arbeitskreis Heimat Heimerzheim“ im Ortsausschuss für Heimat und Kulturpflege ein Memorandum verfasst, in dem man sich mit einem möglichen Gemeinde- oder Heimatmuseum im Gebäude der „Unteren Erft“ beschäftigt. Wie in vielen mittleren Gemeinden fehle es nämlich auch in Swisttal an einer zentralen musealen Einrichtung. Dabei sei das frühere dörfliche Leben in den einzelnen Dörfern durchaus bemerkenswert, ebenso die heimische Landwirtschaft, das Handwerk, die kulturellen Gewohnheiten, manche Geräte und Arbeitstechniken wie auch zivilisatorische Leistungen. Damit habe eine museale Grundidee durchaus eine solide Grundlage. Eine Präsentation an zentraler Stelle wäre nach Ansicht des Arbeitskreises im besten Sinne ein Heimatmuseum, das weder ein Haus der regionalen Geschichte sei noch den Anspruch auf lückenlose Abdeckung der präsentierten Bereiche erhebe.

Als Ort des „Swisttal-Museums“ biete sich das historische Gebäude „Untere Erft“ an. Zudem gebe es durchaus schon beachtliches Material an verschiedenen Stellen, das nur zusammengetragen werden müsse. Und im Gebäude selbst seien auch noch einige museale Komponenten vorhanden, etwa die Getreide-Aufbereitung, die alten Getreidespeicher, die historischen Fördereinrichtungen und Getreidetrockenanlagen sowie noch vorhandene Dokumente. Nicht zuletzt lasse sich dort auch noch mietfrei zusätzlich das Swisttaler Gemeindebüro unterbringen

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