Politik | 27.11.2017

Neuaufnahmen, Beförderungen und Ehrungen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung

Verbandsgemeindefeuerwehrtag in Thür

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz (Mitte) leitete in seiner Eigenschaft als oberster Chef der VG-Wehren die Veranstaltung. Die FFw Thür hatte die Bühne in der Mehrzweckhalle u.a. mit einer Pumpe aus dem Jahre 1956 dekoriert.

Thür. Der stellvertretende Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Thür, Tim Skubch begrüßte zahlreiche Besucher in der Mehrzweckhalle zum Verbandsgemeindefeuerwehrtag mit den Worten: „Es ist mir eine besondere Ehre, Sie hier in Thür begrüßen zu dürfen. Dieser Tag dient dazu, verdiente Kameradinnen und Kameraden auszuzeichnen und neue Kräfte für die Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Mendig zu verpflichten. Zunächst gilt mein Dank den Kameradinnen und Kameraden, die jedes Jahr zahlreiche Stunden opfern, um sich für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Verbandsgemeinde einzusetzen.“

Sodann gab Tim Skubch das Wort an VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, der die Versammlung in seiner Eigenschaft als oberster Chef der Feuerwehr offiziell eröffnete. Zunächst bedankte er sich bei dem Thürer Ortsbürgermeister Rainer Hilger für die Zurverfügungstellung der Mehrzweckhalle. Sodann begrüßte er alle anwesenden Kameraden und Kameradinnen aus den Wehren der Verbandsgemeinde sowie den Kreisbeigeordneten Rudi Zenz, den Kreisfeuerwehrinspekteur Rainer Nell , die Beigeordneten Joachim Plitzko (VG-Mendig) und Konrad Böhnlein (Stadt Mendig) sowie die beiden Mitarbeiter der Verwaltung Otmar Schüller und Christopher Wittig. Nicht zuletzt ging sein Dank an die FFw Thür für die Ausrichtung der Veranstaltung. In seiner anschließenden Rede ging VG-Bürgermeister Jörg Lempertz auch auf die Geschichte der Thürer Feuerwehr ein: „Die Feuerwehr in Thür blickt auf eine lange und spannende Vergangenheit zurück. So wurde 1897 ein Brand-Corps gebildet, für das damals Spritzenmeister, Rohrführer, Leitermeister, Hakenmeister und weitere Gehilfen bestellt wurden und insgesamt 28 Personen umfasste. 1906 wurden die Brandcorps abgeschafft und Pflichtfeuerwehren gebildet, die dann 1924 von der ersten Freiwilligen Feuerwehr Thür abgelöst wurden. Diese zählte schon bald 36 Mitglieder und war mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren die jüngste Wehr in Rheinland-Pfalz. Im Jahr 1953 erhielt die Feuerwehr ein neues Depot auf dem Pitschen-Anwesen. 1972 folgte der Umzug in die Gartenstraße, wo das Feuerwehrgerätehaus sich heute noch befindet. Waren damals noch Feuerwehrlöscheimer im Einsatz, verfügt die Feuerwehr Thür, wie alle unsere Ortswehren über wasserführende Fahrzeuge, zwei Tragkraftspritzenfahrzeuge (TSF-W) und eine Anhängeleiter sind in Thür stationiert. Aber auch das Einsatzgebiet der Feuerwehren entwickelte sich seit jenen Tagen stetig fort.

Reaktion auf den Wandel der Zeit

Auf den Wandel der Zeit musste auch im Bereich Brandschutz auf den technischen Fortschritt und die damit verbundenen neuen Gefahren reagiert werden. So müssen auch heute noch die Anforderungen an Ausrüstung und Ausbildung der Einsatzkräfte ständig angepasst und fortentwickelt werden. Diese Investitionen sind meist sehr kostenintensiv, aber dennoch notwendig, sowohl für den Schutz der Einsatzkräfte, als auch für den Schutz der in Not geratenen Menschen. Auch wenn nicht alle Wünsche erfüllt werden können, so ermöglichen wir alles, was einsatztechnisch notwendig, und finanziell verantwortbar ist.“

Aktuelle und zukünftige Investitionen

2015 Anschaffung eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges (HLF 20/16) für die Feuerwehr Mendig (337.000 Euro). 2016 Anschaffung von zwei Mittleren Löschfahrzeugen für die Feuerwehren Rieden und Volkesfeld (358.000 Euro). 2017 Anschaffung zweier Mehrzweckfahrzeuge I (70.000 Euro). Geplant für 2018: Neue Schutzbekleidung für die Atemschutzgeräteträger (100.000 Euro). Für 2019: Anschaffung eines in Mendig stationierten Rüstwagens durch die Kreisverwaltung (400.000 Euro). Stationierung eines Löschfahrzeuges 20 Katastrophenschutz (LF20 KatS) durch den Bund bei der Feuerwehr Bell, (geschätzte Kosten: 340.000 Euro) und für 2020: Anschaffung eines neuen ELW 1 für die Feuerwehr Mendig (120.000 Euro).

„Es steht mithin vieles an, alleine von der Zielsetzung getragen, für eine bestmögliche Ausstattung der Feuerwehr und damit für einen optimalen Schutz der Bevölkerung zu sorgen. Neben der Ausstattung ist das wichtigste aber der Mensch! Kameradinnen und Kameraden, die sich einbringen, ihre Freizeit zugunsten unserer Mitmenschen opfern und rund um die Uhr ihren Mann/Frau stehen, wenn Notlagen gelöst werden müssen.

Der Erste Beigeordnete Rudi Zenz dankte den anwesenden Kameraden und Kameradinnen im Namen des Landkreises und im Namen von Landrat Dr. Alexander Saftig für ihr hervorragende Arbeit und den unablässigen Einsatz.

Wehrleiter Stephan Schüller brachte in seiner Rede zunächst seine Freude darüber zum Ausdruck, dass es gemeinsam gelungen war, die Veranstaltung noch in diesem Jahr durchzuführen. „Vom Datum her könnte man sie als die erste gemeinsame Weihnachtsfeier der VG-Wehren bezeichnen - so spät im Jahr hat nach meinem Wissen noch nie ein VG-Feuerwehrtag stattgefunden“, so der Wehrleiter, der in einem Rückblick feststellte, dass es nach einsatzreichen Jahren 2015 und 2016 mit 313, bzw. 434 Einsätzen, in diesem Jahr -bis dato- 250 Einsätze waren.“ Was die Ausrüstung angehe, sei man auf einem guten Weg. Neben neuen Fahrzeugen werde aus dem jährlichen Budget für jede Einheit eine moderne Wärmebildkamera beschafft und alle Atemschutzgeräteträger erhielten eine neue, hochmoderne PSA.

Neue, modernere Dienstkleidung

Außerdem werde 2018 damit begonnen, die Ausgeh-Uniformen gegen eine neue, moderne Dienstkleidung auszutauschen, was sich jedoch bis in das Jahr 2020 hinziehen könne, so Wehrleiter Stephan Schüller, der sich bei allen Kameraden und Kameradinnen, aber auch bei allen politisch Verantwortlichen für die geleistete Arbeit, bzw. die Unterstützung im Jahr 2017 bedankte und allen eine ruhige sowie friedliche Advents- und Weihnachtszeit wünschte.

Nach einem abschließenden Grußwort des Kreisfeuerwehrinspekteurs Rainer Nell, der sich u.a. im Nachhinein noch einmal ausdrücklich für das großartige Engagement der VG-Wehren während des Einsatzes für Rock am Ring in Mendig bedankte, wurden insgesamt 14 neue Wehrmänner und -frauen verpflichtet. Außerdem nahmen VG-Bürgermeister Lempertz und Wehrleiter Schüller insgesamt 25 Beförderungen vor und nicht zuletzt wurde Jörg Fritzen für seine 25 Jahre währende Mitgliedschaft und Wolfgang Adams aus Volkesfeld für 35 Jahre aktiven Dienst bei der Freiwillen Feuerwehr geehrt.

Bei dem anschließend von der FFw Thür ausgerichteten Feuerwehrfest ließen die Wehrleute es sich bei leckerem Essen, guten Getränken (es gab auch eine Cocktailbar) und toller Musik bis in die späten Abendstunden hinein so richtig gut gehen. FRE

Gleich fünf Mitgliedsurkunden konnte VG-Bürgermeister Jörg Lempertz an den Nachwuchs für die Jugendfeuerwehr überreichen.

Gleich fünf Mitgliedsurkunden konnte VG-Bürgermeister Jörg Lempertz an den Nachwuchs für die Jugendfeuerwehr überreichen.

Ehrung für zwei langjährige aktive Mitglieder. V. links: Wehrleiter Stephan Schüller, VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, Kreisfeuerwehrinspekteur Rainer Nell, Jörg Fritzen (25 Jahre Mitglied der FFw), Joachim Plitzko (1. Beigeordneter der VG Mendig), Wolfgang Adams (35 Jahre Mitglied bei der FFw), Konrad Böhnlein (Beigeordneter der Stadt Mendig) und der Kreisbeigeordnete Rudi Zenz.

Ehrung für zwei langjährige aktive Mitglieder. V. links: Wehrleiter Stephan Schüller, VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, Kreisfeuerwehrinspekteur Rainer Nell, Jörg Fritzen (25 Jahre Mitglied der FFw), Joachim Plitzko (1. Beigeordneter der VG Mendig), Wolfgang Adams (35 Jahre Mitglied bei der FFw), Konrad Böhnlein (Beigeordneter der Stadt Mendig) und der Kreisbeigeordnete Rudi Zenz.

14 junge Feuerwehrmänner und -frauen wurden in die FFw der VG Mendig aufgenommen.

14 junge Feuerwehrmänner und -frauen wurden in die FFw der VG Mendig aufgenommen.

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz (Mitte) leitete in seiner Eigenschaft als oberster Chef der VG-Wehren die Veranstaltung. Die FFw Thür hatte die Bühne in der Mehrzweckhalle u.a. mit einer Pumpe aus dem Jahre 1956 dekoriert.

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