Leserbrief zumTop-Thema: Tod von Niklas P. bleibt ungesühnt
Verbrecher feiern Sieg über Justiz
Es ist beschämend: Geschützt von Mauern des Schweigens, falschem Ehrgefühl und krimineller Gruppendynamik erringen die Täter vom 7. Mai 2016 in Bad Godesberg einen faulen Sieg über den Rechtsstaat. Wie verroht diese Typen sind, zeigt schon die Tatsache, dass nicht einmal der Tod ihres unschuldigen Opfers die Täter zum Reden bringen konnte.
Dennoch muss man auch der Justiz bzw. der Staatsanwaltschaft vorwerfen, dass sie nur einen eizelnen Verdächtigen vor Gericht zog, anstatt die gesamte Gruppe wegen gemeinschaftlichen Totschlags anzuklagen.
Was mag wohl in der bedauernswerten Mutter vorgehen, die ihren geliebten Sohn nur deswegen verloren hat, weil eine gewaltbereite Gruppe jugendlicher Krimineller solange auf ihr Kind eingetreten und eingeschlagen hat, bis er seinen Verletzungen erlag.
Was sind das nur für Menschen, die nicht einmal im Angesicht eines Toten zur Einsicht kommen.
Die Realität ist eben doch etwas anderes als ein Ballerspiel, bei dem man einfach ein Level zurückgeht und schon steht der „Tote“ wieder auf.
Wenn der jetzt wegen Mangels an Beweisen Freigesprochene wenigstens nach der Urteilsverkündung der Mutter gegenüber sein Beileid ausgesprochen hätte, könnte ich das Urteil des Bonner Gerichts noch tolerieren. So aber bleibt ein fauler Nachgeschmack, der mich zum K... reizt.
Hans Bachus, Neuwied