Stadtrat plant Investitionen trotz leerer Kassen und hohem Schuldenstand
Vermögenshaushalt großer Posten im Haushalt 2017
Neuwied. Trotz leerer Kassen und hohem Schuldenstand investiert Neuwied in die Zukunft und den Bestand seiner Immobilien und Straßen. Einig waren sich die Ratsmitglieder, dass aufgeschobene Modernisierungen und Instandhaltungen in Zukunft nur mit noch höherem Kostenaufwand durchzuführen sind. Oberbürgermeister Nikolaus Roth zählte die energetischen Sanierungen der Friedrich-Ebert-Grundschule in Oberbieber und der Grundschule an der Wied in Niederbieber auf. Angegangen werden beide Maßnahmen Dank des kommunalen Sonderinvestitionsprogramms. Besonders viel Geld gibt Neuwied für die Straßeninstandhaltung aus. „Wichtige Straßenbau- und Ausbaumaßnahmen werden in 2017 fortgesetzt bzw. in Angriff genommen. Auch wenn die Finanzierungen bereits in den Vorjahren dargestellt wurden, zählen dazu die jetzt laufenden Ausbaumaßnahmen des Sandkauler Weges als auch der bevorstehende Ausbau der Marktstraße“, kündigte Nikolas Roth an. Er versicherte, dass der Verwaltung die damit einhergehenden Probleme für Anlieger und Geschäfte bekannt seien und man seitens der Verwaltung bestrebt ist, die Auswirkungen möglichst zu reduzieren. Für die Langendorfer Straße gebe es noch keine Finanzierung, sodass der Ausbau weiter nach hinten verschoben wird. Der Oberbürgermeister versprach aber, dass zumindest die Erneuerung der desolaten Fahrbahnoberdecke angegangen wird. Für dieses Jahr erinnerte der Oberbürgermeister am Weiterbau des Deichvorgeländes. Auch mit dem Radweg zwischen Engers und Neuwied könne nun begonnen werden. Die Maßnahme sei ausfinanziert. Unzufrieden zeigte er sich aber damit, dass die SGD Nord eine wassergebundene Decke fordert. Die führe durch die Hochwasser zu wirtschaftlichen Nachteilen. Eine Teer- und Asphaltdecke kommt nach Ansicht der SGD nicht in Frage, weil diese sich zu stark erwärmt und dadurch Amphibien anlocke, die dann von Nutzern des Radwegs überfahren werden.
Zum Dauerbrenner ist die Deichkrone geworden. Konkret gibt es immer noch nichts Neues. Nikolaus Roth versicherte aber, dass derzeit intensive Gespräche zur zukünftigen Nutzung stattfänden. Das Ziel der Verwaltung sei es, die Reaktivierung möglichst zeitnah mit der Fertigstellung der Umgestaltung des Deichvorgeländes zu erreichen. Für die nahe Zukunft kündigte er ein entsprechendes Verfahren, insbesondere unter Beteiligung der Öffentlichkeit, an. FF
