Politischer Aschermittwoch der SPD in der Koblenzer Brauerei
„Vieles wurde nur erreicht, weil Menschen ehrenamtlich geholfen haben“
Als Hauptrednerin unterstrich Bundesministerin Andrea Nahles die Wichtigkeit einer hohen Wahlbeteiligung
Koblenz. Wieder einmal ausverkauft war die Koblenzer Brauerei beim traditionellen Politischen Aschermittwoch der SPD aus Koblenz und Mayen-Koblenz.
In seiner Begrüßung machte der Koblenzer SPD-Vorsitzende und Landtagskandidat David Langner deutlich, dass die SPD gute Argumente auf ihrer Seite habe. „Eine gute gesundheitliche und pflegerische Versorgung bewegt die Menschen. Die SPD hat mit den 135 Pflegestützpunkten im Land ein flächendeckendes Netz mit kostenfreien Beratungen installiert. Bayern hat lediglich sieben solcher Anlaufstellen. Mit der Gemeindeschwester plus und dem Pflegemanager weiten wir unsere Angebote weiter aus“, legte Langner dar. Der Landtagskandidat verwies auf die Rekordzahl von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen in Rheinland-Pfalz. „Wir lassen aber nicht nach, um die Rahmenbedingungen für Wachstum und Beschäftigung weiter zu verbessern, deshalb wollen wir mehr Geld in Infrastruktur wie Straßenbau und Digitalisierung aufwenden.“
Scharf kritisierte Langner die CDU für ihr Ziel, die Gebührenfreiheit in den Kitas abschaffen zu wollen. Die CDU habe nie glaubhaft darlegen können, welche Einkommensgruppen davon betroffen seien. Daher werde es Familien treffen, die auf ein doppeltes Einkommen angewiesen seien, nicht um im Luxus zu leben, sondern um ihren einfachen Lebensunterhalt zu bestreiten. Hauptrednerin des Abends war Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles. Sie ging in ihrer Rede auf das „Schattenkabinett“ der CDU ein: „Herr Fuchs soll ja Wirtschaftsminister werden. Nicht nur, dass er in der Energiepolitik am Gestern festhält, beim Mindestlohn war es Fuchs, der vor mehr Arbeitslosen gewarnt hat - das Gegenteil ist der Fall“. Nahles warb für eine hohe Wahlbeteiligung. Sie glaube, dass es am 13. März um mehr ginge als um eine neue Landesregierung: „Es geht um die Zukunft der Demokratie, um Werte wie Toleranz, Meinungsfreiheit, Weltoffenheit und Solidarität.“ In seinem Schlusswort hob Landtagskandidat Clemens Hoch aus Andernach nochmals die vielschichtige Arbeit der zahlreichen Ehrenamtlichen im Land hervor: „Gerade in Bezug auf die Flüchtlinge haben wir vieles nur erreicht, weil Menschen angepackt und geholfen haben.“ Detlev Pilger blieb zum Ende der Veranstaltung eine besondere Ehre: Gemeinsam mit Nahles und Langner und dem Ortsvereinsvorsitzenden Thorsten Schneider ehrte er Georg Dwehus für 60 Jahre Mitgliedschaft und seinen 85. Geburtstag. Außerdem überreichte er Urkunden an Hans Nell für 50 Jahre, seinem Sohn Rolf Nell für 35 Jahre Mitgliedschaft und seiner Enkelin Nina das Parteibuch der SPD als Neumitglied.
Pressemitteilung
Bürgerbüro
Detlev Pilger, MdB (SPD)
David Langner hob das Ziel der SPD hervor, die Rahmenbedingungen für Wachstum und Beschäftigung weiter zu verbessern.
