Politik | 27.12.2023

Stadt Neuwied zieht positives Fazit für das Jahr 2023

Vom Weltmeister-Empfang bis zum Unesco-Siegel

Basketball-Weltmeister Isaac Bonga wurde am Jugendzentrum BigHouse ein gebührender Empfang bereitet.  Foto: Franz-Josef Dehenn

Neuwied. 2023 war ein von großen Krisen geprägtes Jahr. Doch anders als auf der „großen Bühne“ fällt die Bilanz vor Ort deutlich erfreulicher aus. Denn die Stadt Neuwied blickt auf ein für sie insgesamt sehr erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Viele Projekte mit jahrelanger Vorlaufzeit – teilweise noch auf Basis des „Netzwerks Innenstadt“ - sind nun auch sichtbar in Bewegung gekommen. „Es entsteht etwas, es geht etwas voran“, hält Oberbürgermeister Jan Einig zufrieden fest und richtet dabei den Blick vor allem auf die Baustellen in der Innenstadt. Mögen sie auch zunächst lästig sein: Sie sind der Grundstein dafür, dass die City schön(er) wird.

So ist Anfang des Jahres nicht nur der letzte Bauabschnitt der „neuen“ Marktstraße abgeschlossen worden, vor allem haben die umfassende Neugestaltung des Marktplatzes und die Grundsanierung der Wilhelmstraße begonnen - und liegen gut im Zeitplan. In den kommenden Wochen startet dann auch die Neugestaltung der Schloßstraße, wenig später beginnt die Attraktivierung des Luisenplatzes, der das so häufig geforderte Wasserspiel bekommt. „Da das Wasserspiel abschaltbar ist, kommen wir damit unseren beliebten Großveranstaltungen nicht in die Quere. An normalen Tagen aber verkleinert das zusätzliche Element den großen Platz und macht ihn so gemütlicher. Diesen Effekt haben wir ja schon im Spätsommer erleben dürfen, als an gleicher Stelle das Gläserne Studio des SWR stand“, erinnert die Oberbürgermeister.

Belebung der Innenstadt

Parallel dazu haben Stadtmarketing und Citymanagement ein Programm zur Belebung der Innenstadt auf die Beine gestellt. So ist in der ehemaligen Bäckerei Geisen das Innenstadtlabor eröffnet worden: eine Testfläche, auf der potenzielle Betreiber ihre Geschäftsidee einmal ausprobieren und Netzwerke aufbauen können. Mit dem „World Street Painting Festival“ und der „Dino-City“ gab es außerdem zwei Sonderaktionen, die nicht nur Tausende Menschen in die Stadt gelockt, sondern die auch dazu geführt haben, dass diese Menschen mit fröhlichen Fotos beste – und kostenlose - Werbung für Neuwied gemacht haben. Aufgrund des großen Erfolges soll 2024 mit dem Sandskulpturenfestival eine ähnliche Aktion folgen.

Schwarze Zahlen

Unabhängig von den aktuellen Projekten hat die Stadtverwaltung im ablaufenden Jahr auch eine wichtige Basis gelegt. Beigeordneter und Finanzdezernent Ralf Seemann einen Haushaltsplan mit schwarzen Zahlen vorgelegt – den ersten seiner Art in Neuwied nach 30 Jahren. „Das war ein langer und manchmal auch schmerzhafter Weg, aber er eröffnet uns Perspektiven. Wir sind auf dem Weg, endlich wieder selbstständig gestalten zu können“, unterstreicht der OB, der auch deshalb das Thema Gewerbeansiedlungen zur Chefsache gemacht hat. „Das ist für uns als Stadt die beste Möglichkeit, dauerhaft unsere Einnahmen zu steigern“, sagt er – wohl wissend, dass auch in diesem Bereich Erfolge nicht von heute auf morgen sichtbar werden, sondern viel Vorarbeit benötigen. „Es sind lange Prozesse, aber wir sind auf dem Weg“, macht Jan Einig deutlich.

Besondere Auszeichnung

Ebenfalls nicht vom Himmel gefallen ist ein Erfolg in einem ganz anderen Bereich: Die Unesco hat Neuwied als erste Stadt in Rheinland-Pfalz mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Bei der mit einem großen Familienfest verbundenen Übergabe gratulierte Jugend- und Familienministerin Katharina Binz der Stadt Neuwied und bezeichnete die Siegelverleihung als „Meilenstein“ in der rheinland-pfälzischen Kinder- und Jugendarbeit. „Die Auszeichnung ist Beleg dafür, dass Neuwied die Bedürfnisse junger Menschen in besonderem Maße anerkennt. Die einzelnen Maßnahmen wurden gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen erarbeitet. Die jungen Menschen machen somit schon früh die Erfahrung, dass sie gehört werden und mitbestimmen können. Das stärkt das Vertrauen in unser demokratisches System“, sagte sie. Bürgermeister Peter Jung betonte im gleichen Zusammenhang, dass er und sein Team vom Jugendamt die Siegelverleihung weniger als Auszeichnung denn als Ansporn für die weitere Arbeit sehen. Ein umfangreicher Aktionsplan soll in den kommenden vier Jahren bewältigt werden.

Weltmeisterlicher Besuch

Dazu passt, dass die Stadt Neuwied im vergangenen September ihren Basketball-Weltmeister Isaac Bonga am Jugendzentrum BigHouse empfangen hat. „Das war eine tolle Veranstaltung mit einer unheimlich positiven Stimmung. Wir sind stolz auf unseren so sympathischen Weltmeister, der zwar nicht sehr lange in Neuwied gelebt, hier bei uns aber Laufen gelernt hat“, freut sich OB Jan Einig.

Ebenfalls zum Thema „Kinderfreundliche Kommune“ passt, dass auch 2023 wieder drei neugestaltete Spielplätze – in der Robert-Stolz-Straße in Engers, der Diamantstraße in Gladbach und der Herman-Löns-Straße in Feldkirchen – eröffnet werden konnten.

Special-Olympics stehen an

Ein ganz andere Erfolgsgeschichte anno 2023 war die „Host Town“. Im Zuge der Special Olympics in Berlin waren beeinträchtigte Sportler aus dem kleinen Inselstaat Palau zu Gast in Neuwied. Sie fanden hier nicht nur die für sie optimalen Vorbereitungsmöglichkeiten, sondern gewannen auch die Herzen der Menschen. Im kommenden Jahr wird Neuwied dann Ausrichter der rheinland-pfälzischen Special-Olympics Sommerspiele sein.

Pressemitteilung

der Stadt Neuwied

Die „Dino-City“ war eine von mehreren Sonderaktionen, die dieses Jahr in Neuwied stattfanden.  Foto: Stadt Neuwied

Die „Dino-City“ war eine von mehreren Sonderaktionen, die dieses Jahr in Neuwied stattfanden. Foto: Stadt Neuwied

Basketball-Weltmeister Isaac Bonga wurde am Jugendzentrum BigHouse ein gebührender Empfang bereitet. Foto: Franz-Josef Dehenn Foto: Franz-Josef Dehenn

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