Politik | 25.06.2018

Mendiger Stadtrat beschloss Jubiläumsfeier im Rahmen der Nacht der Vulkane 2019:

Vor 50 Jahren wurden Nieder- und Obermendig zusammengelegt

Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel vor dem Haus der Stadtverwaltung. FRE

Mendig. Die SPD-Fraktion im Mendiger Stadtrat hatte bereits am 07. April 2018 einen Antrag auf Würdigung des anstehenden Jubiläums der Vereinigung beider Stadtteile durch angemessene Feierlichkeiten gestellt. In dem von Hermann Kleber –SPD- vorgelesenen Antrag zu Beginn der jüngsten Stadtratssitzung wurde angeregt, das Jubiläum der seit 50 Jahren bestehenden Zusammenlegung der beiden Ortsteile Nieder- und Obermendig vom 7. Juni 1969 im kommenden Jahr in einer angemessenen Weise zu würdigen.

Kleber ging darauf ein, dass vor 10 Jahren der damalige Stadtbürgermeister beabsichtigt hatte, vor den anstehenden Kommunalwahlen eine größere Feierlichkeit zum 40-jährigen Jubiläum durchzuführen, welches von der SPD-Fraktion damals abgelehnt wurde. Zu dem aktuellen Antrag sagte Hermann Kleber, dass 50 Jahre als rundes Jubiläum eher ein Anlass zum Feiern sei. Darüberhinaus tendierten die Vorstellungen der Fraktion und des Stadtbürgermeisters dazu, eine Feier erst nach den Wahlen im kommenden Jahr in Erwägung zu ziehen. Einstimmig wurde der Vorschlag verabschiedet, dass sich der Fremdenverkehrs-, Kultur- und Gestaltungsausschuss nach der Sommerpause mit diesem Thema befassen solle. Dabei waren alle Fraktionen sich einig, dass eine entsprechende Feier in Verbindung mit der „Nacht der Vulkane“ in Auge gefasst werden sollte, da Mendig im kommenden Jahr Hauptausrichter der Veranstaltungsreihe sei und somit einen entsprechenden Rahmen biete.

In seinen anschließenden Mitteilungen gab Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel bekannt, dass sich nach einem Gespräch mit dem zuständigen Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung herausgestellt habe, dass die Umsetzung des freien W-Lans in der Stadt noch auf einige Probleme und Schwierigkeiten stoße. So gebe es für den vorgesehenen Standort Laacher-See-Halle wohl keine ausreichende Datenleitung, so dass diese vom nächstgelegenen Anschlusspunkt neu gelegt werden müsse. Hierfür könnten noch einmal zusätzliche Kosten in Höhe von 5.000,-- Euro und mehr anfallen.

Die Installation des W-Lans im Lava-Dome sei bisher daran gescheitert, dass ein betriebsfreier Tag gefunden werden müsste, was voraussichtlich bis zum Herbst nicht der Fall sein wird, da der Lava-Dome zwar einerseits generell montags geöffnet habe, jedoch aufgrund großer Nachfrage von Schulklassen und den nunmehr beginnenden Ferien in NRW ständig eine so hohe Nachfrage bestehe, dass der Lava-Dome vorerst an keinem Montag geschlossen werden könne. Die Versorgung des Schwimmbades könnte zwar sofort in Angriff genommen werden, aber man habe in der Verwaltung eher die Vorstellung, alle Punkte gleichzeitig fertigzustellen und zu aktivieren. Der Stadtbürgermeister erklärte, dass mit Blick auf die bereits laufende Badesaison, deren Ende bereits mit der Schließung Ende August, Anfang September vorhersehbar sei, hier eine dringende Umsetzung erfolgen sollte, damit zumindest in diesem Jahr für die restliche Badesaison noch freies W-Lan genutzt werden könne.

Hermann Kleber beantragte im Anschluss an diese Ausführungen, dass von Seiten der Verbandsgemeindeverwaltung in der nächsten Stadtratssitzung ein umfassender Sachstandsbericht zur Umsetzung dieser bereits am 28.11.2017 beschlossenen Maßnahme vorgetragen werden sollte. Außerdem soll der Stadtrat die Möglichkeit erhalten, auf evtl. notwendige Änderungen zu reagieren und evtl. erforderliche Ergänzungen zu beschließen.

Weiterhin teilte Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel mit, dass er bereits seit ca. eineinhalb Jahren mit dem örtlichen Energieversorger bezüglich der Aufstellung einer E-Ladesäule verhandle. Die Gespräche hierüber seien im März dieses Jahres noch einmal vertieft worden, nachdem auch die Fördermöglichkeiten von Seiten des Bundes offiziell verabschiedet worden seien. Bei einem kürzlich geführten Gespräch mit dem zuständigen Ansprechpartner des Energieversorgers habe er die Zusage erhalten, dass man kurzfristig auf ihn zukommen werde, um das Vorhaben nunmehr zu realisieren.

Verkehrssituation in der Pellenzstraße war Thema

Zur Verkehrssituation in der Pellenzstraße berichtete Ammel über seine Gespräche mit den beiden Sprechern der Initiative Pellenzstraße. Diese habe einen ausführlichen Katalog von Vorschlägen und Wünschen zusammengetragen, den man gemeinsam auf eine mögliche Realisierung geprüft hatte. Der Stadtbürgermeister wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass zwischen übereinstimmenden Maßnahmen, überzogenen Vorstellungen und voraussichtlich nicht realisierbaren Forderungen zu unterscheiden sei. Als Beispiel nannte Ammel die Idee, die Verkehrsbetriebe aufzufordern, den Linienverkehr einzuschränken und damit zu erreichen, dass sich somit die Anzahl der durchfahrenden Busse in der Pellenzstraße reduziere. Er verwies dabei auf einen großen Verkehrsverbund, der die Region Ahr-Mosel-Eifel abdeckt und bei der Erstellung der Fahrpläne viele regionale Gegebenheiten im Rahmen eines funktionierenden öffentlichen Nahverkehrs zu berücksichtigen habe. Leo Heinen (Bündnis90/Die Grünen) konnte diesem Einwand nichts abgewinnen und forderte, diese Position beizubehalten und darüber hinaus mit den Verkehrsbetrieben über eine Verkleinerung der eingesetzten Fahrzeuge zu verhandeln. Der Stadtbürgermeister wies ihn darauf hin, dass es nicht üblich sei, während des Tagesordnungspunktes „Mitteilungen“ über Einzelmaßnahmen, bzw. ein zu verabschiedendes Konzept zu diskutieren. Er beabsichtige, die Anwohner im August einzuladen, um dann verschiedene Maßnahmen, insbesondere die Testphase der angedachten Ausbuchtungen zur Verlangsamung und Regulierung des Verkehrs vorzustellen. Abschließend berichtete der Stadtbürgermeister über die höchst erfolgreiche Veranstaltung auf dem Flugplatz Mendig, die bei den Fans, dem Veranstalter, den Künstlern und auch in den Social-Medien mit großer Begeisterung aufgenommen worden seien. Er stellte fest, dass Mendig eine tolle Visitenkarte als Veranstaltungsort für kulturelle Events jeglicher Couleur abgegeben habe und dadurch das gute Image der Stadt nachhaltig gesteigert werden konnte. FRE

Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel vor dem Haus der Stadtverwaltung. Foto: FRE

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