Politik | 10.08.2020

Dr. Alexander Wilhelm unterwegs im Forstrevier Rhens

„Waldsterben 2.0 verhindern!“

Dr. Alexander Wilhelm informierte sich vor Ort. Foto: Privat

Mayen/Maifeld/Rhein-Mosel. „Als passionierter Wanderer und Naturfreund weiß ich: Unser Wald ist von unschätzbarem Wert. Er reinigt die Luft, bindet CO2 und ist Lebensraum für eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen. Auch wir Menschen nutzen ihn für Sport oder Erholung sowie wirtschaftlich. Klimawandel, Trockenheit und Schädlinge belasten unsere heimischen Wälder sehr. Gerade als eines der beiden Bundesländer mit den größten Waldgebieten, muss Rheinland-Pfalz beim Schutz seiner Wälder vorangehen. Wir müssen ein Waldsterben 2.0 verhindern!“, appelliert der heimische Landtagskandidat Dr. Alexander Wilhelm (SPD) bei einer Begehung des Forstreviers Rhens.

Forstamtsleiterin Carmen Barth und Förster Dieter Kaul zeigten Dr. Wilhelm an praktischen Beispielen die vielfältigen Probleme auf, vor denen der heimische Wald durch den Klimawandel steht. Die Situation ist bedrohlich: 2018 waren laut Waldzustandsbericht RLP bereits 84 Prozent der Bäume geschädigt. Durch Hitze und Trockenheit benötigen die Bäume mehr Wasser bei sinkendem Grundwasserspiegel. Hinzu kommen Schädlinge wie der Borkenkäfer, die sich durch den Klimawandel besser vermehren können. Die wegen der Trockenheit geschwächten Bäume können viele der Schädlinge nicht mehr abwehren, z.B. weil nicht ausreichend Harz gebildet werden kann. Auch zunehmende Stürme sind eine Gefahr für die Gesundheit unseres Waldes. Und: Wo der Wald verschwindet, kann er seine kühlende Funktion nicht mehr erfüllen und die Temperatur steigt weiter. Das stellt auch unsere Winzerinnen und Winzer an Rhein und Mosel vor weitere Probleme.

„Eine Bundesgartenschau im Oberen Mittelrheintal 2029 ohne waldbewachsene Hänge scheint zwar unvorstellbar, aber dazu könnte es im schlimmsten Fall kommen“, meint Förster Dieter Kaul. Carmen Barth, Leiterin des zuständigen Forstamts Koblenz, sieht aber auch positive Entwicklungen. So sei der Zustand des Waldes in den letzten Jahren mehr in den Fokus des öffentlichen und politischen Interesses gerückt. Dr. Wilhelm diskutierte mit den beiden Fachleuten verschiedene Lösungsansätze, wie das Anpflanzen robusterer Baumarten. Konsens: Kommunale und private Waldbesitzer müssen finanziell bei der Pflege des Forsts unterstützt werden. Denn der sinkende Holzpreis und steigende Kosten machen der Erhalt der Wälder wirtschaftlich unrentabel. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz steuert gegen: Kurzfristig aus dem Nachtragshaushalt des Landes und langfristig durch die Forderung nach einer bundesweiten Beteiligung der Waldbesitzer an der CO2-Abgabe in der Höhe des im Wald gespeicherten CO2.

Pressemitteilung

Dr. Alexander Wilhelm (SPD)

Dr. Alexander Wilhelm informierte sich vor Ort. Foto: Privat

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Kommentare
11.08.202007:39 Uhr
Tobias S.

Herr Schmidt, in welcher Welt leben Sie? Gehen Sie raus und schauen sich die Wälder an. Das die Fichten sterben sieht man von weiten. Ja ich weiß, Fichten gehören hier nicht hin und wurden ihrer Meinung nach nur aus Profitgier gepflanzt.
Es sind aber die Laubbäume in Mischwäldern die massiv leiden. Buche, Eiche, Birke, Kirsche alle zeigen mittlerweile Schäden in den Kronen. Was mich wirklich erschreckt, es passiert nicht nur dort wo es wirklich zu trocken ist, Hänge des Rhein- und Ahrtals, sondern auch auch in der Nähe zu Flüssen. Hier sollte der Grundwasserspiegel für eine ausreichende Wasserversorgung ausreichen, trotzdem lichten sich die Kronen und man sieht vermehrt welke Zweige. Den Bäumen wird es wohl einfach zu warm...
Also hören Sie auf Waldsterben, Klimawandel, Dürre als Lobbyismus zu bezeichnen.

10.08.202020:19 Uhr
Titus von Unhold

Da hat mal wieder ein Spezialexperte keine Ahnung. Das "Waldsterben 1.0" konnte verhindert werden weil binnen fünf Jahren weltweit(!) bei allen Industrieanlagen Entschwefelungsanlagen nachgerüstet werden mussten.

10.08.202012:36 Uhr
S. Schmidt

Es gab noch nicht einmal ein Waldsterben 1.0, immer dieser Lobbyismus, hier spricht nur die Gier nach noch mehr Steuergeld. Den Wäldern ginge es Prima, wäre diese nicht Gnadenlos auf Profit (Holzernten) ausgelegt. (Ur)-Wäldern machen Trockenzeiten und Schädlinge bedeutend weniger aus!

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