Gemeinderat Volkesfeld: Die Schäden am Wald werden teuer
Wappenschild der Ortsgemeinde für verdiente Ratsmitglieder
Gemeinderat stimmte für Geocaches auf dem Traumpfad Heidehimmel
Volkesfeld. In seiner Sitzung am Donnerstag, 28. November, beschloss der Gemeinderat Volkesfeld einstimmig, dass die öffentlichen Bekanntmachungen der Ortsgemeinde in der Zeitung „BLICK aktuell“, Ausgabe Mendig erfolgen sollen.
Trockenheit schadet dem Wald
Sodann erläuterte Revierförster Stefan Braun den Forstwirtschaftsplan für das Haushaltsjahr 2020. Während für 2019 ein Fehlbetrag von 3.250 Euro in Ansatz gebracht wurde, ist der Fehlbetrag für das Jahr 2020 um 4.500 Euro höher. Die Differenz ist hauptsächlich aufgrund folgender Veränderungen entstanden: a) Minderertrag beim Holzverkauf, Minderaufwand bei den Betriebskostenbeiträgen, der Lohnerstattung Forstwirtschaft und des Unternehmereinsatzes Forstwirtschaft.
Revierförster Braun wies darauf hin, dass aufgrund der anhaltenden Trockenheit auch im kommenden Jahr wieder vermehrt mit Schadholz zu rechnen sei und man deshalb auch in Volkesfeld versuchen werde, möglichst viel Fichtenholz als Brennholz zu verkaufen. Er unterstrich in diesem Zusammenhang noch einmal, dass nicht der Borkenkäfer, sondern zunächst die Trockenheit für den Schadholzanstieg verantwortlich sei, da der Borkenkäfer sich lediglich seiner Natur folgend in den absterbenden Baum einniste. Hinzu kämen weitere Schädlinge sowie Pilze, die für die Zersetzung des Baumes sorgten.
Dorferneuerung soll weitergehen
Das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz hatte im Frühjahr 2019 neue Förderregelungen in der Dorferneuerung (DE) bekanntgegeben. Das zurzeit gültige Dorferneuerungskonzept für die Ortsgemeinde Volkesfeld stammt aus dem Jahr 1990. Die Fortschreibung des DE-Konzeptes und die Moderation sind Voraussetzung für verschiedene zukünftige Förderungen des Landes und sollten von der Ortsgemeinde zügig angegangen werden. Das Land fördert die Fortschreibung des DE-Konzeptes mit 80% der zuwendungsfähigen Kosten, maximal 9.000 Euro. Die Förderung des Landes für die Durchführung der Dorfmoderation liegt ebenfalls bei 80% der zuwendungsfähigen Kosten, jedoch maximal 12.000 Euro. Die entsprechenden Förderanträge wurden von der Verwaltung bereits auf den Weg gebracht. Der Gemeinderat nahm den Sachverhalt zur Kenntnis und beschloss die Fortschreibung des DE-Konzeptes sowie die Durchführung der Dorfmoderation für die Ortsgemeinde Volkesfeld. In Sachen Bauleitplanung: Bebauungsplan Verlängerung Kirchstraße beschloss der Rat, das Verfahren gemäß Paragraph 13b BauGB in Verbindung mit Paragraph 13a BauGB durchzuführen und fasste den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Verlängerung Kirchstraße“. Die Verwaltung wurde beauftragt, den Aufstellungsbeschluss ortsüblich bekannt zu machen. Der Gemeinderat beschloss weiterhin, dass ein Verfahren gemäß Paragraph 3 Abs. 1 BauGB (frühzeitige Unterrichtung) zu gegebener Zeit eingeleitet wird. Auch hier wurde die Verwaltung mit der Durchführung beauftragt. Außerdem beschloss der Rat, das Stadtplanungs- und Ingenieurbüro Fassbender Weber mit der Durchführung der Planung gemäß Angebot vom 21.11.2019 zum Preis von 5.045,60 Euro zu beauftragen.
Ehrung für Birgit Maxein, Michael Schäfer und Wolfgang Winden
Weiterhin beschloss der Rat, Wolfgang Winden für seine besonderen Verdienste um das Gemeinwohl auf kommunalem Gebiet das kleine Wappenschild der Ortsgemeinde Volkesfeld und Michael Schäfer sowie Birgit Maxein für deren besonderen Verdienste um das Gemeinwohl auf kommunalem Gebiet das große Wappenschild der Ortsgemeinde Volkesfeld zu verleihen.
Zum Abschluss der Sitzung stimmte der Gemeinderat einem Angebot von Franziska und Albert Wingender zu, auf dem Volkesfelder Heidehimmel sogenannte Geocaches auszulegen.
Dabei handelt es sich um eine moderne Schnitzjagd, bei der im Wald kleine Dosen in verschiedenen Formen und Größen versteckt werden, die von den Teilnehmern nach dem Hochladen entsprechender Koordinaten gesucht werden. Franziska Wingender und ihr Vater Albert wollen entlang des Traumpfades eine Reihe von 18 bis 20 Geocaches auslegen.
Allerdings werden sie diese nicht im Bodenverstecken, sondern in die Bäume hängen, von wo sie mit einer Angel in einer Höhe von 7 bis 9 Metern heruntergeholt werden müssen. FRE
