Verwaltung lehnt die Einführung papierloser Ratsarbeit ab
Warum wird drei Jahre gewartet?
Rheinbach. Anfang April haben die Grünen im Rat der Stadt Rheinbach die Umstellung auf papierlose Verteilung von Unterlagen für Rats- und Ausschusssitzungen beantragt. „Der Papierkonsum in Deutschland ist weltweit pro Kopf der zweithöchste und übertrifft den in Afrika und Südamerika zusammen - diesem Trend muss gerade in Behörden und Verwaltungen entgegengesteuert werden“, sagt Fraktionssprecher Joachim Schollmeyer. „Und durch den Verzicht auf gedruckte Unterlagen können Papier-, Druck-, Porto- und Personalkosten in erheblichem Umfang eingespart werden“, ergänzt der finanzpolitische Sprecher Heribert Schiebener mit Blick auf das Rheinbacher Haushaltsloch, das im Jahr 2017 auf etwa 5,6 Millionen Euro geschätzt wird.
Wer nun glaubt, dass die Verwaltung in Zeiten knapper Kassen diese Einsparmöglichkeit wahrnehmen wird, sieht sich getäuscht: Der Antrag wird in der Vorlage zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Montag, 8. Mai, abgelehnt. Begründung: Die Kosten für die Umstellung sind zu hoch. Stattdessen soll mit dieser Maßnahme bis 2020 gewartet werden.
Da pro Ratsmitglied durch die fast wöchentliche Versendung von Ratspost jährlich Portokosten in Höhe von etwa 60 Euro anfallen, dazu noch Kosten für Briefumschläge und die Arbeitszeit, um die Briefe versandfertig zu machen und zur Post zu bringen, dann entstehen hier schon in den nächsten drei Jahren Kosten von über 7000 Euro.
Für dieses Geld könnte der gesamte Rat mit mittelpreisigen Tablets ausgestattet werden, die für die Arbeit mit Ratsunterlagen gut geeignet sind. Da einige Ratsmitglieder bereits eigenständig den Weg zur elektronischen Bearbeitung der Unterlagen gegangen sind, liegen die Kosten für die Ausstattung des Rats sogar niedriger. Zahlreiche Kommunen in Nordrhein-Westfalen sind bereits auf die papierlose Ratsarbeit umgestiegen, unter anderem die Rheinbacher Nachbargemeinden Meckenheim und Wachtberg. Entsprechende Software ist verfügbar, die technische Infrastruktur im Rathaus und im Himmeroder Hof vorhanden. Es stellt sich die Frage, warum eine solch kostensparende Maßnahme noch drei Jahre warten soll. Wenn sowieso auf computergestützte Ratsarbeit umgestellt werden soll, warum dann nicht so bald wie möglich? Das vordringliche Ziel, die Verteilung von Unterlagen in Papierform auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren, sollte auf jeden Fall eher heute als morgen erreicht werden.
Pressemitteilung
Bündnis 90/Die Grünen,
Ortsverband Rheinbach
Artikel melden
Tourismus am Rhein ... kann die BUGA 2029 wirklich kommen
- Gitta Meyer: Ehrlich,die ganze Idee Buga im Mittelrhein ist falsch. Die Gemeinden sind verschuldet. Schauen sie sich Lahnstein an. Hier ist nichts los. Die Brücke wird bestimmt toll,aber sonst.....
Eifel Rallye Festival 2026 in Daun mit Gruppe-B-Boliden und Rallye-Klassikern
- Oliver Burggraf: Sehr schöne Vorabinfo vor dem Festival. Freuen uns schon drauf
BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 3
- Claus Wiest: Das Foto zeigt die Rheinfähre Linz-Remagen, aufgenommen von der Anfahrt auf der Linzer Seite mit Blick auf den Ort Kripp.
Blaulichtmeile Koblenz am 09.05.2026
Thementag Kriminalprävention und Karriere in Koblenz
Koblenz. Die Polizei Koblenz lädt gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt, der Berufsfeuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz am Samstag, den 09.Mai 2026, ab 10:00 Uhr zu einem abwechslungsreichen Thementag am Löhrrondell in Koblenz ein.
Weiterlesen
Flucht trotz ausgelöstem Airback: Polizei stoppt Autofahrer unter erheblichem Alkoholeinfluss
22.04.: Kontrollverlust auf der B260: Alkoholisierter Fahrer flieht nach Unfall
Nievern. Am Abend des 22. April 2026, etwa um 20:15 Uhr, ereignete sich auf der B260 in Fahrtrichtung Bad Ems ein Unfall. Ein Fahrzeug geriet auf Höhe des Überfliegers im Nievern-Bereich außer Kontrolle, begann zu schleudern und stieß schließlich an den Bordstein. Der Schaden an der Felge war beträchtlich, und die Airbags des Autos wurden ausgelöst. Trotz dieser Umstände entfernte sich der Fahrer zunächst unerlaubt von der Unfallstelle.
Weiterlesen
-Anzeige-Umfirmierung als konsequenter Schritt in die Zukunft: „Kurtenacker Friedrich Rechtsanwälte“ wird zu FRIEDRICH Rechtsanwälte
Moderne Struktur, klare Ausrichtung und bewährte Kompetenz
Bad Neuenahr. Aus einer gewachsenen und etablierten Kanzlei entsteht eine noch klarer strukturierte und zukunftsorientierte Einheit: Die bisherige Kanzlei „Kurtenacker Friedrich Rechtanwälte“ firmiert nun unter dem Namen FRIEDRICH Rechtsanwälte. Die Umfirmierung ist dabei kein Bruch mit der Vergangenheit, sondern die logische Weiterentwicklung einer erfolgreichen Kanzleigeschichte.
Weiterlesen
