Info-Tour des BUND Westerwald
„Wasserstoff ist das Erdöl des 21. Jahrhunderts“
GFW und Wäller Energiegenossenschaft eG informieren über ihre Arbeit und den Stand der Technik
Westerwaldkreis. „Was ist der Antrieb der Zukunft?“, so fragte eine Regionalzeitung vor Kurzem und erklärte dazu mehrere Möglichkeiten. Eine erfolgversprechende Lösung zeigte die Firma GFW Gesellschaft für Windenergieanlagen GmbH & Co. KG, Rennerod in einer gemeinsamen Veranstaltung des BUND und des BWE.
Marvin Schnell konnte als Sprecher der BUND-Kreisgruppe Westerwald und Mitglied im Regionalvorstand des BWE-Regionalverbands Rheinland-Pfalz über 60 Interessierte begrüßen. Jürgen Fuhrländer, Inhaber der innovativen Firma GFW, trug die von GFW in Zusammenarbeit mit anderen Firmen entwickelten Lösungen nicht nur für den Antrieb der Zukunft vor. Auch für die Wärmeerzeugung bedarf es neuer Techniken, wenn der CO2-Ausstoß so begrenzt werden soll, dass die Klimaziele der Bundesregierung eingehalten werden können. Die Firma GFW setzt dabei auf die Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse mittels grünem Strom. Bei diesem uralten Verfahren wird mit Strom Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Die Technik hierzu ist entwickelt und steht für verschieden große Anwendungen bereit. Auch für das Speichern des Wasserstoffes gibt es anschlussfertige Lösungen.
Sowohl für den Fahrzeugantrieb, als auch die Wärmeerzeugung, setzt Jürgen Fuhrländer auf die auch schon lange entwickelte Brennstoffzelle. Diese erzeugt aus Wasserstoff sowohl Strom für den Antrieb als auch Wärme. Hingewiesen wurde auch auf die Technik, in der aus Wasserstoff synthetischer Treibstoff entwickelt werden kann. Hierbei entstehen allerdings sehr hohe Verluste. Wenn es sich auch zurzeit abzeichnet, dass viele PKW demnächst mit Akkus angetrieben werden, so bringt die Wasserstofftechnik, zumindest bei der schnelleren Betankung und in der größeren Reichweite, durchaus Vorteile.
Verschwiegen wurde dem interessierten Publikum nicht, dass es für eine klimaschonende Zukunft noch erheblicher Investitionen in die notwendige Infrastruktur bedarf. Wenn aber der schon laufende Klimawandel gestoppt werden soll, kann die in der Veranstaltung gewonnene Erkenntnis, wie von Jürgen Fuhrländer formuliert, nur lauten: „Wasserstoff ist das Erdöl des 21. Jahrhunderts!“
Wo in Zukunft der viele grüne Strom unter anderem für die Wasserstofftechnik herkommen kann, zeigte in der Anschlussveranstaltung Markus Mann am neuen Windrad der Wäller Energiegenossenschaft eG bei Langenbach. Er erläuterte dabei die enormen Schwierigkeiten und Auflagen für den Bau und Betrieb eines Windrades. Erklärt wurde aber auch, dass für den Eingriff in Natur und Landschaft für nur ein Windrad dieser Größe rund 128.000 Euro gezahlt werden müssen, die in den Naturschutz fließen. Letztlich ersetzt jetzt ein Windrad an diesem Standort vier alte, womit die örtliche Natur erheblich entlastet wurde. Hier lautete die Erkenntnis: „Klimaschutz und Naturschutz gehen Hand in Hand!“
Pressemitteilung der Kreisgruppe
Westerwald des BUND
