Deutsch-Ungarische Gesellschaft
Weiter auf Erfolgskurs
Bonn und Umgebung bleiben Arbeitsschwerpunkt
Rhein-Sieg-Kreis. Die in Bonn und Berlin ansässige Deutsch-Ungarische Gesellschaft (DUG) befindet sich weiterhin auf einem erfolgreichen Weg. Dies wurde auf der jüngsten Mitgliederversammlung der in Bonn und Berlin ansässigen Gesellschaft am vergangenen Dienstag deutlich. Nach der Würdigung der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder, hier vor allem des Ehrenmitgliedes Hans-Dietrich Genscher, konnte Präsident Dr. Dr. h.c. Peter Spary ein gut besuchtes Auditorium in Bonn begrüßen. Neu in das Präsidium gewählt wurde dabei Volker Schlegel, ehemaliger Staatsrat in Hamburg und langjähriger Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in verschiedenen Ländern. In seinem Rechenschaftsbericht ging Peter Spary dann auf die aktuelle Entwicklung ein. Die Gesellschaft hat derzeit 413 Mitglieder und versteht sich als Dachgesellschaft für die verschiedenen Deutsch-Ungarischen Gesellschaften innerhalb Deutschlands. Alleine im letzten Jahr wurden 37 Veranstaltungen in Bonn und Umgebung durchgeführt zu den Themen Politik, Wirtschaft und Kultur. Hinzu kamen sieben Veranstaltungen in Berlin und drei in Budapest. In seinem Rechenschaftsbericht ging Präsident Dr. Peter Spary auch auf die aktuelle Diskussion hinsichtlich der Regierung von Victor Orban ein. Er betonte, dass die DUG weder Pflichtverteidiger der Regierung Orban sei noch früher Chefankläger der sozialistischen Regierung gewesen sei. Die DUG versteht sich als Koalitionspartner des ungarischen Volkes und arbeitet insofern mit jeder demokratisch gewählten Regierung zusammen. Mit großem Applaus wurde anschließend Dr. András Izsák empfangen, Gesandter der Botschaft von Ungarn in Berlin. Die Diskussion drehte sich hier naturgemäß um den Vorschlag des luxemburgischen Außenministers Asselborn, der just an diesem Tage vorgeschlagen hatte, Ungarn aus der EU zu werfen, was zu einer ebenfalls geharnischten Reaktion der ungarischen Regierung führte. Die Mitglieder machten reichlich von dem Angebot Gebrauch, mit dem Diplomaten zahlreiche auch strittige Punkte der ungarischen Politik, so auch zur Flüchtlingsfrage, zu diskutieren und bekamen hier Aussagen aus erster Hand. Die DUG weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Veranstaltungen in Bonn grundsätzlich öffentlich sind, und so jeder an Fragen zur ungarischen Politik Interessierte die Möglichkeit hat, kritische Fragen auch mit ungarischen Spitzenpolitikern und Diplomaten zu diskutieren.
