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Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Engers-Mülhofen

Welttag für menschenwürdige Arbeit

10.10.2019 - 12:44

Neuwied. Seit gut 10 Jahren wird auf Anregung des Internationalen Gewerkschaftsbundes im Oktober der Welttag für menschenwürdige Arbeit begangen. Als Katholische Arbeitnehmer-Bewegung in Engers möchten wir diese Initiative mit der vorliegenden Presseerklärung unterstützen.

Dabei denken wir besonders an die Menschen, die unter unwürdigen Arbeitsbedingungen leiden. Und das sind nicht Wenige: Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) waren 2017 etwa 1,4 Milliarden Menschen prekär beschäftigt. Sie befanden sich in unsicheren, unterbezahlten und oft schmutzigen und gefährlichen Arbeitsverhältnissen, die vor allem im globalen Süden anzutreffen sind. Außerdem waren laut ILO mehr als 40 Millionen Menschen - zumeist Frauen und Mädchen - Opfer von Sklaverei. Weltweit müssen mehr als 150 Millionen Kinder Arbeit leisten - davon 72 Millionen in Afrika.

Aber auch hierzulande sind die Arbeitsverhältnisse nicht immer rosig. Mehr als 8 Millionen Menschen arbeiten in Niedriglohnsektoren; etwa zweieinhalb Millionen in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen, in der Überzahl Frauen. Sie sind deshalb auch öfter arm.

Auch in der neuen digitalen Arbeitswelt tun sich Zonen der Verwundbarkeit auf. Massen von formell selbstständigen, ungesicherten Click- und Crowdworkern erledigen kleinteilige digitale Aufgaben und werden mit Minibeträgen für ihre einzelnen Anschläge bezahlt - wenn sie Glück haben. In den Industriebetrieben, die auf die sogenannte Industrie 4.0 umstellen, greift die Angst vor Abgruppierung Umsetzung, Leistungsverdichtung und Arbeitslosigkeit um sich.

In der Tat: Mit dem Einzug der Computer und Algorithmen in die Häuser und Büros und mit der kommenden Industrie 4.0 dürfte noch mehr Arbeit als bisher aus den Produktions- und Dienstleistungsprozessen herausgezogen werden. Und gerade weil immer weniger produktive Wert-Arbeit gebraucht wird, muss immer mehr produziert werden, um noch Mehrwert und Profit erzielen zu können. Das aber hat gesteigerte Naturzerstörung zur Folge. Deshalb sind die Soziale Frage und die ökologische Frage zwei Seiten einer kapitalistischen Medaille.

Mit diesen fatalen Widerspruchsverhältnissen wird das geschaffen, was Papst Franziskus eine „Wirtschaft, die tötet“ genannt hat. Unter solchen Verhältnissen verliert auch die Arbeit ihre Unschuld. Sie wird einerseits zum Mittel der Geldvermehrung degradiert, ist aber andererseits Teil einer Lebens-weise, die auf Kosten anderer Menschen und der Natur geht. Es geht also um mehr, als um guten Lohn und abgesicherte Arbeitsverhältnisse. Es geht um Befreiung von abhängiger Lohnarbeit. Eben deshalb gelten heute Mitgefühl und Solidarität besonders den Menschen, die den Buckel für das gesellschaftliche Wohlergehen hinhalten müssen, verbunden mit dem Eingeständnis der Scham.

Pressemitteilung der

KAB-Engers-Mülhofen

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Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Koblenzer Schulen

juergen mueller:
Etwas anderes war von Herrn Roos auch nicht zu erwarten - zumindest öffentlich - als das man mit dem Krisenmanagement u.sogen.Stellschrauben,wenn überhaupt,das macht man dann unter sich aus.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
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