Wenn die Mandy mit dem Handy ...
Eberhard hatte die Faxen allmählich dick, dass die 14-jährige Mandy ihr Handy praktisch als zusätzlichen Körperteil betrachtete und mit diesem pausenlos den ganzen Tag beschäftigt war. Auch verpufften alle seine verbalen Bemühungen in Richtung seiner Tochter, besagtes Telefon einfach einmal beiseitezulegen und sich nicht nur per „WhatsApp“, sondern auch mittels der deutschen Muttersprache zu verständigen.
Offensichtlich fiel das freundliche Ansinnen von Eberhard bei dem Mädel aber auf unfruchtbaren Boden, denn Mandy mit dem Handy ignorierte den Erzeuger und seinen Versuch, sie von ihrem Spiel- und Spaßgerät nur für eine Minute zu trennen. Hatte sich Eberhard anfangs noch kopfschüttelnd in sein Schicksal ergeben, so platzte ihm beim Geburtstag seiner Göttergattin dann doch der Kragen. Die engere Verwandtschaft saß hier mit zwölf Personen an der Geburtstagstafel, wobei Mandy links von Eberhard ihren Platz eingenommen hatte. Als Mama Sandy die große Schüssel mit der Rindfleischsuppe in der Mitte des Tisches positionierte, hatte Mandy bereits wieder das Handy in der Hand und schrieb eifrig. Eberhard stieg augenblicklich die Zornesröte ins Gesicht. Er entriss der verdutzten Tochter kurzerhand das Telefon und warf es zum Erstaunen aller Anwesenden in die dampfende Suppenschüssel. Mandy schaute, nachdem sich ihre Verblüffung gelegt hatte, grinsend zu ihrem Vater auf: „Das war übrigens dein Handy – ich wollte dir nur die neue Musik-App runterladen!“
Ihr
Schmandelecker
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