Landtagskandidat Guido Orthen und Spitzenkandidat Gordon Schnieder im Gespräch mit Ahrtaler Bürgerinitiative
Wiederaufbau muss schneller und unbürokratischer werden
Mayschoß. Auf Einladung des Landtagskandidat Guido Orthen war kürzlich der CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder zu einem Austausch zum Stand des öffentlichen und privaten Wiederaufbaus im Ahrtal im Restaurant "Bahnsteig 1" in Mayschoß zu Gast. Ebenfalls dabei waren die Landtagsabgeordneten Petra Schneider und Horst Gies sowie Dominik Gieler (VG Altenahr) und Guido Nisius (VG Adenau), die Spitze der CDU der VG Altenahr mit Ute Gabriel und Julius Knieps, mehrere Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher der Ahrgemeinden sowie für die Bürgerinitiative „Bahnsteig 1“ Anneliese Baltes und Torsten Rech.
Der Wiederaufbaufonds von Bund und Ländern sei eine enorme Solidaritätsleistung, stellte Orthen fest. Gleichzeitig wurde jedoch deutlich, dass die Verwaltungsvorschrift zum Wiederaufbau für viele Betroffene nicht nur Hilfe gebracht, sondern auch eine erhebliche zusätzliche Bürokratie geschaffen habe.
Lange Wartezeit undgroße Belastung
Beim privaten Wiederaufbau wurde insbesondere die Abwicklung über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) kritisch angesprochen. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich digital, vielfach fehlt jedoch ein fester Ansprechpartner für die Betroffenen. Kommunikation finde überwiegend digital statt, Nachfragen kämen teilweise erst nach Monaten und seien für Antragsteller nicht immer nachvollziehbar. Für viele Familien bedeute das lange Wartezeiten und eine enorme nervliche Belastung. Gefordert wurden daher direkte Ansprechpartner, die auch telefonisch erreichbar sind und bei Bedarf persönliche Gespräche vor Ort ermöglichen. Zudem müsse – wie etwa in Nordrhein-Westfalen – ein unmittelbarer Austausch zwischen Gutachtern möglich sein, um fachliche Fragen schneller klären zu können.
Gordon Schnieder sagte zu, dass bei einem Regierungswechsel die ISB angewiesen werde, den direkten Kontakt zu Antragstellern deutlich zu stärken – telefonisch, persönlich und in besonderen Fällen auch vor Ort. Ebenso solle ermöglicht werden, dass Gutachter miteinander sprechen können, um fachliche Fragen schneller zu klären.
Auch beim öffentlichen Wiederaufbau wurden Probleme geschildert. Teilweise sei bereits die Klärung von Zuständigkeiten zwischen Behörden schwierig, zudem werde die Verwaltungsvorschrift häufig sehr eng ausgelegt, etwa bei der Abgrenzung zwischen Gewässerwiederherstellung und Hochwasserschutzmaßnahmen. Hinzu kämen Nachfragen der Behörden, die aus Sicht vieler Kommunen darauf schließen ließen, dass Antragsunterlagen nicht immer vollständig erfasst oder verstanden worden seien.
Vor diesem Hintergrund erinnerte Orthen an seine bereits kurz nach der Flut erhobene Forderung nach einem sogenannten Katastrophenfolgenrecht. Wenn Infrastruktur von Jahrzehnten innerhalb eines Tages zerstört werde, könne der Wiederaufbau nicht unter denselben rechtlichen Rahmenbedingungen erfolgen wie im Normalfall. Katastrophengebiete bräuchten besondere Regelungen, die Verfahren vereinfachen und beschleunigen, sagte Schnieder.
Mehr Pragmatismus gefordert
Schnieder kündigte weiter an, eine lebensnahe und pragmatische Auslegung der Wiederaufbauvorschriften anzustreben und das Thema Katastrophenfolgenrecht für das Ahrtal und ganz Rheinland-Pfalz anzugehen. Zudem solle es wieder einen festen Ansprechpartner der Landesregierung im Ahrtal für die Kommunen geben.
Ein weiteres Thema waren die zusätzlichen Personalkosten in den Kommunen. Viele Verwaltungen mussten aufgrund der Vielzahl an Wiederaufbauaufgaben zusätzliches Personal einstellen, während Personalkosten nach der Verwaltungsvorschrift grundsätzlich nicht förderfähig sind. Hier sagte Schnieder zu, dass die Personalkostenzuschüsse des Landes wieder erhöht und so lange wie erforderlich gewährt werden sollen.
Für Orthen bleibt entscheidend, dass der Wiederaufbau im Ahrtal schneller und unbürokratischer wird: „Schnell und unbürokratisch – das war das Versprechen nach der Flut. Gerade im Ahrtal brauchen wir deshalb mehr Pragmatismus, weniger Bürokratie und mehr Vertrauen in die Menschen vor Ort.“
Pressemitteilung
CDU Kreis Ahrweiler
Artikel melden
Ahrtal: Schwierigkeiten beim Wiederaufbau der Radwege
- K. Schmidt: "Hier wird es aber noch viele Behörden-Abstimmungen geben müssen." - und kein Mensch bzw. Politiker merkt, wieviel Schwachsinn in diesem Satz steckt, wie sehr dieser Umstand den Wiederaufbau lähmt und...
„Geduld ist aufgebraucht“: Stillstand bei L 74-Sanierung sorgt für Frust
- Stefan Paul : Unfassbar. Ebenfalls aus Bürger Reihen werden nun weitere Eskalationen erfolgen. Die Untätigkeit der Behörden ist untragbar und kann nicht länger hingenommen werden. Ich kann ihnen get. 100 Bilder der desolaten Straße senden.
FDP fordert Abschaffung der Baumschutzsatzung – Baumschutz Ja, Bürokratie Nein
- Oliver Spielmann: Was passiert, wenn es keine Baumschutzsatzung gibt, kann man in aktueller Sache in Neuwied sehen. Hier wurden im Rahmen einer Schulhofumgestaltung 3 nachweislich verkehrssichere gesunde 100 Jahre alte...
- Koblenzer Bürger: Die Forderung der FDP, die Baumschutzsatzung abzuschaffen, ist ein längst überfälliger Schritt gegen staatliche Überregulierung. Es ist widersprüchlich, Hauseigentümer auf dem eigenen Grund und Boden...
Astrologische Vorschau für die KW XX: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen
Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 09. Monat bis 15. März 2026
Der März trägt bereits den Duft des nahenden Frühlings in sich. Die Tage werden länger, die Natur bereitet sich auf neues Wachstum vor – und auch im Leben vieler Sternzeichen kündigen sich Veränderungen, Chancen und kleine Herausforderungen an. In der Woche vom 9. bis 15. März mischen sich Aufbruchsstimmung und innere Klärungsprozesse. Manche Zeichen spüren frische Energie in der Liebe, andere müssen im Beruf Geduld beweisen oder stärker auf ihre Gesundheit achten.
Weiterlesen
Allgemeine Berichte
KoblenzerBürgerStiftung: Ehrenamtliche Lernpatinnen und Lernpaten gesucht
Koblenz. Dienstags an einer Grundschule in Koblenz: Wenn Jana W. und Thomas M. den Schulhof betreten, kommt ihnen eine ganze Horde Grundschüler entgegengerannt.
Weiterlesen
Ev. Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf
Shalom – Kirche trifft Synagoge
Pfaffendorf. Am Samstag, 21. März 2026, findet um 17 Uhr in der Evangelischen Kirche Koblenz-Pfaffendorf, Emser Straße 22, ein außergewöhnliches Konzert statt.
Weiterlesen
