Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Windkraft und Artenschutz – kein Widerspruch
Neuwied.Im Stadtgebiet von Neuwied werden an mehreren Stellen mögliche Standorte für Winderenergieanlagen geprüft. Die Grüne Fraktion im Neuwieder Stadtrat hat dieses Vorhaben von Beginn an ausdrücklich unterstützt und wird auch weiterhin den energie- und natursensiblen Prozess des Ausbaus kritisch und konstruktiv begleiten. Das bedeutet auch, dass die Grünen sich gegen das Ausspielen von Windkraft und Artenschutz wenden, das man in der öffentlichen Diskussion beobachten kann. Wenn man den Ausbau der Erneuerbaren Energien auf eine naturverträgliche Weise beschleunigen will, dann muss beides zusammengedacht werden. „Die Klimakrise und die Artenkrise gehören zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Sie können nur gemeinsam bewältigt werden. Wir brauchen einen beschleunigten Ausbau der Windkraft, um Rheinland-Pfalz spätestens bis 2040 klimaneutral zu machen und um die Stromproduktion bis 2030 bilanziell komplett auf Erneuerbare Energien umzustellen. Zugleich muss beim Ausbau der Erneuerbaren Energien der Schutz der windenergiesensiblen Arten berücksichtigt werden, da das wachsende Artensterben die Stabilität lebenswichtiger Ökosysteme gefährdet. Hier brauchen wir ausgewogene Lösungen. „, erklärte die Umwelt- und Energieministerin Katrin Eder.
Aus dieser Erkenntnis heraus ist 2021 in Rheinland-Pfalz ein Dialogprozess zwischen Klimaschutzministerium, Innenministerium sowie Energie- und Umweltverbänden entstanden, dessen Ergebnisse seit Anfang Dezember vorliegen. Herausgekommen ist ein Fachbeitrag, der für die Träger der Regionalplanung eine unerlässliche Basis ist, um die zukünftigen Entwicklungen im Rahmen des Landesgesetzes für Windenergiegebiete sorgfältig zu berücksichtigen und abzuwägen, so der für die Landesentwicklung zuständige Innenminister Michael Ebling.
Eine Flächenanalyse aus artenschutzfachlicher und naturschutzrechtlicher Sicht hat dazu konfliktarme Gebiete in RLP identifiziert, die für den Windkraftanbau genutzt werden können und gleichzeitig ausreichend Raum für geschützte Arten dargestellt.
So soll ein naturverträglicher Ausbau der Windenergie vor allem mit einer guten Flächenplanung ermöglicht werden.
Nun sind die Planungsverantwortlichen vor Ort auf allen Ebenen gefragt, die Ergebnisse dieses Fachbeitrags in ihren Planungs- und Abwägungsprozessen zu berücksichtigen, um Konflikte mit dem Naturschutz künftig zu minimieren. Pressemitteilung
Stadtratsfraktion
Bündnis 90/Die Grünen

Zitat: "Herausgekommen ist ein Fachbeitrag..." - Geliefert wie bestellt! Das Bundesnaturschutzgesetz und viele andere Gesetze, die dem eigentlichen Schutz von Natur und Umwelt, einschließlich dem von Menschen (Abstand und Lärm als Schlagworte), dienen, wurden, unter Führung der GRÜNEN dahingehend abgeändert, auf dass WKA's bedeutend einfacher errichtet werden können. Der Bericht strotzt vor, längst Widerlegten, Behauptungen, hier zeigt sich die erfolgreiche Lobbyarbeit der Windkraftindustrie.