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Stephan Retterath, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, begrüßte viele Gäste zum Frühlingsempfang und empfahl:

„Wir sollten nah am Menschen bleiben“

20.03.2017 - 13:15

Mendig. Anstelle des traditionellen Neujahrsempfangs hatte der Mendiger Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen nun zum Frühlingsempfang ins Bistro des Hotels Laacher Lay eingeladen. Für ein stimmungsvolles musikalisches Rahmenprogramm sorgte die Django Reinhardt Band, bestehend aus Mike, Sascha und Jermaine Reinhardt.

Nachdem er die Anwesenden, insbesondere die Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner als Gastrednerin herzlich willkommen geheißen hatte, stellte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Mendiger Stadtrat, Stephan Retterath zunächst fest: „Eigentlich zieht man an dieser Stelle wahrscheinlich so etwas, wie eine Bilanz der politischen Arbeit des vergangenen Jahres aus eigener Sicht, also höchst subjektiv. Man haut also die andere Seite nach Möglichkeit in die Pfanne, indem man vermeintliche oder tatsächliche Missstände anprangert und gleitet dann ganz elegant über zur Gegenwart, dem derzeitigen Stand der Dinge auf unserer winzigen Bühne, die alle, wie wir hier sitzen, ach so wichtig nehmen.“ Nach dieser nicht gerade alltäglichen Sicht der Dinge wurde der für seine mitunter relativ angriffslustige Rede bekannte grüne Fraktionsvorsitzende allerdings versöhnlich, indem er klar stellte: „Damit möchte ich unsere Arbeit - wie mir so oft vorgeworfen wird - keineswegs abwerten. Natürlich sind wir durch unser Mandat verpflichtet, getreu unserer Gesetze nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohle unserer Stadt, bzw. der Bürger, Entscheidungen zu fällen und uns den Kopf zu zerbrechen, wo die Reise hingehen soll. Vor einigen wenigen meiner Kollegen ziehe ich im Übrigen - trotz vieler Differenzen - in dieser Hinsicht auch meine allseits bekannte Mütze!“ Sodann thematisierte Stephan Retterath die globalen Veränderungen, „deren Auswirkungen wir hier, in unserem kleinen heilen Mikrokosmos durchaus spüren“. I

n seiner emotionalen Ansprache hieß es u.a. weiter: „Politische Strömungen, die wir längst im Gruselkeller der Geschichte wähnten, bekommen ungeahnten Auftrieb!“ Sodann warb er für die Gemeinsamkeit mit der manchmal „etwas hausbackenen“ CDU, mit ihren christlich-moralischen Werten, und dem sozialen Engagement der „altgedienten“ SPD und den „nicht mehr ganz so langhaarigen“ Grünen und ließ es sich nicht nehmen, „auch einmal vor unserer Mendiger Haustür zu fegen“ und verstärkt vor Ort darauf zu achten, dass „keine verantwortungslosen, populistisch-nationalistischen Redenschwinger“ Oberwasser bekommen. Das gemeinsame Ziel müsse sein, nah am Menschen zu bleiben, auf die Bürger zuzugehen, sie einzubinden und Transparenz bis ins letzte Glied zu zeigen. Im stillen Kämmerlein könne in Ruhe intern „palavert“ werden, unter Umständen entferne man sich aber immer mehr vom Wissen um die tatsächlichen Bedürfnisse der Gemeinschaft. „Ein Stück weit mehr Selbstreflexion im direkten Gespräch mit den Menschen stünde uns meines Erachtens gut!“

Fest entschlossen, die aktuellen Probleme anzugehen, war auch die Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner, deren Ansprache auf den Wahlslogan von Bündnis90/Die Grünen abzielte: „Zukunft wird aus Mut gemacht!“ Sie warb für eine offene, tolerante und vielfältige Gesellschaft, pries ihre Partei als die einzige politische Kraft an, die aus tiefster Überzeugung und mit aller Entschiedenheit für eine soziale und ökologische Politik eintrete. „Zukunft wird aus Mut gemacht und genau mit diesem Mut wollen wir uns einsetzen für Mendig, für die Eifel, für Rheinland-Pfalz und für die Zukunft unseres Landes“, so die Bundestagsabgeordnete.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung machte der Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen sich als vorbildlicher Gastgeber wieder einmal alle Ehre und verwöhnte seine Gäste mit köstlichen Leckereien. FRE

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Kommentare
juergen mueller:
Es geht hier nicht um Verteufelung, sondern einzig und alleine darum, dieser Veranstaltung etwas positives abzugewinnen, was ich nicht tue. Anstatt auf die Strasse zu gehen und Transparente hochzuhalten oder Sprüche (wie die von Anne) vom Stapel zu lassen, gibt es in vielfältiger Weise Dinge, etwas für EURE Zukunft zu tun, ohne laut zu werden. Laut ist unsere heutige Jugend eh schon bis zur Unerträglichkeit und zwar ohne positive Ergebnisse. Dass meine Generation eure Zukunft klaut ist ganz einfach nur das Ergebnis von Faulheit beim Denken. Ihr macht es euch zu einfach, wenn ihr denkt, wenn ihr auf die Strasse geht, dass sich dadurch etwas ändert. Steht ihr irgendwann einmal im Berufsleben (oder auch nicht), dann ist für viele von euch nur noch eines wichtig - dass es euch persönlich gut geht ... hierbei an andere zu denken, das ist dann nebensächlich u.egal ... das nennt man fortschreitende negative Entwicklung unserer Gesellschaft im ICH-Denken.
Anne:
Also an alle die schreiben das wir schwänzen. Nein das tun wir nicht! Wir haben unsere Lehrer und Direktoren gefragt und die haben dies ausdrücklich unterstützt und beführwortet. Uns liegt etwas an unserer Zukunft. Wir waren da, Wir waren laut, Weil Ihr unsere Zukunft klaut!
Lara :
Schade, dass die Aktion anscheinend so verteufelt wird. Es geht nicht um Lernverweigerung, sondern darum ein Zeichen zu setzten! Ich finde, dass vier Stunden Unterricht nicht mit dem Einsatz für unsere (!) Zukunft in Relation zu setzten ist. Waren zum allergrößten Teil engagierte Jugendliche, die ein ernstes Interesse haben :-)
Eks feeling:
Eks feeling hahaha das war so schlecht evakuiert mein ganzer Körper juckt danke für garnix
Kai Birkner:
Ehrlich gesagt, halte ich das für Unsinn. Es passiert kontinuierlich etwas. (https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/daten-karten/entwicklung-der-luftqualitaet#textpart-1) Wenn nun der Grenzwert für Stickoxyde der ohne wissenschaftliche Substanz festgelegt wurde und nun (nur in Deutschland) auch noch dilettantisch gemessen wird, zu Fahrverboten führt, führt das nicht zu mehr Verständnis für die berechtigte Forderung nach Umweltschutz, sondern bringt leider immer mehr Menschen dazu auch berechtigte Forderungen in Zweifel zu ziehen. Man sollte diese alberne und unsinnige Debatte um Diesel-Fahrverbote endlich beenden. Das hilft keinem.
Uwe Klasen:
„Der BUND fordert“ .... dabei ist noch nicht einmal in Ansätzen dazu demokratisch Legitimiert, geschweige denn durch den Souverän (Wähler) dazu berufen!
juergen mueller:
BUND fordert - Langner VERSPRICHT (was Zeit braucht) - aber NIX passiert. POLITIK auf - wie immer auf Ab (Irr-Wegen). Auch wenn für Visionen Geld benötigt wird - nicht immer alles Versprechen für sein eigenes Fortkommen, sondern auch einmal daran denken, dass Versprechen, was das immer in der Politik an Wahrheitsgehalt daran von Wert ist, zumindest versuchen, dies einzuhalten ... LANGNER. Sie haben Zeit genug gehabt, Positives auf den Tisch zu legen.
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