Politik | 15.06.2020

Freie Wähler, Ratsfraktion Koblenz

Wohntraum für junge Familien in Metternich

Flächennutzungsplan der Stadt wird neu diskutiert - Wohnraum schaffen statt verhindern

Christian Altmaier, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Foto: privat

Koblenz. Die Zukunft der Stadt Koblenz wird in groben Zügen stets über den Flächennutzungsplan entwickelt. Aktuell ist der neue Flächennutzungsplan (FNP) in der Diskussion in den Gremien des Stadtrates. Einmal mehr zeigt sich, welche unterschiedliche Positionen die Fraktionen im Stadtrat einnehmen.

„Während Freie Wähler Wohnraum für junge Familien schaffen wollen, setzen die Grünen auf eine Verhinderungsstrategie“, beklagt der Vorsitzende der Fraktion Freie Wähler, Rechtsanwalt Stephan Wefelscheid. Hintergrund ist eine Flut von Änderungsanträgen für die Sitzung des Fachausschusses, in dem die Grünen sämtliche Planungen für Erweiterungen von bestehenden Wohnbaugebieten im Stadtgebiet abräumen wollen.

„Aber gerade für Polizisten, Krankenschwestern, Industriearbeiter fehlt es an bezahlbarem Wohnraum in Koblenz und hier müssen wir mit kreativen Ideen eine Fehlentwicklung im Baubereich aufhalten“, gibt Christian Altmaier zu bedenken. Bislang seien viele Projekte in Koblenz im Bau, die aber überwiegend sehr teure Eigentumswohnungen vorsehen. Neue Quartiere für Ein- und Mehrfamilienhäuser sind Fehlanzeige.

Daher schlägt das Metternicher Stadtratsmitglied eine Fortführung der Entwicklung entlang der Eifelstraße und des Bubenheimer Weges vor. Dort könne die Stadt mit der Ausweisung eines kleinen Areals für zusätzlichen Wohnbau eine logische Lückenschließung vornehmen und das Entwicklungsgebiet des Stadtteils abrunden.

Konkret geht es um eine Fläche vis-à-vis des Bezirksfriedhofes Metternich. Auf der gegenüberliegenden Seite hatte der Stadtrat nun die Weichen gestellt, um zwischen Pollenfeldweg, Eifelstraße und Bubenheimer Weg eine weitere Entwicklung zu ermöglichen. „Wir schlagen nun vor, die Brücke über die Eifelstraße zu schlagen und auch dort noch in Zukunft Wohnbau möglich zu machen“, erläutern Altmaier und Wefelscheid die Idee. Über entsprechende Anträge in den Ausschüssen und Stadtrat suchen Freie Wähler nach Mehrheiten. Vorteil wäre es nach Ansicht der Freie Wähler-Fraktion auch, dass das Straßenprofil der Eifelstraße im Kreuzungsbereich Bubenheimer Weg in diesem Zusammenhang gleich mit überplant werden könne.

„Freie Wähler wollen für hart arbeitende Menschen bezahlbaren Wohnraum schaffen, damit auch die Mittelschicht sich in Koblenz und Metternich niederlassen kann, so wie es viele Jahrzehnte zuvor schon die Siedlungsgemeinschaften möglich machten“, begründet Altmaier den Vorstoß. Die Stadt München habe auf dem Gebiet einer ehemaligen Brauerei gerade für diese Zielgruppe jüngst ein Projekt abgeschlossen. „Dort können Polizisten, Pflegekräfte, aber auch Industriearbeiter, für die derzeit die Realisierung des Wohntraums in eigenen vier Wänden unerschwinglich scheint, sich niederlassen und in ihrer Heimatstadt bleiben“, weiß Altmaier zu berichten. Dieses Ziel verfolgen Freie Wähler auch und wünschen sich für die neue Fläche im Nutzungsplan auch ein Modell, etwa mit der Koblenzer Wohnbau, um dieser Idee Leben einzuhauchen.

Pressemitteilung

Freie Wähler, Ratsfraktion Koblenz

Christian Altmaier, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Foto: privat

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Kommentare
15.06.202023:06 Uhr
juergen mueller

Wie verlogen die Politik ist, zeigt sich in diesem Kommentar.
Jahrzehnte hat man sich um bezahlbaren Wohnraum einen Dreck geschert und Wohnraum nur für Menschen geschaffen, die sich dies, über dem Mittelstand lebend, leisten konnten.
Wenn ich mir das "Musikerviertel-Oberwerth" reinziehe, dann könnte ich nur noch kotzen - ein Stadtteil namens OBERWERTH, der OBERSCHICHT vorbehalten, politisch gesteuert, bezahlbarer Wohnraum nur "exclusiv".
Diese ALTMAIERISCHE und WEFELSCHEIDSCHE Anbiederung ist nur noch bemitleidens- und verachtenswert.
ALTMAIER will in den LANDTAG und dazu ist ihm jedes Mittel recht ... POLITIKER eben.

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