Meinung zu den Leserbriefen "Rheinbacher Stolpersteine"
Wut und Empörung
Wut und Empörung empfinde ich für das andauernde Hin und Her in der Diskussion um die „Rheinbacher Stolpersteine“ vor dem Hintergrund der Geschichte, die scheinbar in Rheinbach in zwei unzulässige Auffassungen geteilt wird. Ich bin ein Anhänger von Stéphane Hessel, der viele Menschen mit seiner Streitschrift „Empört Euch“ aufgerüttelt hat und ich unterstütze ohne Wenn und Aber das Ansinnen des Bürgerantrages mit 1.800 Unterschriften, die Installation der Stolpersteine an den Häusern, in denen 34 deportierte und später ermordete Rheinbacher Juden gewohnt haben, auf den Bürgersteigen zu installieren, die öffentlicher Raum sind. Bürgermeister Raetz wäre gut beraten, einmal einen Blick in die Rheinbacher Verwaltungsgeschichte der Nazizeit zu tun, um zu sehen, wie diese (und wie sicherlich alle deutschen kommunalen Verwaltungen in der damaligen Zeit) in die „Maschinerie des Bösen“ involviert waren. Vielleicht könnte dieser Ansatz den Chef der heutigen Rheinbacher Verwaltung zu einem mutigen Durchgreifen veranlassen, so dass man von ihm sagen könnte: „Der Mann hat Rückgrat, der eignet sich auch als Landrat.“
Georg Schmidberger,
Rheinbach
