Politik | 09.02.2016

Unterbringung, Versorgung und Integration von Flüchtlingen in der Gemeinde Swisttal

Zahl der Zuweisungen hat abgenommen

Swisttal. Viele Menschen flüchten vor Krieg, Verfolgung, Hunger, Armut, Terror und Gewalt aus ihren Heimatländern nach Deutschland. Sie kommen zu uns, weil sie eine Zuflucht suchen, in der Hoffnung, hier ein friedliches Leben ohne existenzielle Not führen zu können. Die Verteilung der Menschen erfolgt über die Bezirksregierung an die einzelnen Städte und Gemeinden. Die Gemeinde ist verpflichtet, die ihr zugewiesenen Flüchtlinge aufzunehmen und unterzubringen.

Derzeit 369 Flüchtlinge

Derzeit (Stand: 28. Januar) leben 369 Flüchtlinge und Asylbewerber in der Gemeinde Swisttal. In den Wochen vor Weihnachten kamen etwa 20 Flüchtlinge pro Woche. Seit Anfang des Jahres hat die Zahl der Zuweisungen abgenommen. Die meisten Personen wohnen in Übergangswohnanlagen in Heimerzheim, Ludendorf und Odendorf. In Morenhoven und Buschhoven wurden ebenfalls Unterkünfte für die Flüchtlinge eingerichtet. Für etwa 150 Personen konnte die Gemeinde Wohnungen anmieten. „Unser Ziel ist es, bis 2017 insgesamt 400 Personen in Wohnungen unterzubringen“, sagt Armin Wallraff, Leiter des Sozialamts der Gemeinde Swisttal. Die Zuweisungen durch die Bezirksregierung Arnsberg werden den Mitarbeitern der Verwaltung zwei bis vier Tage im Voraus angekündigt. Die zugewiesenen Personen werden nach ihrer Ankunft bei der Gemeinde angemeldet und anschließend zu ihrer Unterkunft gebracht. Als Ansprechpartner stehen für die Flüchtlinge der Flüchtlingskoordinator Peter Nitschke, die Sozialamtsmitarbeiter Andreas Pütz, Petra Schüller und auch die Schulsozialarbeiterin Iris Sauer, Hausmeister Patrick Wolber sowie ehrenamtlich engagierte Bürger des Arbeitskreises Flüchtlinge Swisttal und den vier Flüchtlingshelferkreisen zur Verfügung. Die Betreuung erfolgt maßgeblich durch die ehrenamtlichen Helferkreise. Die Hilfe suchenden Personen erhalten zur Sicherung ihres persönlichen Lebensunterhalts monatliche Unterhaltszahlungen für Lebensmittel, Kleidung, Mobilität und Teilhabe am sozialen Leben. Die Gemeinde beabsichtigt, für die künftige Auszahlung der Leistungen einen Kassenautomaten anzuschaffen. Dies hat den Vorteil, dass die Auszahlungen nicht mehr durch die Gemeindekasse erledigt werden müssen. Darüber hinaus führt dies zu einer Verbesserung im Besucherverkehr. Bereits im Dezember 2014 wurde der Arbeitskreis „Flüchtlingshilfe Swisttal“ gegründet. In ihm engagieren sich Bürger ehrenamtlich, in dem sie die Flüchtlinge bei der Integration unterstützen. Zudem haben sich vier Flüchtlingshelferkreise gebildet: der Helferkreis Ludendorf/Essig/Odendorf („LEO“), der Helferkreis Morenhoven, der Helferkreis Buschhoven und der Helferkreis Heimerzheim.

Hilfe von allen Seiten

Die ehrenamtlichen Helfer unterstützen die Flüchtlinge dabei, Kleidung und Kücheninventar aus Spenden zu erhalten. Sie helfen außerdem beim Besuch von Sprachkursen. Sie begleiten die Flüchtlinge bei Behördengängen und bieten unter anderem Fahrdienste an. Unterstützt werden die engagierten Bürger bei ihrer Arbeit durch die Schulsozialarbeiterin Iris Sauer, die Ansprechpartnerin für die Familien und für die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zuständig ist. Der Rat der Gemeinde Swisttal hat in seinem Konzept beschlossen, dass im Rahmen der Unterbringung jeder Ortsteil seinen Beitrag leisten soll. Es wird angestrebt, den Bau fester Übergangswohnheime in den großen Ortsteilen zu schaffen. In den kleineren Ortsteilen sollen vorübergehende Lösungen realisiert werden. Zur Unterbringung der Flüchtlinge ist im Jahr 2016 der Bau von zusätzlichen Wohnanlagen vorgesehen. Mit dem Bau eines Übergangswohnheims in der Bahnhofstraße in Odendorf soll im ersten Halbjahr begonnen werden. Eine weitere Unterbringungsmöglichkeit ist Am Fienacker in Buschhoven geplant. Für ein zusätzliches Übergangswohnheim, das im Haushalt für 2017 vorgesehen ist, wird noch nach einem geeigneten Standort gesucht. Im ersten Quartal 2016 ist an zwei Standorten der Gemeinde Swisttal, in Dünstekoven und Straßfeld, die Errichtung von Containern geplant. Für die Kinder der Flüchtlinge besteht Schulpflicht. An der Georg-von-Boeselager-Sekundarschule wurde eine internationale Klasse eingerichtet. Iris Sauer sorgt dafür, dass die Grund- und Sekundarschüler über das Bildungs- und Teilhabepaket mit Nachhilfeunterricht gefördert werden. Einmal in der Woche treffen sich Sozialamtsleiter Wallraff und Flüchtlingskoordinator Nitschke mit Vertreten des Arbeitskreises „Flüchtlingshilfe Swisttal“, Jürgen Hein (Vorsitzender) und Michael Gadow, um sich über die aktuelle Situation auszutauschen. „Wir sind sehr dankbar für die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis und den Flüchtlingshelferkreisen. Die Arbeit der Ehrenamtler ist für uns eine wertvolle und unverzichtbare Unterstützung“, sagt Wallraff.

Drei Infoabende

Am Dienstag, 16. Februar, 20 Uhr, bietet die Gemeinde Swisttal im Dorfhaus Odendorf einen Informationsabend zur Unterbringung der Flüchtlinge in Ludendorf, Essig und Odendorf an. Gegenwärtig wohnen insgesamt 128 Flüchtlinge in Ludendorf und Odendorf. Die Bürger sollen über die aktuelle Wohnsituation und besonders über den geplanten Bau des Übergangswohnheims in der Bahnhofstraße informiert werden. Am Mittwoch, 24. Februar, 18 Uhr, ist eine Informationsveranstaltung im Feuerwehrhaus in Dünstekoven vorgesehen. Die Gemeinde wird über die geplante Errichtung von Containern in Dünstekoven informieren. Am Donnerstag, 25. Februar, findet um 18 Uhr im Katholischen Pfarrzentrum in Buschhoven ein weiterer Informationsabend zur geplanten Errichtung einer Wohnanlage Am Fienacker in Buschhoven statt.Pressemitteilung

der Gemeinde Swisttal

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