SPD: Auch in der Pandemie muss Schwimmunterricht möglich sein
Zu viele Kinder haben während der Pandemie keine Möglichkeit, schwimmen zu lernen
Andernach. Fakt ist, während der Coronapandemie fielen nahezu alle Schwimmkurse aus, da die Schwimmbäder geschlossen hatten. Damit hatten bislang bereits zwei Jahrgänge Schülerinnen und Schüler keinen regulären Schwimmunterricht. „Ich sehe das mit großer Sorge“, so Sabine Petersen-Tomaschoff, SPD Andernach und Mutter zweier Kinder, „denn wie will man diese große Nachfrage, die sich aus dem Ausfall ergeben hat, jemals bewältigen?“ Es verlangt einen enormen Kraftakt aller, die in der Verantwortung stehen, Kindern das Schwimmen beizubringen. Hier werden neben den Grundschulen auch DLRG, TBA und ehrenamtliche sowie private Organisationen gefragt sein.
Vor zwei Jahren hatte die Andernacher SPD beantragt, dass finanzielle Anreize geschaffen werden, um das Schwimmenlernen zu fördern. „Damals dachte man beispielsweise über mehr freie Zeiten in den Bädern für Schwimmkurse, bessere Transportmöglichkeiten für Schulen, Erhöhung der Zuschüsse an Vereine auch insbesondere für die Ausbildung von Übungsleitern nach. Aber auch der Vorschlag, Kindern bis zehn Jahre freien Eintritt zu gewähren, die sich in Begleitung eines Erwachsenen befinden, stand im Raum“, erklären der Fraktionsvorsitzende Marc Ruland und Franz-Josef Wagner (Beigeordneter), der seinerseits sportpolitischer Sprecher der SPD war. Hier wurden für das Jahr 2019/2020 Gelder zur Verfügung gestellt, die aufgrund der Coronapandemie nicht abgerufen wurden und somit jetzt zur Verfügung stehen.
Somit wurde auf Initiative der SPD und mit finanzieller Unterstützung der Kreissparkasse Andernach sowie dem Sportamt ein Weg gefunden, entsprechende Schwimmlern-Angebote zu schaffen. Fast 80 Kinder befinden sich nun in zwei Kursen, um Schwimmen zu lernen. Möglich wurde dies durch die Stadtwerke Andernach, die mit der Öffnung des Hallenbads parallel zum Freibad eine hervorragende Grundlage dafür geschaffen hat, und durch zusätzlich eingeräumte Wasserzeiten. Die DLRG in Andernach hat für den Sommer ihr Kursangebot bereits aufgestockt, aber die Kurse waren sofort ausgebucht.
Die Andernacher SPD fordert daher zusätzliche Wasserzeiten für Vereine und Schulen, auch mal nachmittags oder am Wochenende. Man könnte sogar darüber nachdenken, dass nicht nur Kurse in Andernachs Bädern, sondern auch im Pellenzbad von Andernacher Vereinen angeboten werden könnten. Bislang haben diese dort keine Wasserzeiten zur Verfügung. „Immerhin beteiligt sich Andernach finanziell am Unterhalt des Pellenzbads, daher wäre das ein logischer Schritt“, so Franz-Josef Wagner.
Pressemitteilung
der SPD Andernach
