Allgemeine Berichte | 21.09.2013

7. Kunstsalon im Historischen Dreieck von Remagen bot enorme Vielfalt künstlerischen Schaffens

13 Galerien öffneten ihre Pforten für Kunstinteressierte

Mit einer Maskenperformance wurde die 7. Auflage des Kunstsalons in Remagen eröffnet

Bei einem Rundgang bewunderten die Ehrengäste zunächst in der Villa Heros beim Künstlerforum Remagen die eingereichten Entwürfe der Fahnen, die von Uwe Schnackenberg erläutert wurden.AB

Remagen. Eine breite Vielfalt künstlerischen Schaffens war am Wochenende, beim 7. Kunstsalon in Remagen zu bewundern. Rund 80 Künstler präsentierten in 13 Galerien im Historischen Dreieck in Remagen gemeinsam ihre Kunstwerke. Zur offiziellen Eröffnung auf dem Remagener Marktplatz hatten sich den Künstlern auch eine ganze Reihe von Gästen und auch Ehrengästen auf dem Remagener Marktplatz eingefunden. So konnte Bürgermeister Herbert Georgi auch den Landrat Dr. Jürgen Pföhler, einen „ausgesprochenen Kunstfreund“, willkommen heißen. Der weitere Gruß galt neben den Künstlern der Bundestagsabgeordneten Mechthild Heil, den Landtagsabgeordneten Marcel Hürter und Guido Ernst, dem Direktor des Arp-Museums Oliver Kornhoff, dem Beigeordneten Hans-Joachim Bergmann, den Ortsvorstehern von Remagen und Oberwinter, Walter Köbbing und Norbert Matthias, sowie einer ganzen Reihe von Ortsbeirats- und Stadtratsmitgliedern. Georgi hob hervor, dass die Kunst in Remagen sich rasant entwickelt habe. „Das ist Tradition, aber keine verkrustete, das hat lebendige Fahrt aufgenommen“, betonte der Stadtchef. Mit 13 Künstlervereinigungen, Künstlergruppen und Galerien biete Remagen den Kunstinteressierten eine große Palette an künstlerischer Vielfalt.

Rekordzahlen

Landrat Dr. Jürgen Pföhler, der den 7. Kunstsalon offiziell eröffnete, betonte, dass die Stadt Remagen diese Entwicklung von Anfang an tatkräftig unterstützt habe. „Sie hat mit der Villa Heros hier hinter dem Rathaus kostengünstige Atelier- und Ausstellungsräume zur Verfügung gestellt. Sie ist Ansprechpartner und schafft den Rahmen für Veranstaltungen wie den LebensKunstMarkt im Sommer oder den Kunstsalon im Herbst, wo sich die Kunstszene attraktiv einbringen kann. Die Rekordzahlen des diesjährigen Kunstsalons sprechen für sich: Die Schau präsentiert mittlerweile rund 80 Künstler an 13 verschiedenen Adressen, die sich alle auf engstem Raum im historischen Dreieck der Altstadt konzentrieren. Ich bin sicher, dass kein anderer Ort in Rheinland-Pfalz über eine größere Dichte an künstlerischen Adressen verfügt“, so Pföhler. Der Remagener Kunstsalon sei tatsächlich zu einem besonderen kulturellen Highlight der Region geworden. „Zu diesem erfolgreichen Weg gratuliere ich der Stadt Remagen und ihren künstlerischen Mitstreitern. Vor allem danke ich den vielen Akteuren, die sich hier - mit dem gemeinsamen Interesse an der Kunst - zusammengefunden haben und sich tatkräftig an der Realisierung des Kunstsalons beteiligen“, hob Pföhler hervor. Gerne unterstütze der Kreis auch das Fahnenprojekt „Starke Bilder“, das aus den Reihen der Künstler entwickelt wurde. In einem Wettbewerb wurden 38 Fahnenentwürfe eingereicht. 19 wurden von einer Jury ausgesucht. Und die flattern für die nächsten Wochen an der Remagener Rheinpromenade als weitere touristische Attraktion.

Maskenperformance mit Musik

Künstlerisch eröffnet wurde die siebte Auflage des Remagener Kunstsalons mit einer Maskenperformance mit Musik für zwei Carillions und ein Flötenwerk. Antje Poser und Tobias Hagedorn boten auf der Marktplatzbühne, auch wenn es inzwischen etwas regnete, einen urzeitlichen farbenprächtigen Drachen mit weit ausbreitenden Schwingen, der nicht nur die Erwachsenen in Staunen versetzte. Beim anschließenden Rundgang bewunderten die Ehrengäste zunächst in der Villa Heros beim Künstlerforum Remagen die eingereichten Entwürfe der Fahnen, die von Uwe Schnackenberg erläutert wurden. In den oberen Räumlichkeiten präsentierte die Ateliergemeinschaft mit Gitta Büsch, Cornelia Harss, Irene Eigenbrodt, Anja-Kathrin Grimm, Herbert Höcky, Undine Hauptmann und Evelyn Klein Malerei, Skulpturen, Objekte und Mixmedia. In der Hand in Hand Galerie gab es einen Brückenschlag von Kunst und Business. Unter dem Titel „Kunst im Büro“ begeisterte Jean Lessenich mit Zeichnungen von Jazz-Größen und Ulrich Schmidt-Contoli mit farbenprächtiger Malerei. In der Galerie Artspace K2 von Christoph Noebel präsentierte Heinke-Ursel Lüttschwanger Photograhie, analoge Schwarz-Weiß-Fotografie, mit der sie das Wesentliche und die fundamentalen Grundlagen der Dinge entdeckt, erforscht und festhält. Starke 16 Künstlerinnen und Künstler waren im Katholischen Pfarrzentrum zu bewundern. Dort stellte die Gruppe RheinArt unter dem Thema „Es ist angerichtet“ aus. Alle Künstler hatten sich diesem Thema gewidmet und begeisterten mit Malerei, Grafik, Skulpturen und Installationen.

Krönender Abschluss

Den krönenden Abschluss am Samstagabend auf dem Marktplatz bot, nun mal musikalisch, „Stark - Cello meets Jazz“. Vor gut 50 Gästen, überwiegend Gäste, die sich auch bei den Veranstaltungen „Lebendiger Marktplatz“ eingefunden hatten, bot Stark Sound-Ästhetik auf der Grenze zwischen Modern-Jazz, Weltmusik und Klassik. Unterstützt wurde dieses Konzert des Remagener Kunstsalons vom Verein „Lebendiger Marktplatz“.

Antje Poser und Tobias Hagedorn boten auf der Marktplatzbühne einen urzeitlichen farbenprächtigen Drachen mit weit ausbreitenden Schwingen.

Antje Poser und Tobias Hagedorn boten auf der Marktplatzbühne einen urzeitlichen farbenprächtigen Drachen mit weit ausbreitenden Schwingen.

Bei einem Rundgang bewunderten die Ehrengäste zunächst in der Villa Heros beim Künstlerforum Remagen die eingereichten Entwürfe der Fahnen, die von Uwe Schnackenberg erläutert wurden.Fotos: AB

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