Jahreshauptversammlung der Remagener Weinbaugemeinschaft
1400 Arbeitsstunden für gut 100 Reben
Vorsitzender Eduard Krahe dankte den engagierten Helfern und den Padres vom Apollinarisberg
Remagen. Sie tagten unter der „Ahnengalerie“ der Remagener Weinköniginnen im Rathauskeller der alten Römerstadt, die Mitglieder der Weinbaugemeinschaft bei ihrer ersten Jahreshauptversammlung. Vorsitzender Eduard Krahe, dem die Initiative für den Wiederanbau der Reben unterhalb der Apollinariskirche zu verdanken ist, hatte dazu eine Präsentation vorbereitet, die den Umbruch der Scholle auf dem historischen Gelände zeigte.
Dank galt der „Donnerstagsriege“, die unermüdlich im ersten Jahr des jungen Vereins unter der Anleitung von Weinbaumeister Georg Kriechel den Berg bearbeitet, Pfropfen gepflanzt und Pfirsichweinwurzelwerk in den Boden gebracht hatte. Dabei auch ein knappes Dutzend Feuerwehrmänner mit Alexander Krahe an der Spitze, die mit schwerem Gerät gegen verwildertes Gehölz angegangen waren.
Ein besonderer Dank des Vorsitzenden ging an die Padres vom Berg und die eifrigen Helfer um Ludwig Hillen, die die Arbeiten der Weinbaugemeinschaft immer unterstützt hatten. Nur so konnte es dazu kommen, dass nun mehr als 100 Riesling-Reben der ersten Ernte entgegen wachsen, dass das Gesamtambiente unterhalb von Remagens Wahrzeichen ein ganz neues Bild bekommen hat. Nur so konnte es kommen, dass die feierliche Einsegnung, die von Pater Bartholomäus vorgenommen worden war, zu einem Ereignis wurde, dass in die Remagener Weinbauhistorie eingehen wird. So konnten Erinnerungen wach gehalten werden an die große Zeit des Remagener Weinbaus im 19. Jahrhundert, auf die heute noch das Weinfest am dritten Septemberwochenende jedes Jahres zurückgeht. „Die Gemeinschaft auf dem Berg ist noch größer geworden“, umschrieb der Vorsitzende das Verhältnis der Gruppen, die rund um die Apollinariskirche leben und arbeiten. Dank und Anerkennung konnte der Vorsitzende für seine Leistung rund um den jungen Verein mit nach Hause nehmen.
Dank galt aber auch der „Dagernova“ in der Person von Georg Kriechel, die die bald anstehende erste Ernte und die dann folgende Weingewinnung fachmännisch begleiten wird.
Eine breite Diskussion entwickelte sich bei der Jahreshauptversammlung über den Beitrag der Weinbaugemeinschaft zum Remagener Weinfest.
Der erste Beigeordnete der Stadt, Hajo Bergmann, schlug vor, mit Informationen rund um den Wein und den Verein präsent zu sein. Der Vorstand will das nun prüfen. Ebenso stand die Zahl der Mitglieder auf dem Prüfstand, die Frage, wie stark der Verein noch wachsen will. 60 Mitglieder sind bislang der Gemeinschaft beigetreten. 50. Mitglied war die erste Weinkönigin der Stadt Therese Decroupee.
Finanziell geht es dem Verein gut, Kassenwart Martin Tillmann konnte das darlegen. Somit kann der Vorstand auch eine Erweiterung der Weinbauflächen ins Auge fassen. Die Gemeinschaft will darüber in naher Zukunft diskutieren. Eine weitere Frage steht noch im Raum: Welchen Namen bekommt das „Kind“ respektive der Wein, wenn er einmal abgefüllt ist?
