Allgemeine Berichte | 27.08.2013

Ein bemerkenswertes Fest fand in Kripp statt

„65 Jahre Hand in Hand“

Marianne und Philipp Bauer feierten Eiserne Hochzeit mit Familie und Nachbarn

Marianne und Philipp Bauer konnten als Gratulanten Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer, Kreisbeigeordneter Fritz Langenhorst und den Stadtbeigeordneten Joachim Titz begrüßen.AB

Kripp. Das heute nur sehr seltene Fest der Eisernen Hochzeit feierten in Kripp die bekannten und beliebten Mitbürger Marianne und Philipp Bauer im Kreise der Familie und der Nachbarschaft. Genau vor 65 Jahren gaben sich die beiden das Ja-Wort in der Kirche, damals noch getraut von Dechant Dr. Peters. Beide Jubilare sind im stolzen Alter von 88 und 95 Jahren noch wohlauf und versprühen mit ihrem Humor eine herrliche Lebensfreude. Marianne Bauer erblickte als geborene Ockenfels am 2. Oktober 1924 das Licht der Welt in Remagen. Sie ist Ur-Remagenerin, auch wenn sie das Leben mit ihrem Ehemann und der Familie für 38 Jahre mitten in das Herz von Köln führte. Philipp Bauer wurde am 26. März 1918 in Düsseldorf geboren. Kennengelernt haben sich die Jubilare 1946 auf Gut Calmuth. Damals war der Vater der Jubilarin dort Verwalter der Ökonomie. Philipp Bauer führte es auf Gut Calmuth, weil er als Architekt einer Düsseldorfer Firma dort die Film-Union, die Synchronisations-Anstalt, wie er selbst sagt, umbaute. Schon zwei Jahre später gaben sich die beiden, vier Wochen nach der Währungsreform das Ja-Wort. Marianne Bauer hatte zuvor nach dem Besuch der Schule in Remagen die Handelsschule in Andernach besucht und war anschließend bis März 1945 bei der Stadtverwaltung Ahrweiler beschäftigt. Der Jubilar hatte noch vor dem Krieg das Gymnasium in Düsseldorf besucht, hatte bei einem Architekten in Düsseldorf gelernt. Den Krieg erlebte er bei der Luftwaffe als Navigationslehrer. Nach dem Krieg arbeitete er als Architekt bei Regierungsbaumeister Wahl in Köln. Nach der Hochzeit lebte das Ehepaar zunächst im Elternhaus von Marianne Bauer, in der Bahnhofsstraße 9. Dort widmete sie sich dem Haushalt und der Familie. Die beiden Söhne wurden am 6. April 1950 und am 3. Dezember 1951 geboren und machten das Familienglück perfekt. Da der Jubilar in Köln als Architekt arbeitete, zog die Familie 1953 nach Köln, „mitten ins Herz von Köln“, so Marianne Bauer. 38 Jahre lebten sie dort, bis sie 1991 nach Remagen zurückkehrten und ins eigene Häuschen, das sie schon 1962 gebaut hatten, in die Kripper Mittelstraße zogen. Dort lebte inzwischen die Mutter von Marianne Bauer, die bis zu ihrem Tode dort auch versorgt wurde. Nach der Pension widmete sich der Jubilar wieder verstärkt seinem Hobby, dem künstlerischen Bemalen von Wanduhren, die das Eigenheim ebenso zieren, wie so manche Malerei von Philipp Bauer. Denn auch Orden einer Kölner Karnevalgesellschaft zieren die urgemütlichen Zimmer. Diese Orden wurden nach Malereien von Philipp Bauer entworfen. Eng verbunden sind die beiden Jubilare auch mit der Mosel, denn dort wohnte in Kobern-Gondorf die Oma der Jubilarin. Immer wieder reisten und reisen sie auch heute noch gerne an die Mosel. Gemeinsam versorgen beide das Haus und den riesigen Garten. Großen Wert legen sie auf die Familie und die gute Nachbarschaft. Auf die Frage, wie man es schafft, 65 Jahre verheiratet zu sein, meinen beide: „Mit viel Humor einander ertragen.“ Am Sonntag wurde im Hause Bauer in der Mittelstraße 172 so richtig die Eiserne Hochzeit im Kreise der Familie und der Nachbarschaft gefeiert. Mit dabei natürlich auch die beiden Enkel Martina-Marianne und Andreas-Philippus. Auch Kreisbeigeordneter Fritz Langenhorst, Stadtbeigeordneter Joachim Titz und Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer gratulierten den beiden lebendigen und humorvollen Jubilaren zu ihrem ganz selten gefeierten Fest.

Marianne und Philipp Bauer konnten als Gratulanten Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer, Kreisbeigeordneter Fritz Langenhorst und den Stadtbeigeordneten Joachim Titz begrüßen.Foto: AB

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