Schwester Christiane feierte 50-jähriges Ordensjubiläum
„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“
Remagen. Vor fünfzig Jahren trat Schwester Christiane Bode, die heute in St. Anna lebt, in den Franziskanerorden ein. Kürzlich feierte sie mit ihrer Familie, ihren Mitschwestern und vielen Wegbegleitern und Freunden ihr Goldenes Ordensjubiläum.
Der Festtag begann mit einer Dankmesse in der Kapelle von St. Anna, die von Monsignore Franz Lurz zelebriert wurde. Er war gerne der Einladung gefolgt, denn viele Jahre hatte er mit der Jubilarin im Pfarrverband Bad Honnef zusammengearbeitet. Bei der Eröffnung der Liturgie und in der Predigt würdigte er das Engagement der ehemaligen Gemeindereferentin in der Jugend-, Erwachsenen- und Seniorenarbeit. In bewegenden Worten schilderte er, wie sehr das Wirken und der Ideenreichtum von Schwester Christiane geschätzt und geliebt wurden. „Die Kinder hingen so an dir“, sagte er und erinnerte an die schöne Zeit in der Schule, bei der Erstkommunionkatechese sowie an die Arbeit mit Kindern, Müttern und Vätern. Außerdem würdigte er, wie sie gemeinsam neue Ansätze in die Gemeinde gebracht hätten, zum Beispiel den von Albert Biesinger: „Kinder nicht um Gott betrügen“. Aber auch ein weiteres Talent von Schwester Christiane diente dem Gemeindeleben: In ihrer Freizeit schuf die gelernte Schneiderin kunstvolle Arbeiten für die Basare und Feste. Pfarrer Lurz und die Mitfeiernden dankten Gott für die Berufung von Schwester Christiane und für ihren engagierten Dienst in all den Jahren - nicht zuletzt auch für die Armen.
Er erinnerte an das Wort von Martin Buber: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“. In diesem Sinne schaut die Jubilarin auf ein reiches bisheriges Leben zurück. Wie es dazu kam, dass sie sich vor fünfzig Jahren entschloss, Ordensfrau zu werden, deutete der Monsignore zunächst augenzwinkernd an: „Sie war von Nonnen umzingelt“, um schließlich ernst auf Edith Stein zu verweisen: „Secretum meum mihi“. In den Worten „Mein Geheimnis gehört mir“ kommt zum Ausdruck, dass der Weg des Menschen auf Gott hin zutiefst immer ein Geheimnis zwischen Gott und Mensch ist.
Im „Unruhestand“, wie Pfarrer Lurz das jetzige Wirken der Jubilarin bezeichnete, tut sie nichts Anderes wie auf ihrem bisherigen Lebensweg: Im Zusammenklang von franziskanischer Spiritualität und Dienst am Menschen zu leben. Sie arbeitet immer noch in der Verkündigung und im Seniorenpastoral mit. Ihre künstlerische Ader liegt auch nicht brach: Ihre handgefertigten Grußkarten sind ein Geheimtipp.
Das Katholische Pfarramt Remagen gratuliert Schwester Christiane und ihren drei Mitschwestern, die ebenfalls das Goldene Professjubiläum feiern durften, recht herzlich und wünscht ihnen noch viele glückliche Jahre.
