Rund 300 Pilger kamen per Rheinschiff nach Remagen
Apollinariswallfahrt feierlich eröffnet
Remagen. Fast 300 Teilnehmer der traditionellen Schiffswallfahrt kamen auch in diesem Jahr mit der „Petersberg“ nach Remagen, um den heiligen Apollinaris zu verehren. Veranstalter sind die Franziskus-Stiftung und das Jugendwerk der Franziskaner.
Die Pilger aus der Eifel und aus dem Kölner Raum trafen sich am vergangenen Sonntagmorgen, dem ersten Morgen der Apollinariswallfahrt, am Seiteneingang des Kölner Doms mit dem Wallfahrtsleiter, dem ehemaligen Euskirchener Franziskanerpater Georg Scholles. Nach einem Gebet bei der Gottesmutter am Schmuckaltar und einer Prozession unter dem Schrein der Heiligen Drei Könige zogen die Pilger zur Schiffsanlegestelle an der Hohenzollernbrücke. Dort legte die „MS Petersberg“ um 9 Uhr Richtung Remagen ab.
Genau nach Plan kam die „Petersberg“ gegen 14 Uhr in Remagen an. Pater Bartholomé von der „Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe“ holte die Pilger zum Fußweg auf den Apollinarisberg ab. Für Gehbehinderte fuhr ab dem Rheinufer ein Bus. Menschenscharen beobachteten die Pilger bei ihrem Gang, musikalisch begleitet von der Blaskapelle um Johannes Büchel, denn gleichzeitig war der erste Jakobsmarktsonntag in Remagen angesagt, und auf der Rheinpromenade herrschte Hochbetrieb.
Die Festmesse mit Verehrung der Reliquie des heiligen Apollinaris begann um 15 Uhr. Nach dem Gottesdienst genossen die Pilger im Klostergarten Kaffee, Kuchen und Erfrischungsgetränke. Gegen 17.15 Uhr traten die Pilger mit Bussen oder per Zug die Heimreise an. Ein Bus stand bereit, um die Pilger zum Bahnhof zu fahren.
Die Tradition der Apollinaris-Schiffswallfahrt reicht weit zurück: Ihr Ziel sind die Gebeine des heiligen Apollinaris, die seit dem 14. Jahrhundert in Remagen auf dem gleichnamigen Berg verehrt werden. Die Schiffswallfahrt gibt es seit 1857, als Graf von Fürstenberg-Stammheim, der Erbauer der Apollinariskirche, den Franziskaner-Orden nach Remagen holte. Sie findet alljährlich im Juli und August statt und dauert zwei Wochen. Die Pilger reisen von weither an, viele von ihnen mit dem Rheinschiff.
Mitveranstalter der Wallfahrt war die Franziskus-Stiftung, die Verbindung der Franziskaner mit dem Apollinarisberg reicht über 150 Jahre zurück.
