Der historische Bahnhof Rolandseck und die Museumsneubauten
Arp Museum erneut in der Sanierungsphase
Südlicher Bahnhofsanbau bedarf der Überholung – Auch die von Stephen McKenna ausgemalten Sanitärräume werden miteinbezogen
Rolandseck. Seit der Eröffnung im September 2007 bilden der historische Bahnhof Rolandseck und die Museumsneubauten des amerikanischen Architekten Richard Meier das Gebäudeensemble Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Im Oktober 2004 war zuvor das klassizistische Bahnhofsgebäude aus der Anfangszeit der rheinischen Bahngeschichte nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wiedereröffnet worden. Da sich das Obergeschoss des Bahnhofs mit dem großen Festsaal, Bistro und seiner dem Rhein und Siebengebirge zugewandten Terrasse zu einem äußerst begehrten Ort der Gastronomie und Geselligkeit entwickelte, wurde im Norden des Bahnhofs ein Küchengebäude errichtet. Die Inbetriebnahme erfolgte Mitte 2012.
Nun wird Hand an den südlichen Bahnhofsanbau gelegt. Es handelt sich um einen hübschen schieferverkleideten Bau auf Bruchsteinsockel, der Werkstätten beherbergt und die Heizungsanlage für den Bahnhof und den Küchenneubau. Der Überholung bedürfen statische Elemente, die Verfugung der Bruchsteinmauern, die veraltete Elektroinstallation sowie die Wasser führenden Rohre. Die Anforderungen des Denkmalschutzes werden dabei berücksichtigt.
Eingeschlossen in die Sanierungsarbeiten in der Zuständigkeit des Landesbetriebs Liegenschaften und Baubetreuung (LBB) des Landes Rheinland-Pfalz sind auch die WC-Anlagen im südlichen Anbau. Immer wieder verblüfft ihr Anblick die Besucher. Der Künstler Stephen McKenna, der von 1973 bis 1974 im Bahnhof lebte und arbeitete, schmückte die Toiletten mit farbenfreudigen Gemälden, Figuren, Gesichtern und dekorativen Details. Rosalka Rother bewacht zum Beispiel im Bild das Männerpissoir. An die Haushälterin von Johannes Wasmuth, der den Bahnhof vor dem Abriss rettete, hatte McKenna die besten Erinnerungen. Als der Maler im Jahr 2000 anlässlich der Eröffnung einer ihm gewidmeten Ausstellung in Rolandseck weilte, sprach er von ihr als „gutem Geist des Hauses“ für die Künstler. Die vom Land Rheinland-Pfalz finanzierten Arbeiten am historischen Gebäude und der Ausgestaltung der Toilettenräume sollen noch im Jahr 2013 abgeschlossen werden, heißt es seitens der LBB.
Blick in den Sanitärraum für Frauen
