Allgemeine Berichte | 26.08.2013

Erzieherinnen aus Andernach-Bassenheim, Remagen-Brohltal und Maifeld-Untermosel

Auf Wegen des Franz von Assisi dem Eigenen auf der Spur

Erzieherinnen pilgern auf dem Franziskusweg nach Assisi

Die Gruppe am Monte Subasio. privat

Region. Unterwegs auf Wegen, die so oder ähnlich der Heilige Franziskus von Assisi gegangen ist, waren sieben Erzieherinnen aus den Dekanaten Andernach-Bassenheim, Remagen-Brohltal und Maifeld-Untermosel und ihre beiden Begleiter, die Pastoralreferenten Markus Annen (Andernach-Bassenheim) und Christoph Hof (Remagen-Brohltal). 120 km legte die Gruppe in 5 Tagesetappen auf ihrem Pilgerweg von Patrico sul Monteluco über Spoleto, Trevi, Foligno und Spello auf dem Franziskusweg zurück. Zum Abschluss der Pilgerreise verbrachten die Erzieherinnen noch zwei Tage in Assisi.

„Wie Franziskus unterwegs auf der Suche nach dem, was mein Leben ausmacht und wo mein Platz im Leben ist, und das in einer wunderschönen Gegend Italiens, mal die abgelegene Schönheit der Natur, mal das quirlige Leben in den umbrischen Städtchen.

Unterwegs mit sich selbst und seinen Lebensthemen, den eigenen Rucksack auf dem Rücken, aber auch die Erfahrung, nicht alleine, sondern mit Anderen gemeinsam auf dem Weg zu sein“, so beschreibt Christoph Hof die Idee der Pilgerreise.

Zu den festen Bestandteilen im Tagesverlauf gehörten der geistliche Impuls zum Aufbruch am Morgen, eine Zeit des Schweigens auf dem Weg und der gemeinsame Gottesdienst mit Tagesrückblick am Abend. Markus Annen: „Die Erfahrungen des Tages wurden hier zur Sprache gebracht und mit Blick auf das je eigene Leben gedeutet.“ Auch besondere Begegnungen und Augenblicke auf dem Weg wurden benannt: die Stille in der Kapelle der um 1000 gegründeten Abtei von Sassovivo bei Foligno, die offene Tür der Berghütte, in der die Gruppe Schutz vor dem vorbeiziehenden Unwetter fand, die blühenden Mohnblumen oder die freilaufende Pferdeherde am Monte Subasio.

Bei der Auswertung und Reflexion der Reise im Pfarrheim St. Peter in Andernach blickten die Erzieherinnen dankbar auf die Reise zurück. Hannelore Zils aus der katholischen Kita Don Bosco in Mülheim-Kärlich: „Eine wichtige Erfahrung für mich war, mich immer wieder einzulassen auf das, was kommt. Morgens einfach losgehen und nicht wissen, was einen auf dem Weg erwartet und wie die Unterkunft aussieht, wenn wir abends ankommen.“ - „Man kann der Familie und den Kolleginnen kaum den Reiz und das Besondere einer solchen Pilgerreise vermitteln. Man muss das selbst erleben: die Freude, dass man es geschafft hat, auch wenn es stellenweise richtig anstrengend war und die Füße weh taten, die Erfahrung, dass man sich auf das Wesentliche im Gepäck beschränken kann, das tragende Gefühl, in einer tollen Gemeinschaft gemeinsam auf ein Ziel hin unterwegs zu sein, oder das Vertrauen, unter einem besonderen Schutz zu stehen. Diese Erfahrungen sind ein Schatz“, ergänzt Alexandra Max aus der kath. Kita St. Georg in Polch. Auch die Begegnung mit Franz von Assisi in seiner Naturverbundenheit und Lebensfreude ist den Erzieherinnen wichtig geworden. Karin Zils, Leiterin der kath. Kindertagesstätte St. Franziskus in Weißenthurm: „Der heilige Franziskus ist mir viel vertrauter geworden. Sein Leben, seine Naturverbundenheit, vor allem seine Lebensfreude spielt jetzt im Kindergarten eine noch größere Rolle.“

Die Gruppe am Monte Subasio. Foto: privat

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