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Stefan Noss, Meisterschüler A.R. Pencks, im Kunsthaus Rheinlicht Remagen

Ausgewählte Werke unter dem Motto „Vom Klavier bis Acht“

Kunsthaus Rheinlicht präsentiert Werke vom Stuttgarter Künstler Stefan Noss

Ausgewählte Werke unter
dem Motto „Vom Klavier bis Acht“

Eines der zahlreichen vielschichtigen Werke von Stefan Noss.Foto: privat

16.09.2013 - 14:57

Remagen. Mit Stefan Noss hat das Kunsthaus Rheinlicht einen in der Kunstszene international etablierten Maler für den Ausstellungsort Remagen gewinnen können. Noss studierte bei A. Frohner an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, dann an der Düsseldorfer Kunstakademie in der Meisterklasse von A. R. Penck.

Stefan Noss Arbeiten entführen den Betrachter in einen vielschichtigen, dynamischen Kosmos, der seine Ausdruckskraft und Tiefe im ineinander von figurativen und abstrakten Formen entfaltet, im Unter-, Neben- und Übereinander von Techniken, Materialien und Farben. Ein faszinierendes Gewebe, als dessen Leitmotiv in unendlichen Variationen der Mensch als Fragment erscheint. Gliedmaßen, Physiognomien und Köpfe formieren sich zu einer vielschichtigen, sich überlagernden Matrix.

Konsequent entziehen sich die Bilder einer linearen Deutung. Darin öffnen sie einen Moment der Freiheit, jenseits von sich aufdrängenden Perspektiven und Verknüpfungen. Sie führen auf abseitige Wege, bis in die Titel hinein, und lenken den Betrachter auf eine Spur, die seine eigene zufällige Aufmerksamkeit in ihm legt. Wer dieser Spur folgt, wird Vielschichtiges, nie Eindeutiges entdecken. Er wird in, unter und zwischen dem Sichtbaren seiner eigenen Erzählung auf die Spur kommen. Was den Betrachter zu solcher Spurensuche bewegt, sind die starken Stimmungen und Atmosphären, in die die Bilder hineinziehen.


Kunst zwischen Schein und Wirklichkeit


Große Anziehungskraft haben die Noss-typischen Gesichter in ihrer fast skizzenhaften Reduktion.

Nie ganz ausgeführt sind sie mehr Andeutung als Festschreibung, flüchtig in ihrer Form und zugleich von außergewöhnlicher, faszinierender Expressivität. Hat der Betrachter sich in die Bilder eingesehen, tauchen die Gesichter oft unerwartet – wie Erscheinungen - aus der Tiefe des Materials auf. Manche wie aus Urmeeren geboren, noch träumend in vorweltlicher Einheit, andere sich mumienhaft verbergend oder sich aufspaltend und schmerzhaft entzweiend. Ein archetypisches Panoptikum menschlicher Antlitze. Es ist, als werde in diesen Bildern etwas sonst Nicht-Sichtbares sichtbar. Darin haben sie etwas Visionäres, Prophetisches und weisen über die Kategorien von Zeit und Raum hinaus. Die Parallelwelten können etwas Zartes, Poetisches haben wie duftige Träume, aber auch etwas zutiefst Unheimliches, Bedrohliches. Als ginge der Blick in unausgeleuchtete, verbotene Bereiche der menschlichen Seele.

So ist das Betrachten seiner Bilder immer auch Irritation, Unterbrechung des Gewohnten, ein Anhalten und erstauntes Gewahrwerden.

Zugleich aber auch Entdeckung eines unorthodoxen Spielraums, in dem etwas von der labyrinthischen Tiefe der Wirklichkeit aufleuchtet – ein humorvolles Spiel mit Bedeutungen, Chiffren, Formen, Farben und Zahlen. Die Bilder regen an zur Konstruktion von Sinn und stellen diese Bewegung zugleich infrage. Darin können sie etwas unglaublich Befreiendes, geradezu Heiteres haben.

Der existenziellen Tiefe und Vielschichtigkeit der Bilder entspricht Stefan Noss Arbeitsweise. Er kombiniert alles mit allem, greift zurück auf Altes, schneidet aus, übermalt, zeichnet, klebt auf, ritzt, druckt, fügt neu zusammen, überarbeitet immer wieder. Und lässt liegen. Schaut an. Fühlt nach. Immer in Achtsamkeit. Wartet auf das, was kommen will. Nimmt Witterung auf, folgt einer Spur. Bis in dieser Form von konzentrierter Gegenwärtigkeit etwas Drittes ins

Spiel kommt, das sich in Farben, Formen und Linien auf dem Papier enthüllt. So setzen die Arbeiten selbst eine Spur, in der der Künstler unterwegs ist.

Noss zieht die Betrachter seiner Bilder in diese Suchbewegung hinein. Sie erleben sich in diesem Bilderkosmos als fragende, schöpferisch verknüpfende Wesen, die sich selbst Geheimnis sind. Zugleich kommen sie sich bei diesem Fährtenlesen in einer aufgeweiteten Wirklichkeit auf paradoxe Weise näher, gewinnen vorübergehende Einblicke in sich selbst und die Welt, momentane Erhellungen, die im nächsten Augenblick wieder verblassen, in einem unendlichen Prozess des Verhüllens und Offenbarens von Wirklichkeit und Sinn.

Pressemitteilung

Kunsthaus Rheinlicht

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Kommentare
juergen mueller:
Das ist alles bekannt Herr Altmaier. Dazu bedarf es keiner Aufklärung. Im Gegenteil, Ihre Argumentation, Bäume seien wichtig für ein gesundes Stadtklima, mutet schon grotesk an und ich empfinde es als eine Verarschung sowie Beleidigung der Intelligenz eines jeden, der sich für Umweltschutz/Klimawandel interessiert, angesichts der Tatsache, dass die Stadt in den letzten Jahrzehnten alles dafür getan hat, Koblenz innerstädtisch zu einer Beton- u. Steinwüste verkommen zu lassen. Beispiele dafür kann ich Ihnen gerne benennen. Der Baum ist KEIN Freund der Stadt.

„Das wird man wohl noch sagen dürfen“

Uwe Klasen:
Soweit hat es die „politische Korrektheit“ gebracht, dass, mit Bezug auf Artikel 5 GG, Menschen solch einen Satz „Das wird man wohl noch sagen dürfen“ ihrer Meinung anfügen oder vorstellen müssen, um ihre eigenen Standpunkt zu rechtfertigen! Anstatt zuzuhören, den anderen und seine Ansicht ernst zu nehmen und auf Augenhöhe, ohne Einschränkungen, zu diskutieren, werden gerade derzeit Menschen, die anderer Meinung sind als die sogenannte, „Mainstreammeinung“ vorschnell in die rechte Ecke verortet oder noch schlimmer dargestellt, diffamiert und Ausgegrenzt, egal welcher politischer Couleur diese Personen anhängen. Die ist absolut Undemokratisch und gehört eher in diktatorische Regierungsformen!

Halbheiten groß geschrieben

juergen mueller:
Der Ratsbeschluss steht - wenn auch nach Meinung der beiden "Sozialdemokraten", von denen einer im Stadtrat sitzt, die Entscheidung unverständlich ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der im Stadtrat vertretene "Ratsmitglied-Duo" gegenteiliger Meinung gewesen ist. Im Nachhinein von Halbwahrheiten zu sprechen und obendrein hinaus zu posaunen:"WIR machen keine halben Fußgängerzonen" ist kontraproduktiv und offenbart eine Selbstüberschätzung, die nicht der Wirklichkeit entspricht.WIR sind erst einmal nichts und wenn WIR im Stadtrat für UNSERE Vorstellungen keine Mehrheit bekommen, dann bleibt es bei dem NICHTS.
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