Musikkorps des Remagener Stadtsoldatenkorps servierte tolles Herbstkonzert „Rund um den Globus“
Außergewöhnliches Konzert mit ganz anderen Klängen
Musiker begeisterten mit Melodien von Richard Wagner bis Michael Jackson
Remagen. Es muss nicht immer der Larida oder die Karnevalsmusik sein. Das hatten sich offensichtlich erneut die Musiker des Musikkorps der Remagener Stadtsoldaten unter der Leitung von Frank Weiß gesagt… und getan. Am Samstag hatte das Musikkorps im Foyer der Rheinhalle zu einem eintrittsfreien Herbstkonzert eingeladen. Im Foyer kamen die Gäste in den Genuss eines Konzertes mit ungewöhnlich ausgesuchten Titeln. „Für das Musikkorps ist nach Karneval nicht vor Karneval, sondern vor dem Herbstkonzert. Und so haben die Musiker unendlich geprobt, um dem Publikum ein fantastisches Herbstkonzert bieten zu können“, zeigte sich der Kommandant der Remagener Stadtsoldaten, Marcel Möcking, der auch den Abend ausgesprochen unterhaltsam moderierte, begeistert vom Engagement der Musiker. Den Auftakt zum Konzert gaben die 27 Musiker, Damen und Herren von elf bis 63 Jahren, mit dem Eurovisie-Marsch. Anlässlich des 200. Geburtstages und des 130. Todestages von Richard Wagner gab es im Anschluss den „Einzug der Gäste auf der Wartburg“ aus der Oper „Tannhäuser“. Dieser kleine Ausschnitt aus der sechsstündigen Oper, wie Möcking erläuterte, begeisterte das Publikum restlos. Schade nur, dass das Publikum bei freiem Eintritt nicht so zahlreich gekommen war, wie das fantastische Herbstkonzert es verdient hätte. Die, die in den Genuss kamen, freuten sich dann aber umso mehr. Eine Melodienfolge aus den Werken von Giuseppe Verdi zog das Publikum ebenso in seinen Bann wie der Florentiner Marsch von Julius Fucik und das „Auf zum Paso doble“ nach einer Bearbeitung von Rudi Mennen.
Jacques Offenbach und John Lennon
Als nächsten großen Meister ließen die Stadtsoldatenmusiker Jacques Offenbach mit seinem Barcarole & Can Can from erklingen, bevor Beatles-Melodien von Paul Mc Cartney und John Lennon das Publikum eroberten und mitsummen ließen. Nach der Pause intonierten die Musiker „Mir sein die Kaiserjäger“. Dabei handelt es sich um den Traditionsmarsch der österreichischen und deutschen Gebirgsjäger, der 1911 von Karl Mühlberger komponiert worden war. Kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges hatte Max Depolo, Leutnant des 1. Tiroler Kaiserjägerregiments in Innsbruck, den Text für das Trio des Kaiserjägermarsches verfasst. Mit „Out of Africa“ des Filmkomponisten John Barry begeisterten die Musiker ebenso ihr Publikum wie mit dem Säbeltanz aus „Gayaneh“, das bekannteste Werk von Aram Khatschaturjan, einem sowjetisch-armenischen Komponisten, dessen Kompositionen von der armenischen und kaukasischen Volksmusik beeinflusst waren. Eine Auswahl seiner Werke wurde in diesem Jahr zum Weltdokumentenerbe erklärt. Von Andrew Lloyd Webber brachten die Musiker aus dem Musical „Evita“ das weltbekannte „Don´t cry for me Argentina“ zu Gehör, bevor sie im Foyer die Les Humphries in Concert aufleben ließen. Da wurde vom Publikum ebenso mitgesummt wie bei „Abba Gold“, einem Ausschnitt der Abba-Melodien.
Krönender Abschluss
Den krönenden Abschluss setzten die Musiker mit „Heal the world“ von Michael Jackson unter ein Konzert, für das sie mit lang anhaltendem Applaus vom Publikum belohnt wurden. Stolz können die Musiker der Stadtsoldaten sein auf ein tolles Herbstkonzert und einmal ganz andere Melodien, die die Herzen der Gäste erfreuten.
