Besonderer Gottesdienste in der Adventszeit
Chancen der Stille
Kripp/Remagen. Die Nächte werden immer noch länger, bis zur Wintersonnenwende. Frühe Dunkelheit und Sehnsucht der Menschen nach Licht und Stille. Nichts hören, nichts sehen - einfach da sein. Längst ist der Advent keine stille Zeit mehr, sondern eine laute, sagt man. Aber es kommt darauf an, wie die Vorbereitungszeit auf Weihnachten gestaltet wird.
In den Kirchen der Stadt gibt es in diesen Tagen ein Angebot, für ein paar Stunden zur Ruhe zu kommen.Chancen zur Stille. Es sind Gottesdienste in der Frühe des Tages und im Schein von Kerzen: „Rorate“ oder „Frühschicht“ genannt. Wer sie erleben möchte muss ein wenig früher aufstehen.
Aber dafür wird er belohnt mit einer besonderen Atmosphäre, die an längst vergangene Zeiten erinnert und an das Licht der Welt: Christus. „Rorate“ ist das erste Wort einer Antiphon, einem Wechselgesang. „Tauet Himmel von oben“, heißt die erste Zeile, die einem Text des Propheten Jesaja entnommen ist.
Sanft wie der Tau sind auch diese morgendlichen Feiern: kein grelles Licht, Gebete und Lieder in „piano“.
Die Seele entspannt sich und jeder spürt seinen Atem in der Stille der alten Gemäuer. Die Sinne kommen zur Ruhe bis man nichts mehr hörst als die zarten Klänge und Worte, die nicht müde werden zu verkünden: „Gott lässt sich herab zu den Menschen.“.
Die „Rorate“-Gottesdiensten finden statt am 6., 13. und 20. Dezember jeweils um 7 Uhr in St. Peter und Paul, Remagen.
Die „Frühschicht“-Gottesdienste in Kripp sind am 5., 12. und 19. Dezember jeweils um 6 Uhr in der Kirche St. Johannes-Nepomuk.
