Dechant Dr. Johannes Meyer hielt zum letzten Mal die Gedenkrede
Der Gefallenen der Weltkriege am Ehrenmal gedacht
Kripp. Um der Gefallenen der beiden Weltkriege und der Opfer von Gewalt zu gedenken, hatte sich die Kripper Ortsbevölkerung am Sonntag nach der Heiligen Messe und nach einem großen Trauerzug von der Ortsmitte aus am Ehrenmal auf dem Friedhof eingefunden. Beteiligte des Trauerzuges waren die Feuerwehr, die auch mit brennenden Fackeln Mahnwache am Ehrenmal hielt, die Rhein-Ahr-Spatzen, die die Trauerfeier musikalisch begleiteten, die Sankt Sebastianus Schützen, Abordnungen der Ortsvereine, Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer, stellvertretender Ortsvorsteher Dieter Breuer, Stadtbeigeordneter Dr. Rüdiger Finger und Dechant Dr. Johannes Meyer. Abgesichert wurde der Trauerzug von der Freiwilligen Feuerwehr Kripp.
Auf dem Friedhof begrüßte Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer die zahlreichen Gäste und dankte für ihre Teilnahme am Totengedenken. Sein Dank galt aber auch Dechant Dr. Johannes Meyer, der viele Jahre das Totengedenken mitbegleitete. Im kommenden Jahr werde er nicht mehr dabei sein, weil er in den Ruhestand gehe. Dechant Meyer hielt im Anschluss die Ansprache zum Totensonntag. „Es ist gut, wenn wir uns alljährlich an den Denkmälern versammeln, die uns erinnern an die schrecklichen Kriege des vergangenen Jahrhunderts. Kriege kennen nur Verlierer, wie viele aus ihren Familien wissen. Wenn man die langen Listen der Verstorbenen auf den Denkmälern liest, überkommt Jeden Entsetzen und Trauer“, so Meyer. Für die lange Periode von 67 Jahren ohne Krieg müsse man dankbar sein. Der Totensonntag seit ein Tag, den Verstorbenen zu gedenken und den Lebenden zur Mahnung.
So gedachte die Kripper Bevölkerung zur getragenen Musik der Rhein-Ahr-Spatzen der Toten der beiden Weltkriege, der Gefallenen, der Vermissten, der Opfer des Gefangenenlagers in der Rhein-Meile und der Kripper Bürger, die zu Tode kamen. Bei der Kranzniederlegung durch die Feuerwehrleute senkten die Vereinsvorstände die Fahnen und die Kripper Bürger gedachten schweigend der Opfer von Terror, Gewalt, Krieg und Verfolgung. Schon im Vorfeld hatte der Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Remagen-Kripp, Arno Nechterschen, der auch bei der Gedenkfeier dabei war, ein Gesteck zum Gedenken an die Verstorbenen der beiden Weltkriege am Kripper Ehrenmal niedergelegt.
