Studenten der Fachhochschule Koblenz stellten sechs prämierte Varianten eines Bootshauses auf der Insel Nonnenwerth vor
Eine Vision: Ein Bootshaus für Nonnenwerth
Jury hatte sechs aus 40 Arbeiten ausgewählt
Rolandswerth/Nonnenwerth. Zu einem hochinteressanten Abend wurde die Preisverleihung aus einem Studentenwettbewerb am vorletzten Dienstag in der Aula des Inselgymnasiums Nonnenwerth. Innerhalb einer Kooperation des Schulwerks Gymnasium Nonnenwerth mit der Fachhochschule Koblenz war im Frühjahr diesen Jahres ein Architekturwettbewerb innerhalb der Fachschaft Holzbau der Hochschule durchgeführt worden. Innerhalb dieses Ideenwettbewerbs sollte herausgefunden werden ob und wie die Einrichtung eines Bootshauses mit modular angeschlossenem Wohn- und Aufenthaltsbereich auf Nonnenwerth möglich sein könnte. Rund 80 Studenten der vierten Semester entwickelten rund 40 Arbeiten, die von einer Jury unter die Lupe genommen worden waren.
Die besten Arbeiten
Die sechs besten Arbeiten wurden am Dienstagabend in der Aula vorgestellt. Mit dabei waren neben den Preisträgern, die allerdings nicht alle selbst ihre Arbeiten vorstellen konnten, die Eltern der Studenten, sowie die Jury, Lehrer des Inselgymnasiums um Schulleiterin Andrea Monreal und Horst Froese vom Vorstand des Schulwerks Nonnenwerth. Die Jury setzte sich zusammen aus vier Vertretern des Vorstands des Schulwerks, Maren Beines, Sabine Gast, Horst Froese und Dr. Stefan Koch, sowie drei Vertretern der Hochschule Koblenz, Professor Dr. Uwe Simon, Tim Davin Lemmler und Peter Thomé. Horst Froese begrüßte zunächst die Studenten und Gäste. Er dankte den Studenten für ihre Entwürfe und der Jury für die nicht leichte Aufgabe. Es seien wirklich gute Entwürfe für ein Bootshaus dabei. Allerdings gehe es zunächst mit einem Bootshaus auf Nonnenwerth nur um eine Vision, die Vision zukünftig in einem ruhigen Seitenarm des Rheins Wassersport treiben zu können.
Eine Vision für die Zukunft
Diese Vision könne vielleicht im nächsten Jahrzehnt realisiert werden. Nicht nur für den Rudersport der Schüler, sondern auch für beispielsweise eine mögliche Summerschool könnte ein Bootshaus mit angeschlossenem Wohn- und Aufenthaltsbereich interessant sein. Die stellvertretende Schulleiterin Andrea Monreal hob die besondere Lage der Schule hervor und das Motto „Schule im Fluss“. Das Gymnasium sei eine G8 GTS mit rund 700 Schülern. Auf lange Sicht könne es auch über die Schule hinaus eine weitere Verwendung der Insel geben. Prof. Simon betonte, dass der Wettbewerb „Bootshaus auf Nonnenwerth“ eine spannende Idee gewesen sei, ein wunderschönes Thema für die Studierenden und ihre Betreuer. Er dankte für diese konkrete Aufgabe auf einem sehr interessanten Grundstück.
Preisverleihung
Bei der Preisverleihung gab es zunächst zwei Anerkennungspreise zu vergaben. Sie gingen an Kim Carina Müller und Franziska Scheuermann, sowie an Julian Muth und Eva Weber. Die Studenten stellten hierzu ihre Entwürfe vor. Insgesamt hatten sich die Teilnehmer durchweg von der Umgebung mit viel Baumbestand und dem Wellengang des Rheins inspirieren lassen, was in den vorgestellten Entwürfen deutlich wurde. Eine weitere Vorgabe betraf die mögliche Realisierung der Finanzierbarkeit des Projekts. Hier ging es nicht um Luxusbauten, sondern um vernünftige realisierbare Lösungen. Zu beachten gab es natürlich auch das mögliche Hochwasser. Den dritten Preis sicherten sich Mai Ly und Packina Taksha. Der zweite Preisträger konnte nicht da sein. Sein Entwurf wurde von einem Betreuer vorgestellt. Die beiden ersten Preise gingen an Denis Vinnitschenko und an das Team Kristine Kraus und Philipp Rudischhauser. Alle vorgestellten Bootshäuser beinhalteten neben den Bootshallen an sich Zimmer für Übernachtungsmöglichkeiten, sanitäre Anlagen, eine Kleinküche sowie die Möglichkeit zum Essen, einen Aufenthalts- und Frühstücksraum. Weitgehend handelte es sich bei den Entwürfen um mehrere Module, die zeitlich nacheinander realisiert werden können. Im Anschluss an die Vorstellung der Entwürfe und die Preisverleihung konnten die Entwürfe auf Plänen und Modellen in der Aula besichtigt werden. Viel Lob gab es für die Studenten. So bleibt letztlich die Hoffnung, dass diese Vision, so sie auch finanziert werden kann, keine Vision bleibt.
Ein Entwurf für das Bootshaus Nonnenwerth.
