Solarverein lädt zum Praxisabend für Hausbesitzer ein
Energiewende im Einfamilienhaus: Vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger
aus Sinzig
Remagen. Die Energiewende wird häufig als große gesellschaftliche Aufgabe beschrieben. Tatsächlich beginnt sie jedoch vielfach direkt vor der eigenen Haustür. Dächer werden zu Kraftwerken, Häuser zu intelligenten Energiesystemen und Bürgerinnen und Bürger zu aktiven Mitgestaltern einer nachhaltigen Energieversorgung.
Unter dem Titel „Energiewende im Einfamilienhaus“ lädt der Solarverein Goldene Meile am Mittwoch, 2. September 2026, um 19 Uhr in die Rheinhalle Remagen zu einem Vortrag mit anschließendem Publikumsgespräch ein. Referent ist der Elektromeister und Photovoltaik-Sachverständige Andreas Schwerter, Geschäftsführer des auf Photovoltaik- und Wärmepumpensysteme spezialisierten Unternehmens Solarplatz.
Im Mittelpunkt des Abends steht die Frage, wie Hausbesitzer ihren Beitrag zur Energiewende leisten und gleichzeitig ihre Energiekosten dauerhaft senken können. Anhand von Praxisbeispielen wird erläutert, wie Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen, Elektromobilität und moderne Energiemanagementsysteme heute bereits erfolgreich zusammenwirken.
Dabei wird deutlich: Die Energiewende findet längst auf unseren Dächern statt. Die Grundlage bildet die Photovoltaikanlage, die Strom dort erzeugt, wo er gebraucht wird. Allerdings: Je höher der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms ist, desto größer wird der wirtschaftliche Nutzen. Der Fokus moderner Energiekonzepte liegt deshalb nicht auf der Einspeisung ins öffentliche Netz, sondern auf der intelligenten Nutzung des Solarstroms im eigenen Haushalt.
Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags ist die Frage nach dem Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten. So kann eine Wärmepumpe besonders wirtschaftlich arbeiten, wenn sie mit Strom vom eigenen Dach betrieben wird. Batteriespeicher helfen dabei, Solarstrom auch dann zu nutzen, wenn die Sonne nicht scheint. Intelligente Steuerungssysteme sorgen dafür, Erzeugung und Verbrauch optimal aufeinander abzustimmen.
Die Veranstaltung zeigt außerdem auf, dass es unterschiedliche Stufen der energetischen Unabhängigkeit gibt. Eine vollständige Autarkie im Sinne einer Insellösung ist dabei weder erforderlich noch das eigentliche Ziel. Vielmehr geht es darum, den eigenen Energiebedarf weitgehend erneuerbar zu decken und gleichzeitig Teil eines gemeinschaftlichen Energiesystems zu bleiben. Die Energiewende lebt vom Mitwirken vieler Bürgerinnen und Bürger.
Anhand eines konkreten Praxisbeispiels eines Einfamilienhauses mit 150 Quadratmetern Wohnfläche werden die wirtschaftlichen Auswirkungen verschiedener Maßnahmen vorgestellt. Deutlich wird dabei, dass das volle Einsparpotenzial erst durch das intelligente Zusammenspiel mehrerer fossilfreier Komponenten entsteht.
Der Solarverein weist zugleich darauf hin, dass vor der Installation moderner Energietechnik häufig die energetische Sanierung des Gebäudes betrachtet werden sollte. Denn eine gute Gebäudehülle bleibt die Grundlage für einen effizienten und wirtschaftlichen Betrieb von Wärmepumpe und Photovoltaikanlage.
Im Anschluss an den Vortrag besteht ausreichend Gelegenheit für Fragen, Diskussionen und den Erfahrungsaustausch mit dem Referenten sowie den Mitgliedern des Solarvereins. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen: www.solarverein-goldene-meile.de
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Praxisabend für Hausbesitzer. Wie Photovoltaik, Wärmepumpe, Batteriespeicher, Wallbox und intelligente Steuerung gemeinsam Energiekosten senken und die Unabhängigkeit erhöhen.. Der Eintritt ist frei. Foto: Solarverein. Reiner Friedsam