Eifelverein Remagen
Erlebnisreiche Wanderung
Von Miesenheim über Bassenheim nach Ochtendung zum Steinbruch
Remagen. Der Eifelverein erlebte auf seiner Wanderung einen ernsten Zwischenfall: Unbemerkter Buschbrand. Begonnen hatte der Weg nach der Fahrt von Remagen nach Miesenheim ganz harmlos.
Vom Bahnhof führte der Weg durch den Ortskern mit vielen regional typischen Hofstellen, die aus Basaltsteinen und Lavaschlacken gebaut wurden. Entlang der Nette verläuft der Weg weiter durch verwilderte Obstwiesen zu einem jüdischen Friedhof. Er ist aufgrund seiner Größe und einsamen Lage besonders beeindruckend. Weiter ging es leicht ansteigend über freies Feld mit weiten Aussichten in das Neuwieder Becken und in die östliche Pellenz. An der Hütte des Modellfugclubs Pellenz konnten die Wanderer sich neben einer verdienten Rast auch an den Flugkünsten der unterschiedlichsten Flugmodelle erfreuen. Auf dem weiten Weg nach Bassenheim entdeckten die Eifler einen wilden Buschbrand mit meterhohen Flammen. Nachdem über Notruf die Feuerwehr informiert worden war und ein ortskundiger Mountainbiker vor Ort blieb, wurde die Wanderung fortgesetzt. Von fern waren auch bald Sirenen zu hören und weiße Rauchwolken zeigten, dass die Löscharbeiten begonnen hatten.
Nach Durchquerung eines Tales, dem Quellgebiet des Ketticher Baches erreichten die Wanderer Bassenheim. Dort beeindruckte besonders der Marktpatz mit seinen wunderschön restaurierten Gebäuden. In der Pfarrkirche befindet sich das bekannte Relief des „Bassenheimer Reiters“, es zeigt St. Martin, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt. Es fasziniert mit seiner Lebendigkeit, seiner Ausdruckskraft und Detailtreue. Die Bedeutung und der Einfluss, den das Grafengeschlecht „derer Waldbott von Bassenheim“ sowie die Bankiersfamilie „von Oppenheim“ auf die Ortsgeschichte ausgeübt haben, sind bis heute noch erkenn- und spürbar. Nach Besichtigung und Rast verließ die Wandergruppe Bassenheim und es begann der Anstieg zur über 350 Jahre alten Marienkapelle auf den Karmelenberg (372m).
Diese Kapelle wurde 1662 nach der Geburt eines gesunden Kindes vom Reichsfreiherrn Waldbott von Bassenheim zum Dank errichtet und ist bis heute ein beliebtes Ziel.
Viele uralte Baumriesen säumen die zum Gipfel führende Allee. Abwärts führte den Eifelverein der Weg vorbei an einem aufgelassenen Steinbruch nach Ochtendung, von dort wurde die Rückfahrt nach Remagen angetreten.
