Remagener Ortsvorsteher und Polizeibeamte als Ausbilder
Erster Kurs zum Feuerwehr-Führerschein
Remagen. Im Einsatzfall muss es für die Feuerwehr schnell gehen, und da kommt dem Ausrücken und Fahren der Einsatzfahrzeuge eine besondere Bedeutung zu. Problem in den letzten Jahren war, dass die jungen Feuerwehrangehörigen mit dem normalen Führerschein der Klasse B die Einsatzfahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht nicht fahren durften. Ein schwieriger Umstand, denn selbst die gängigen Löschfahrzeuge bei den Ortswehren liegen schon bei rund 6,5 Tonnen Gewicht.
Dem haben die Gesetzgeber in Bund und Ländern Rechnung getragen. Seit Herbst 2012 ist in Rheinland-Pfalz die entsprechende Verordnung in Kraft, und bei der Feuerwehr der Stadt Remagen fand kürzlich der erste Kursus zum neuen Feuerwehr-Führerschein statt. Als Ausbilder konnten der Remagener Ortsvorsteher Walter Köbbing und die beiden Polizeibeamten Harald Fölsch und Gerold Gadsch, letzterer selbst aktiver Feuerwehrmann, gewonnen werden. Die Verordnung schreibt keine Ausbildung durch einen Fahrlehrer vor; die Befähigung ergibt sich grundsätzlich aus Alter und Dauer des Führerscheinbesitzes. In Theorie, vor allem aber zahlreichen Praxisstunden wurden je drei Angehörige der Einheiten Oberwinter, Kripp und Unkelbach auf das Fahren von Fahrzeugen bis 7,5 Tonnen vorbereitet und geprüft. Alle haben bestanden. Die Berechtigung hat übrigens nur für den Feuerwehrdienst Gültigkeit. In einer kleinen Feierstunde übergab nun Bürgermeister Herbert Georgi offiziell die Fahrerlaubnisse und dankte den Absolventen für die zusätzlich geopferte Zeit. Ein besonderer Dank galt aber den drei Ausbildern Köbbing, Fölsch und Gadsch, die mit einem Geschenk bedacht wurden. Pro Jahr soll nach dem Wunsch der Wehrleitung je ein Kurs stattfinden, um weitere junge Kameradinnen und Kameraden zu schulen und damit die Einsatzfähigkeit der Wehren zu garantieren.
