St. Josefs-Verein auf Traumpfaden unterwegs
Herbstwanderung auf dem Schwalberstieg
Bandorf. Wenn die Tage kürzer und die Blätter bunter werden, macht sich der St. Josefs-Verein Bandorf zu seiner alljährlichen Herbstwanderung auf. In diesem Jahr konnte das Organisationsteam um Heinz Klein und Matthias Bullmann eine Schar von 20 Wanderern begrüßen. Nachdem sich die meisten Teilnehmer bereits auf dem Dorfplatz getroffen haben, ging es bei trockenem Wetter gut gelaunt in Richtung Bahnhof Oberwinter, wo sich die Gruppe durch weitere Josefs-Brüder und Gastwanderer vergrößerte. Mit der Mittelrheinbahn fuhr man zunächst nach Koblenz, wo man in den Zug nach Kobern-Gondorf umstieg. Um in den Traumpfad „Schwalberstieg“ einzusteigen, wurde zunächst die Mosel überquert und der kurze Weg nach Niederfell zurückgelegt. Vorbei an der „Linkemühle“, die man später noch genauer in Augenschein nehmen sollte, gelangten die Wanderfreunde in das enge Tal des Aspeler Baches. Der Aufstieg erfolgte auf einem schmalen Pfad durch wildromantische, weitgehend unberührte Natur und wohltuend stille Wälder. Immer wieder lagen Baumstämme quer über dem Weg und mussten mit mehr oder weniger artistischen Einlagen überwunden werden. Der Pfad führte dann aus dem Wald hinaus in weitem Bogen durch saftig grüne Wiesen hinauf zum Schwalberhof, der dem Traumpfad wohl seinen Namen gegeben hat. Auf dem Höhenzug kam dann die Sonne immer besser durch die Wolken und verschönerte so den weiten Blick in das Moseltal und in die Vordereifel. Nach einer ersten Rast, wo die feste und flüssige Marschverpflegung ausgepackt und wie stets brüder- und schwesterlich geteilt wurde, ging es gut gestärkt auf die nächste Etappe der Wanderung. Waldpassagen und offene Wanderwege wechselten sich hier ab. Nach einer improvisierten Mittagsrast auf einem Holzstapel erklomm die Gruppe den letzten Anstieg, sodass bald der anstrengenste Teil der Route geschafft war. Von nun an führte der Weg zurück in Richtung Mosel. An der denkmalgeschützten Röder-Kapelle wurde kurz innegehalten und im Anschluss die letzte hochprozentige Ration aus dem Hause Bühler verteilt. Die Kartenfreunde nutzten die Pause zu einer weiteren Runde Skat. Ein Wiesenweg leitete die Wanderer zur Hangkante und das Hinweisschild „Hitzlay“ versprach einen tollen Ausblick.
Und die Gruppe wurde nicht enttäuscht: Hoch über Mosel bot sich eine traumhafte Sicht auf den Fluss, die Ortschaften, die Reiher-Insel und eine der zahlreichen Moselschleusen. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto wurde der Abstieg in Angriff genommen. Mit der Mönch-Felix-Hütte lag ein weiterer beeindruckender Aussichtspunkt auf der Wanderroute. An der „Linkemühle“ gelangte man wieder zum Ausgangspunkt des Traumpfades „Schwalberstieg“. Die Gruppe kehrte dort ein und genoss bei einem kühlen Getränk auf der Terrasse die letzten Sonnenstrahlen. Die je nach Wunsch kalte oder warme Brotzeit wurde dann anschließend im gemütlichen Mühlenkeller serviert. Nach einigen geselligen Stunden mit viel Klaaf und Kartenspiel machte sich die Gruppe dann mit dem Zug über Koblenz auf den Heimweg und erreichte nach einem in vielerlei Hinsicht wunderschönen Tag den Bahnhof in Oberwinter. Bleibt zu wünschen, dass die Organisatoren im nächsten Jahr ein ähnlich gutes Händchen bei der Routen- und Terminwahl haben und dass sich doch der ein oder andere Josefsbruder und Wanderfreund mehr entscheidet, sich mit auf den Weg zu machen. Es lohnt sich. Abschließend möchte der Vorstand des St. Josefs-Vereins Bandorf auf die weiteren Termine im Herbst hinweisen: 8. November, Mitgliederversammlung, 17. November Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Ehrenmal, 22. November, Gemütlicher Abend, 23. November Seniorennachmittag.
