Himmlisch gut drauf
Wochenende der Kommunionkinder in Altenahr
Remagen/Kripp. Die Kommunionkinder von Kripp und Remagen erlebten ein tolles Wochenende in der Jugendherberge Altenahr. Das miteinander Fahren und Gehen, Essen und Trinken, Singen und Spielen, Arbeiten und Ausruhen stärkte das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe. Die Kinder lernten, dass auch die Kirche nichts anderes ist, als eine Gemeinschaft der Gläubigen, die zusammen beten und hoffen, Freude erleben, einander tragen und füreinander da sind. „Miteinander Gott erleben“, darum ging es den Mädchen und Jungen, Seelsorgern und Eltern.
Mittags trafen sich alle am Remagener Bahnhof und reisten per Bahn bis Altenahr. Nach einer Wanderung durch das Leininger Tal, erreichten sie am frühen Nachmittag die Jugendherberge. Schnell waren die Zimmer verteilt und bezogen, weil alle neugierig auf das Programm warteten. Gemeindereferentin Anita Schneider musste ihr sehr wirksames „Ruhe-Klatschen“ anwenden, um das zentrale Thema „Brot“ und die daraus abgeleiteten Aktionen den aufmerksamen Kindern vorstellen zu können. Und so konnten die Kids wählen zwischen einer Wanderung mit „Stöcke schneiden“, Lagerfeuer und „Stockbrot backen“, der künstlerischen Gestaltung von zwei Altartüchern, dem Texten eines Liedes vom Brot, einem Bibliodrama zum Thema: „Das letzte Abendmahl“, der künstlerischen Gestaltung von Tischsets und der Leseecke, in der nachdenklich stimmende Märchen zum Thema Brot vorgestellt wurden. Für jede(n) war etwas dabei - draußen und drinnen: Stöckeschnitzer, Künstler, Texter, Sänger und Leseratten kamen auf ihre Kosten. Das Arbeitsergebnis der Stockbrotgruppe konnten alle bereits beim Abendessen genießen: leckere, knusprige Brote, zur Vorspeise serviert. Nach dem Abendbrot folgten die Kinder der Darstellung des letzten Abendmahles, die mit der Fußwaschung begann. Den Initiatorinnen ging es darum, den Kindern durch eine kreativ-darstellende Zugangsweise die biblischen Texte (be-)greifbar zu vermitteln. Der Applaus der kleinen und großen Zuschauer und Zuhörer bewies, dass dieses Vorhaben bestens gelang. Die Musiker hatten auf die Melodie „Lila Wolken“ von Marteria ein eigenes Lied vom Brot getextet, das abends eingeübt und beim Gottesdienst am Morgen gesungen wurde. Die Kinder der Bastelgruppe zeigten stolz ihre schönen Tischsets und die Lesegruppe berichtete über ein tiefgründiges Märchen, in dem es um ein Kommunionkind in einem zerrütteten Elternhaus ging. Das letzte Highlight des ersten Tages war die allseits erwartete Nachtwanderung. Mit Leuchtstäben und Taschenlampen „bewaffnet“ wanderte die Gruppe mit mutigen Kids entlang des stockdunklen Ahrufers, entdeckte im blassen Licht eine Burgruine, vorbeihuschende Schatten und beunruhigende Geräusche. Aber wirklich Angst hatte niemand - alle fanden es cool, denn in der Gruppe kommt Angst kaum auf.
So richtig müde war nach der Anstrengung noch niemand. Und so hörte man bis kurz vor Mitternacht auf den Zimmern fröhliches Lachen, Getuschel - bis der Schlaf sich schließlich durchsetzte.
Am Sonntagmorgen kam Pastor Becker zum Gottesdienst. Im Speisesaal war der Altartisch mit einem der selbst gestalteten Altartücher aufgestellt, das alle bewunderten. Es zeigte das Motto der diesjährigen Erstkommunion: „Mit Jesus in einem Boot“ sehr anschaulich. Die Kinder saßen rund um den Altar. Alle konnten die schönen Elemente des Gottesdienstes erleben: Die Gebete, die Lieder, die Stille und die eindrucksvollen Zeichen der Eucharistie. Nach der Messe erkundeten einige Gruppen die Gegend bei fast frühlingshaftem Sonnenschein. Mit dem gemeinsamen Mittagessen endete das Programm und die nun gefestigte Weggemeinschaft wanderte zurück zum Bahnhof Altenahr. In Remagen warteten bereits die Eltern, die nicht mitgefahren waren, aber inzwischen so manche SMS empfangen hatten: „Mama, es ist schön hier“ oder „Mir gefällt es gut“. Die Kinder haben sich gut verstanden und waren sehr diszipliniert. Für das Gelingen dieses eindrucksvollen Wochenendes und für die Freude, die den Kindern zuteil wurde, gilt ein besonderes Lob der Seelsorgerin und den Seelsorgern der Remagener Gemeinden und den engagierten Eltern, die tatkräftig „angepackt“ und unterstütz haben.
